Horchheimer Chorgemeinschaft nimmt Besucher mit auf eine Zeitreise
„Mensch wie die Zeit vergeht“
Der Abschluss mit allen Sängerinnen und Sängern.
Vor 160 Jahren wurde der Männergesangverein 1855 Worms-Horchheim gegründet, der sich 2012 mit dem Gesangverein Sängerbund 1880 zur Chorgemeinschaft zusammengeschlossen hat. Grund für die Verantwortlichen des Vereins, zu zwei Jubiläumskonzerten in die Sport- und Kulturhalle einzuladen, und die Besucher auf eine Zeitreise mitzunehmen. Zahlreiche Gäste konnte der Vorsitzende Thomas Scholz in der vollbesetzten Halle begrüßen, darunter auch den Horchheimer Ortsvorsteher Volker Janson und Fritz Peter als Vertreter des Kreischorverbandes.
Die 5 Formationen des Vereins zeigten dabei ein abwechslungsreiches Programm, dass sich sowohl aus klassischer Chormusik, Volksliedern, Schlager und vielen mehr zusammensetze, umrahmt von kleinen Einspielszenen, in denen die beteiligten Sängerinnen und Sänger unterhaltsam und manchmal auch ironisch die Geschichte beider Vereine dem Publikum näher brachten.
Eröffnet wurde das Konzert vom Männerchor unter der Leitung von Thomas Kulzer mit „Edle schöne Kunst, Musik“ ein Lied aus der Feder von Gregor Lehr, der den Männerchor des MGv mehr als 5 Jahrzehnte als Dirigent leitete, sowie der Weise „Schöne Nacht“.
Es folgte der Frauenchor mit dem klassischen „Abendsegen“, bevor sich der Gemischte Chor unter der Leitung von Thomas Adelberger den Applaus des Publikums mit „Chim Chim Cherre“, Reinhard Meys „Über den Wolken“ und dem italienischen Volkslied „Bella Bimba“ sicherte.
Fulminanter Schlusspunkt
Einen fulminanten Schlusspunkt der ersten Konzerthälfte setzte das Ensemble „Six for one“, bei dem 6 Sänger gemeinsam mit Thomas Kulzer, Ovationen für „Bye Bye Baby“ und heitere und mit besonderen Gags unterlegte „Das Rendezvous“ erhielten.
Den zweiten Konzertteil eröffnete der Frauenchor (Leitung Thomas Adelberger) mit dem afrikanischen Volkslied „Nojana – Uyaimose“, „Something stupid“ und dem Schlager „Itsy-bitsy-teenie-weenie“, bei denen die Sängerinnen nicht nur stimmlich, sondern auch choreographisch ihr Können zeigten.
Mit unterschiedlichen Musikstilen konnte der Chor „Cantiamo“ mit Thomas Kulzer das Publikum auf seine Seite ziehen. Besonders die optische Untermahlung einer modernen Interpretation des Volksliedes „Es klappert die Mühle“ zog die Zuschauer in den Bann, aber auch „California Dreaming“, „Scarborough Fair“ und „Just the Two of Us“ wussten zu gefallen.
Dass der Männerchor mehr als nur klassische Stücke singen kann, zeigte sich mit dem eher ironischen „Blauer Mond“ von Wilhelm Heinrichs und dem Spiritual „Down by the riverside“, bei dem auch die choreigenen Solisten zu überzeugen wussten.
Den Schlusspunkt setzten die Sängerinnen und Sänger aus allen 5 Formationen gemeinsam mit ihren beiden Chorleitern, als stimmgewaltig „Singt, Singt ein Lied“ (Sing, Sing a Song) in der Halle erklang – mit Unterstützung des Publikums als geforderte Zugabe sogar ein zweites Mal und stehenden Ovationen der zahlreichen Zuhörer.