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  • Mo., 17. Juni 2013, 08:59 Uhr

    Mit CANTIAMO um die Welt

    Dass in Worms eine große multikulturelle Vielfalt zu finden ist, ist, bewies auch CATIAMO, der moderne Chor der Chorgemeinschaft 2012 Worms-Horchheim bei der Kulturnacht am vergangenen Samstag.

    Unter der Leitung von „Kapitän“ Thoms Kulzer waren die Besucher in der proppenvollen Magnuskirche eingeladen, sich vom Kirchenschiff auf ein Kreuzfahrtschiff zu denken und an musikalischen Ausflügen in verschiedene Länder und Kontinente teilzunehmen.

    Die Gäste wurden mit einem Abendlied der Hopi-Indianer musikalisch eingestimmt. Aber wo waren die Sängerinnen und Sänger? Nach Stimmen aufgeteilt hatten sie sich in den Seitenchören aufgestellt und nach dem unisono gesungenen ersten Teil kamen nach und nach alle weiten Stimmen dazu. Ein mit begeistertem Applaus aufgenommener Effekt entstand daraus, dass sich der Chor zum Ende des Liedes singend zur Bühne begab.

    In perfektem Spanisch leitete Bärbel Steiger temperamentvoll zu dem argentinischen „Un poquito cantas“ über, ehe Gudrun Staab auf Englisch und deutsch das Spiritual „Hear m prayer“ ansagte – so wie übrigens alle „musikalischen Botschafter“ ihr Land und ihr Lied ganz oder teilweise in der jeweiligen Landessprache vorstellten. Charlotte Mastoraki leitete auch optisch zum Lied der Wolgaschlepper „E juch niem“ über. Nachdem die schwere Arbeit getan war, fand der Chor Zeit für die italienischen Momente im Leben. Günther Müller reihte sich nach seiner Ansage liebenswürdig-Italienisch in die Reihe der strohutbehüteten Bässe ein, um mir ihnen aus vollem Herzen O sole mio zu schmettern, während die Sängerinnen im Hintergrund das weltbekannte Lied mit süßen Uhuhuhus untermalten. Nicht nur der Chor hatte Spass, ,auch das Publikum ging begeistert mit.

    Dass die in Italien viel besungen Liebe auch ihre melancholischen Seiten hat, konnte man bei dem Chanson La Maladie d´amour erspüren. Pilly Nègrel, mit Rotwein in der Hand und dem charmanten französichen Akzent ihrer Muttersprache, kündigte das Lied von Michel Sardou an, bei dem Corina Weinriefer als Solistin für Gänsehautfeeling sorgte.

    Danach ging es wieder fetzig zur Sache. Gekleidet in die wunderbaren Farben und fantastischen Muster Afrikas erzählte Stella Dagadu-Strenge über die Entstehung der afrikanischen Songs Siyahamba/ Gabi Gabi und ging – nein: tanzte – auf ihren Platz im Chor zurück. Mit Hinweisen auf Zustände in unserem „wunderbaren“ Heimatland leitete Edgar Martin zu dem Hit über, mit dem die Prinzen bei uns bekannt wurden: „Alles nur geklaut“. „Cowgirl“ Ulrike Hammond kündigte das Ende der musikalischen Weltreise an und lud das Publikum ein, beim Schlusslied „What a wonderful world“ mitzusummen. Trotz vielfältiger Angebote der Kulturnacht bestand das Publikum auf eine Zugabe, ehe es im „Heimathafen“ Worms weiter auf Entdeckungsreise durch die sommerliche Kulturnacht ging.

     

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