HEPPENHEIMER KERWE: Auch heftiger Regen trübte die Stimmung nicht
Mit Anekdoten und historischem Hintergrund
Jörg Ortstadt, Vorsitzender des Heimatvereins, (links) und Ortsvorsteher Alexandros Stefikos führen Kerwemädchen Xenia I. ins Amt ein. Foto: Julia Helwig
VON JULIA HELWIG | Trotz anhaltendem Regen während der offiziellen Eröffnung der Heppenheimer Kerwe ließen sich die Gäste die Stimmung am Samstagabend nicht verderben. Die Besucher machten es sich dann eben in den Zelten, die glücklicherweise auf dem Festplatz an der evangelischen Kirche aufgestellt waren, gemütlich. Uli Löwenstein führte durch das einstündige Programm. Die Kinder und Jugendlichen, die Tanzsterne der TSG Heppenheim, begeisterten das Publikum mit perfekt einstudierten Tänzen und tollen Choreographien. Kampftechniken zeigten die Abteilung Combat Sambo, ebenfalls der TSG angehörend. Auch der örtliche Sängerbund ließ es sich nehmen – obwohl es mittlerweile sehr heftig regnete – gleich zwei Lieder zum Besten zu geben. Gut gelaunt betrat Hans-Walter Martin als „Herold“ im passenden Gewand die Bühne. Er erklärte den Gästen den historischen Hintergrund der Hepprumer Kerb und dass dieses Fest immer am dritten Sonntag im achten Monat der Weihe der Kirche gefeiert werde.
Ortsvorsteher Alexandros Stefikos eröffnete die Kerwe
Ortvorsteher Alexandros Stefikos freute sich über das Engagement der Kerwegemeinschaft, des Heimatvereins und aller Helfer, denen es auch in diesem Jahr wieder gelungen sei, das dreitätige Fest auf die Beine zu stellen. „Die Hepprumer Kerb ist die schönste Kerb“, stellte er stolz fest und erhielt dafür natürlich ganz viel Beifall. Sichtlich gerührt berichtete der bisherige Kerweborsch Sven I. in einer kurzen Abschiedsrede über seine Amtszeit und brachte mit der einen oder anderen Anekdote die Besucher zum Lachen. Viele Majestäten aus nah und fern waren anwesend, um ihn gebührend zu verabschieden. Das Herrnheimer Kerwemädchen Agens I. und die ehemalige Horchheimer Majestät Saskia I. bedankten sich stellvertretend für ein tolles gemeinsames Jahr, bei dem „man so manches gemeinsam erlebt habe“.
Kerwemädchen Xenia I. wurde ins Amt eingeführt
Und dann war es endlich soweit – Alexandros Stefikos und Jörg Ortstadt, der Vorsitzende des Heimatvereins, führten das künftige Heppenheimer Kerwemädchen Xenia I. ins Amt ein und überreichten ihr die Insignien. Die Repräsentantin erhielt eine Schärpe, ein Diadem und ein großes Weinglas. Am Sonntag startete das Programm dann mit einem ökumenischen Festgottesdienst auf dem Kerweplatz. Im Anschluss luden Frühschoppen und Mittagessen zum gemütlichen Beisammensein ein, bevor sich am Nachmittag wieder der Festumzug durch die Straßen schlängelte. Auch am Montag wurde einiges geboten – der über die Region bekannte Wissegockel-Vierkampf lockte viele Besucher nach Heppenheim. Für musikalische Unterhaltung war selbstverständlich an allen Festtagen gesorgt.