Mi., 23. November 2016, 12:05 Uhr
A 61 Lärmsituation Worms-Wiesoppenheim: Landesbetrieb Mobilität Worms hat Ergebnisse vorgestellt / Bürgerforderung nicht realisierbar
Messwerte liegen deutlich unterhalb der Grenzwerte
Der Bericht zu den Schallmessungen in Wiesoppenheim liegt vor. Der Landesbetrieb Mobilität hat die Ergebnisse vorgestellt. Aus dem Bericht geht hervor, dass die jetzt erhobenen Messwerte deutlich unterhalb der Grenzwerte liegen, welche bei Überschreitungen weitere Lärmschutzmaßnahmen begründen könnten. Weiter sind die Messwerte und die für den Bau zugrunde gelegten Berechnungswerten nahezu identisch. Damit wurde das gesetzlich vorgeschriebene Berechnungsverfahren bestätigt. Dieses war Grundlage für die Dimensionierung der Lärmschutzwand.
Eine von den Bürgern von Wiesoppenheim geforderte Verlängerung der Wand ist auf Basis der derzeitigen Rechtslage leider nicht möglich. Die Messergebnisse entsprechen den Berechnungen mit den zugrunde gelegten lärmmindernden Eigenschaften der Fahrbahn. Es gibt somit keinen Hinweis darauf, dass der Belag die geforderten Eigenschaften nicht erfüllt.
Der LBM Worms hat im Jahr 2014 die bautechnisch abgängige Lärmschutzwand der A 61 in Höhe der Ortschaft Wiesoppenheim neu gebaut. Die 655 Meter lange Lärmschutzwand wurde aufgrund der Ergebnisse einer schalltechnischen Untersuchung um 1,5 Meter auf 3,5 Meter erhöht. Die Fahrbahn der Fahrtrichtung Norden wurde zudem grunderneuert. Dabei wurde der vorhandene Splittmastixasphalt durch einen lärmgeminderten Gussasphalt ersetzt. Beide Fahrbahnbeläge haben einen Korrekturwert (DStrO) von -2 dB(A).
Nach Abschluss der Bauarbeiten und der Verkehrsfreigabe wurde von Seiten der Bürger an den LBM herangetragen, dass der Verkehrslärm trotz der Wanderhöhung deutlich zugenommen habe. Der LBM hat daraufhin Immissionsmessungen in Wiesoppenheim zugesagt. Der LBM ist hiermit den Bürgern sehr entgegengekommen, normalerweise werden keine Immissionsmessungen durchgeführt, die Lärmbelastung wird nach einschlägigem Regelwerk ausschließlich berechnet.
In Abstimmung mit dem Ortsvorsteher von Wiesoppenheim wurden sechs Messpunkte innerhalb der Ortslage von Wiesoppenheim sowie ein Freifeld-Messpunkt außerhalb der Ortslage im Nahbereich der A 61 ausgewählt. Der Ortsvorsteher sowie die betroffenen Bewohner haben die Messungen begleitet. Die Messungen haben an Werktagen zwischen dem 22. Juni und dem 9. September stattgefunden. Hintergrund dieser 3-monatigen Messdauer sind einzuhaltende meteorologische Grundvorrausetzungen und Terminfindungen. Weitere Infos unter: www.lbm.rlp.de