ANTRAG DER CDU-FRAKTION: Neustart für 2020 in die Wege leiten und online die Werbetrommel rühren
Mit 30.000 Euro Tourismus kurzfristig ankurbeln
Trotz schwierigen Corona-Zeiten soll mit kurzfristigen Marketing-Aktivitäten für einen Worms-Besuch geworben werden. Sehenswürdigkeiten wie der Dom zählen zu den Hotspots für Touristen. Foto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN | Für die schnellstmögliche Entwicklung eines Konzeptes, dass das touristische Angebot von Worms nebst lokalem Umland bewirbt, machte sich die CDU mit einem Antrag stark. In Zusammenarbeit von Tourist-Information, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung soll unter Einbindung von Rheinland-Pfalz und der Rheinhessen-Touristik mit Online-Schwerpunkt und in digitalen Medien der Neustart für 2020 für die durch den Corona-Virus arg gebeutelte Branche in die Wege geleitet werden. Durch die Pandemie sei der gesamte Tourismus weitgehend zum Erliegen gekommen. Ein Drittel der Arbeitsplätze seien gefährdet. Auch der Städtetourismus in Worms sei stark betroffen. Lokale Hoteliers und Gastronomen sowie alle in diesem Bereich Aktiven würden nach den Lockerungen wieder Hoffnung auf eine Belebung hegen, wie Hans-Peter Weiler (CDU) in seiner Begründung darlegte.
Kräfte für Luther und SchUM bündeln
Da die touristischen Angebote derzeit nur eingeschränkt erlebbar seien, plädierte Heidi Lammeyer (SPD) dafür, die Kräfte lieber für das bevorstehende Lutherjahr 2021 und in Sachen Marketing als SchUM-Stadt zu bündeln, statt sich zu verzetteln. Worms als Tagesausflugsziel zu propagieren sei okay, alles andere könne dazu führen, dass die Gäste enttäuscht würden und diese negativen Erlebnisse lange haften bleiben. An einen aufpolierten Online-Auftritt dürften zudem keine übertrieben Erwartungen geknüpft werden, so Lammeyer.
Anreize für Reise nach Worms schaffen
Ludger Sauerborn (AfD) bewerte die Argumente beider Vorredner als stimmig. Generell sprach er sich dafür aus, Urlaub in Deutschland zu fördern, weshalb der Antrag die Unterstützung seiner Partei finde. Auch Christian Engelke (Bündnis90/DieGrünen) lobte das Unterfangen der CDU, denn „Worms ist schön“. Welche Beschlüsse denn nötig seien, um die Sache anzugehen, wollte Engelke wissen. „Eigentlich keine“, gab Petra Graen als Dezernentin zur Antwort. „Nur, wenn Geld benötigt wird“, schränkte Graen, die als Tourismusbeauftragte darauf verweis, dass sich in Corona-Zeiten bereits eine „Task-Force“ mit der Problematik beschäftige. Neue und kurzfristige Alternativen für Veranstaltungen, die ausfallen aufzutun, laute deren Aufgabenstellung. „Und Anreize für eine Reise nach Worms zu schaffen“, ergänzte die Dezernentin.
www.worms-erleben.de startet am Montag
Ab Montag sei als Marketing-Instrument in eigener Sache die neue Homepage www.worms-erleben.de freigeschaltet. „Viele ausdrucksstarke Bilder und jede Menge Info“, wie Petra Graen erwähnte. Auch seien die Wormser Übernachtungsmöglichkeiten an ein weiteres Buchungsportal gekoppelt, fügte Graen an. Zudem sei in Zusammenarbeit mit der Hochschule Worms eine App für eine digitale Stadtführung in Arbeit, die im Lutherjahr an den Start geht. Um kurzfristig aktiv zu sein, würden rund 25.000 Euro benötigt, schätzt Graen. 30.000 Euro an Finanzmitteln seien durch eine Umschichtung vorhandenen, wie Dr. Klaus Karlin (CDU) anfügte. Der Wirtschaftszweig Tourismus habe in Worms vor Corona ein Wachstum erfahren. In diesem Bereich jetzt zu investieren lohne sich, so Karlin abschließend. Bei zwei Enthaltungen wurde dem Antrag die Zustimmung erteilt.