Mit Ulrich Mieland und Alwin Lentz zwei „fast unverzichtbare“ Macher verabschiedet
„Menschlich und fachlich größte Anerkennung“
Ulrich Mieland (links) und Alwin Lentz (2.v.r.) werden von Dr. Olaf Mückain und Bürgermeister Kosubek (rechts) verabschiedet.
„Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden.“ Frei nach Wilhelm Busch verabschiedete Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek nun Ulrich Mieland und Alwin Lentz in den Ruhestand: zwei „fast unverzichtbare“ Macher für die Stadt Worms und insbesondere das Museum der Stadt im Andreasstift. Einst über den ehemaligen Arbeitsförderbetrieb in den städtischen Dienst gekommen, übernahm Alwin Lentz im Jahre 2004 die Tätigkeit des Magazinverwalters im Museum der Stadt. Sein Engagement sei jedoch weit über diese Aufgabe hinausgegangen, berichtete Bürgermeister Kosubek. Gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Adam habe er Ausstellungen ins bestmögliche Licht gerückt, habe die Exponate in liebevoller Handarbeit einer gelungenen Präsentation zugeführt. Und wenn es nötig war, habe er auch Vitrinen selbst gebaut. Die Schreinerwerkstatt leiste unbezahlbare Arbeit für das Museum im Andreasstift, attestierte Kosubek. Mit dem Neuaufbau der Mittelalterabteilung, den Lentz mit seinen Kollegen und dem Altertumsverein durchgeführt hat, hat er sich im Museum „verewigt“.
Tiefe Fußstapfen hinterlässt auch Ulrich Mieland. „Er war mit der Stadt Worms engstens verbunden“, unterstrich Bürgermeister Kosubek. Als Beamtenanwärter 1973 in den städtischen Dienst eingetreten, absolvierte Mieland eine beispielhafte Karriere in Worms. Bereits 1988 wurde er zum Leiter der Schulverwaltung ernannt. Schon damals sei Mieland durch seine moderne Führungskultur aufgefallen, blickte der Bürgermeister zurück. Eng verbunden ist der Name Ulrich Mieland mit dem Erfolg der Nibelungen-Festspiele. Als technischer Geschäftsführer habe er entscheidende Weichen für dieses Aushängeschild der Stadt gestellt, so Kosubek. Die Festspiele in ihrer heutigen Form seien nicht zuletzt Ulrich Mieland zu verdanken. Auch in der Zusammenarbeit mit Schauspielern und Intendanz habe er stets das nötige Einfühlungsvermögen bewiesen, betonte der Bürgermeister. Oberbürgermeister Michael Kissel bezeichnete Ulrich Mieland einst als „einen der „Pioniere der Nibelungen-Festspiele“.
2013 wurde Ulrich Mieland eine weitere herausfordernde Aufgabe zuteil: Er übernahm zusätzlich die Leitung des Bereiches 4.3 – Museen und nahm sich der Abwicklung der Zusammenlegung der Wormser Museen an. „Diese Aufgabe ist ihm hervorragend gelungen“, bescheinigte Kosubek als zuständiger Dezernent. Aufgrund der immer vielfältigeren Aufgaben in diesem Bereich wurde Ulrich Mieland 2014 schließlich von seiner „Zweitfunktion“ als technischer Geschäftsführer bei den Nibelungen-Festspielen abberufen; denn komplexe Projekte wie die Modernisierung des Andreasstifts verlangten Mielands volle Aufmerksamkeit. „Ulrich Mieland hat auch hier viele Entscheidungen mit Weitsicht getroffen“, lobte Kosubek. Er sei ein Mann, der sich wahrlich um die Stadt verdient gemacht habe. „Menschlich und fachlich kann ich sowohl Alwin Lentz als auch Ulrich Mieland nur die allergrößte Anerkennung zollen“, schloss sich auch Olaf Mückain, wissenschaftlicher Leiter des städtischen Museums und des Nibelungenmuseums, den Dankesworten an.