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  • Mi., 18. November 2015, 20:12 Uhr
    Verbraucherschutzminister Prof. Dr. Gerhard Robbers besuchte die Volkshochschule und nahm an Internetkurs für Senioren teil / Medienkompetenz älterer Menschen stärken

    Mit dem Minister vis-a-vis im Wormser Silver-Surfer-Kurs

    Im Kreise der Senioren verfolgte der Minister aufmerksam die Erläuterungen von Dozent Hans-Ludwig Feck, der an diesem Dienstagnachmittag die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer über die im Internet lauernden und mit Online-Diensten verbundenen Gefahren aufklärte.


    Etwas überrascht waren die älteren Damen und Herren schon, als zu Beginn ihres Kurses plötzlich die Tür aufging und der rheinland-pfälzische Verbraucherschutzminister Prof. Dr. Gerhard Robbers in Begleitung weiterer Personen und eines Fernsehteams im Raum stand. Doch das Eis war schnell geschmolzen, nachdem der hohe Gast freundlich in die Runde lächelte und höflich fragte, ob er ein halbes Stündchen in den Kurs „Sicher online im Alter“ hineinschnuppern dürfe. Feck gehört selbst der Altersgruppe der Silver-Surfer an und war beruflich viele Jahre in der IT-Branche tätig. Er weiß also bestens, über was er redet und versteht es, komplexe Zusammenhänge leicht verständlich zu erklären und die Medienkompetenz der älteren Mitmenschen umfassend zu erweitern. „Genau solch eine Qualität dieser vhs-Kurse ist uns wichtig, um die ältere Generation zu erreichen“, lobte der Verbraucherschutzminister.

    „Die Digitalisierung unserer Gesellschaft schreitet immer weiter voran. Sie macht auch vor älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht halt. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet hier gemeinsam mit der Volkshochschule Worms einen wichtigen Baustein zum Verbraucherschutz“, so Robbers. Seniorinnen und Senioren wollen sich fit machen, um das Internet sicher zu nutzen, sei es am heimischen PC oder mobil per Smartphone und Tablet. Damit sich die Generation 60+ sicher und „smart“ im Internet bewegen kann, haben die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) ein spezielles Kurskonzept entwickelt. Umgesetzt werden die Kurse für die ältere Generation von den rheinland-pfälzischen Volkshochschulen. Die Zusammenarbeit zwischen Verbraucherschutzministerium, Verbraucherzentrale, den Volkshochschulen und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation im „Silver-Surfer-Projekt“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie Weiterbildung und Verbraucherschutz in Rheinland-Pfalz zusammenwirken. „Das Angebot im Internet ist breit und nicht immer zu durchschauen. Sich hier zurechtzufinden, nicht auf Abzockfallen hereinzufallen und zu wissen, wie man sich schützt und sicher in den neuen Medien bewegt, ist vor dem Hintergrund einer zunehmenden Cyber-Kriminalität ein überaus wichtiges Anliegen“, betonte Verbraucherschutzminister Robbers. „Die Volkshochschulen leisten hier einen bedeutenden Beitrag, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Kursen Nutzungsmöglichkeiten im Bezug zu ihrer Lebenswelt kennen lernen und Hinweise zur Beurteilung von Internetseiten erhalten.“

    Agnes Denschlag, Leiterin der Wormser Volkshochschule, die an diesem Tag auch zugleich den Vorstand der rheinland-pfälzischen Volkshochschulen als Vorstandsmitglied und den Arbeitskreis der großen Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz als deren Vorsitzende repräsentierte, bestätigte die Nachfrage nach solchen Kursangeboten. „Neben einer technisch stets aktualisierten Ausstattung des EDV-Lernumfelds bietet die Volkshochschule Worms gezielt Kursangebote für Personen an, die nicht mit Computern aufgewachsen sind und Hintergrundwissen zur Nutzung von Computern und mobilen Endgeräten erwerben wollen. Das Interesse an Weiterbildungsangeboten zur Datensicherheit ist seit mehreren Semestern erfreulich hoch. Das Projekt „Silver Surfer – Sicher online im Alter“ ist ein wichtiger Beitrag der rheinland-pfälzischen Volkshochschulen zur digitalen Teilhabe der älteren Generation. Die rasanten und stetigen Veränderungen in der digitalen Welt erfordern lebenslanges Lernen. Nur entsprechende Lernangebote für die Generation 60plus können einer digitalen Benachteiligung entgegen wirken und die gesellschaftliche Teilhabe dieser Generation künftig sicherstellen“, verdeutlichte die Wormser vhs-Leiterin. Das Lernbuch „Silver Surfer–Sicher online im Alter“, auf dem das Kurskonzept basiert, wird laufend aktualisiert und liegt schon in der dritten Auflage vor. Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: „Dem Engagement der Beteiligten im Silver-Surfer-Netzwerk ist es zu verdanken, dass seit dem Start landesweit bereits ca. 3.500 Seniorinnen und Senioren in Kursen, Fortbildungen, Workshops und Tagungen gelernt haben, sich sicher und selbstbewusst im Internet zu bewegen.“

    Die teilnehmenden Seniorinnen und Senioren lernen, welche Besonderheiten mit der mobilen Nutzung des Internets einhergehen und wie man sich in der Welt der ´smarten Technologien´ zurechtfinden kann. Ein Themenschwerpunkt liegt auf dem Datenschutz, denn gerade in diesem sensiblen Bereich lauern bei der Nutzung mobiler Endgeräte häufig Gefahren. Kursteilnehmende erhalten Tipps zur Sicherung ihrer Geräte und zum sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten. Ein weiterer Schwerpunkt ist den neuen Bezahlmethoden, dem sogenannten Mobile Payment, gewidmet. Zugleich wagt das neue Kursprogramm einen Blick in die Zukunft des Internets, die vor allem von vernetzten Geräten geprägt sein wird. Die betrifft neben Geräten wie beispielsweise Kühlschränken auch Autos oder Fitness-Sensoren, die bislang nicht mit dem Internet verbunden sind. Je mehr Vernetzung stattfindet, desto größer werden jedoch auch die Möglichkeiten für Überwachung und den Missbrauch von Daten (Identitätsdiebstahl).

    „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sollten sich unsere älteren und älter werdenden Mitbürgerinnen und Mitbürger dem digitalen Zeitalter nicht verschließen, sondern die damit verbundenen Chancen und Möglichkeiten in Erwägung ziehen, ob im Bereich des Gesundheitswesens, der häuslichen Versorgung, in der Pflege sozialer Kontakte oder bei der Inanspruchnahme von Online-Dienstleistungen. Ich bin den Dozentinnen und Dozenten dankbar, die ihr großes Fachwissen nebenberuflich und zum Teil noch als Ruheständler mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen an die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt in der Volkshochschule weitergeben“, so Oberbürgermeister Michael Kissel.

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