Großer Freiwilligentag in der Metropolregion am 17. September / Für verschiedene Wormser Projekte noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht / Reinschnuppern ins Ehrenamt für einen Tag / Oberbürgermeister Michael Kissel lobt Engagement in Worms
Mit anpacken für einen guten Zweck
Oberbürgermeister Michael Kissel (3.v.re.) und die kommunale Ansprechpartnerin Elisabeth Gransche (2.v.li.) warben im Rathaus mit den Verantwortlichen der bisher gemeldeten Projekte für den Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar am 17. September.
Nunmehr zum fünften Mal ermuntert der Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar unter dem Motto „Wir schaffen was“ ehrenamtliche Helfer dazu, Gutes zu tun und dort zu helfen, wo Unterstützung gebraucht wird. Wer mit anpacken möchte für einen guten Zweck hat dazu am 17. September vielerlei Möglichkeiten. Schon jetzt sind auf der Internetseite des Freiwilligentages unter www.wir-schaffen-was.de über 240 Mitmach-Projekte in mehr als 40 Städten und Gemeinden links und rechts des Rheins gelistet. Dort sehen Interessierte auch, wie viele Helfer bei den jeweiligen Aktionen noch fehlen. Und bei Interesse können sie sich dort sofort anmelden. Wieder mit von der Partie ist auch Worms als viertgrößte Stadt in der Metropolregion Rhein-Neckar, „in der ein bemerkenswertes und identitätsstiftendes Zusammengehörigkeitsgefühl und Miteinander erwachsen ist“, wie Oberbürgermeister Michael Kissel bei der Vorstellung der Wormser Projekte im Rathaus hervorhob.
Schon in den Vorjahren sei die Beteiligung am Freiwilligentag in Worms stets sehr positiv gewesen, sowohl von Einzelpersonen als auch von Firmen. „Unsere Gesellschaft lebt von engagierten Menschen. Besonders das Bundesland Rheinland-Pfalz ist geprägt von einem starken ehrenamtlichen Einsatz. Er ist ein Grundbaustein unseres gesellschaftlichen Miteinanders. Beim Freiwilligentag kann jeder mitmachen, anpacken und helfen. Ich bin mir sicher, dass sich in unserer Stadt auch dieses Jahr wieder zahlreiche Bürger und Firmen an den verschiedenen Projekten beteiligen werden“, wirbt der Stadtchef für die Aktion.
Damit beim Freiwilligentag alle Herzenswünsche Wirklichkeit werden, braucht es viele helfende Hände, aber auch Sachspenden sind willkommen. Der Freiwilligentag ist eine Art Schnuppertag ins Ehrenamt. Durch den gemeinsamen Einsatz wird man jedoch nicht nur zum Wunsch-Erfüller oder Glücklich-Macher. Man erhält darüber hinaus die Chance, sich einen Tag lang im Ehrenamt auszuprobieren. „Interessierte können unverbindlich in einer Organisation helfen und dabei für sich herausfinden, ob ihnen eine solche ehrenamtliche Tätigkeit zusagt. Aber auch für alle, die sich nicht längerfristig engagieren möchten, bietet der Freiwilligentag eine gute Gelegenheit, sich gezielt an diesem Tag einzubringen und die Region mitzugestalten. Als Dankeschön erhalten alle Teilnehmenden ein blaues „Wir schaffen was!“-T-Shirt, das über den Tag hinaus an die Freude beim gemeinsamen Einsatz erinnert“, erklärt die kommunale Ansprechpartnerin Elisabeth Gransche.
Für fünf der acht Projekte in Worms werden am 17. September (ein Samstag) noch Unterstützer, Mitmacher und Wunsch-Erfüller gesucht
Im Naturschutzgebiet Sandgrube Monsheim schafft der NABU Lebensraum für seltene Arten. Ziel am Freiwilligentag ist ein Gehölzrückschnitt, der eine Beschattung und Verbuschung des Biotops verhindert. „Über die Mithilfe von Freiwilligen, die Spaß an Bewegung in freier Natur haben, würden wir uns sehr freuen“, wirbt Matthias Bösl vom NABU-Vorstand für das Projekt. Auf die freiwilligen Helfer wartet auch eine leckere Vesper.
Bei der AWOlino Kindertagesstätte soll eine Sandkastenabdeckung gebaut werden. Auch Materialspenden (Holzlatten und Folie) sind willkommen. Zum Kennenlernen und Mitmachen lädt das Repaircafé am Freiwilligentag ein. „Durch das gemeinsame Reparieren setzen engagierte Bürger ein Zeichen gegen eine sorglose Wegwerfgesellschaft und schonen obendrein wertvolle Ressourcen, weil Gebrauchsgüter länger nutzbar bleiben. Die wieder instandgesetzten Gegenstände erhalten eine neue Wertschätzung, statt auf dem Müll zu landen“, verdeutlicht Heiko Werner.
„Schaffe, schaffe, Häusle bauen..“ lautet die Devise beim Kleingärtnerverein Mondschein 1935 Worms e.V.: die Firma Röchling-Automotive unterstützt im Rahmen des Freiwilligentags mit ihren Auszubildenden den Kleingartenverein bei der Errichtung einer neuen Vereinshütte. Hierfür werden aber noch weitere ehrenamtliche Helfer gesucht.
Der Chortreff der Chorgemeinschaft Worms-Horchheim e.V. braucht dringend ein neues „Gesicht“ und soll aufgehübscht werden. Für die vorbereitenden Arbeiten wird noch tatkräftige Unterstützung gebraucht. Sachspenden für die anschließenden Ausbesserungs- und Streicharbeiten sind ebenso willkommen. Für das leibliche Wohl der engagierten Freiwilligen ist gesorgt.
Bei gleich drei Projekten engagiert sich das Unternehmen RENOLIT SE: Damit die Kinder des DRK-Waldkindergartens sich bald unbeschwert nach Lust und Laune austoben können, sollen im Rahmen des Freiwilligentages unter anderem die Grünanlagen gepflegt, eine neue Essenshütte aufgebaut, das Weidentipi ausgetauscht, die Schlafhütte gestrichen und der Bauwagen verschönert werden. Ehrenamtlich mitwirken werden RENOLIT SE-Mitarbeiter zudem am Freiwilligentag beim Verputzen einer Wand in der katholischen Kita St. Raphael und bei der Verschönerung des Gnadenhofs „High Chaparral“. Nähere Informationen zu den Wormser Projekten gibt es auf der Internetseite des Freiwilligentages (www.wir-schaffen-was.de). Anmeldeschluss für Projekte in der Metropolregion ist der 31. August 2016. Wer mithelfen und mitmachen möchte beim Freiwilligentag hat auch noch wenige Tage vor der Veranstaltung Gelegenheit, sich anzumelden.