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Mit den neuen Direktzügen Angebotslücke geschlossen

Ab dem 9. Dezember: Mit dem SÜWEX künftig umsteigefrei von Ludwigshafen, Frankenthal und Worms über Mainz nach Frankfurt

Auf welcher S-Bahn-Strecke liegt die Priorität? Nach Frankfurt oder nach Mainz und Mannheim?

Ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 bieten der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) und der hessische Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) umsteigefreie Verbindungen von Ludwighafen, Frankenthal und Worms nach Frankfurt/M an.

Angeboten werden insgesamt bis zu 22 neue umsteigefreie Zugfahrten (zwölf in Richtung Frankfurt/M sowie montags bis freitags zehn, am Wochenende und an Feiertagen je sieben von Frankfurt nach Worms und weiter nach Ludwigshafen und Mannheim) im Rahmen des SÜWEX – Netzes. Die komfortablen Regional-Expresszüge der DB Regio AG benötigen für die Fahrt von Ludwigshafen nach Frankfurt/M in der Regel rund 80 Minuten und sind damit, trotz des Umwegs, ebenso schnell wie die stündliche Umsteigeverbindung über Mannheim und die Riedbahn.

Zwischen Mainz Hauptbahnhof, Hochheim, Frankfurt-Höchst und Frankfurt Hauptbahnhof fahren die Züge durchgängig im Stundentakt. In Richtung Frankfurt gibt es dann fast durchgängig jede Stunde eine umsteigefreie Verbindung Ludwigshafen – Worms – Frankfurt über Mainz und Frankfurt/Höchst, in der Gegenrichtung kann diese umsteigefreie Verbindung mit den Zügen der Linie RE 14 alle zwei Stunden realisiert werden.

Aus Sicht des ZSPNV Süd und des RMV bedeuten die neuen Zugangebote eine wesentlich bessere Verknüpfung mit den Arbeitsplätzen in der Finanzmetropole Frankfurt. Damit gibt es erstmals eine nordmainische Direktverbindung zwischen Mainz und Frankfurt. Fahrgäste aus Mainz können so ohne Umstieg nach Frankfurt-Höchst fahren.

„Mit den neuen Direktzügen von und nach Frankfurt/M schließen wir eine Angebotslücke. Pendler vor allem aus Frankenthal und Worms bekommen umsteigefreie Anbindungen, die den Vergleich mit den Fahrzeiten im Auto nicht scheuen müssen. Zwischen Mainz und Frankfurt/M stellen die neuen Züge eine wichtige Ergänzung dar und erhöhen insgesamt die Attraktivität des ÖPNV-Systems“, erklärt Michael Heilmann, Verbandsdirektor des ZSPNV Süd.

Mit der Verlängerung der Linien RE 4 und 14 kann auch aus Germersheim, Speyer und Schifferstadt zumindest in Richtung Frankfurt/M umsteigefrei gefahren werden. In der Gegenrichtung ist dies bis auf weiteres aus betrieblichen Gründen nicht möglich, hier muss weiterhin in Mainz oder Mannheim umgestiegen werden.

Die Züge erhalten aktuell sukzessive und auf Basis erheblicher finanzielle Zuschüsse unter anderem des ZSPNV Süd und des RMV, über ein für die Kunden kostenfreies WLAN und sind somit auch in diesem Punkt dem rechtsrheinisch fahrenden Main-Neckar-Ried-Express ebenbürtig.

Für die Direktverbindungen von Ludwigshafen, Frankenthal und Worms nach Frankfurt gilt der DB-Tarif im Regionalverkehr. Zeitkarten des RMV/VRN-Übergangstarifs zwischen Worms und dem Rhein-Main-Gebiet gelten ausschließlich für die Umsteigeverbindungen über Biblis und Bensheim.

Neue Zugverbindungen auch zwischen Mannheim, Ludwigshafen und Mainz

Im Rahmen dieser Erweiterung des SÜWEX-Netzes hat der ZSPNV Süd einen weiteren neuen Regional-Express am Abend von Mainz nach Mannheim bestellt. Der Zug verlässt Frankfurt um 20:38 Uhr, fährt in Mainz um 21:17 Uhr ab und erreicht nach gegenüber den normalen SÜWEX-Angeboten zusätzlichen Halten zwischen Mainz und Worms sowie in Frankenthal und Ludwigshafen Mitte den Mannheimer Hauptbahnhof um 22:21 Uhr. Damit werden in Mannheim auch zum Fernverkehr Anschlüsse in alle Richtungen erreicht. Gleichzeitig wird das S-Bahn – Angebot nördlich von Worms auf einen täglichen Halbstundentakt ausgeweitet.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

3 Kommentare für "Mit den neuen Direktzügen Angebotslücke geschlossen"

  1. Dieckmann Florian sagt:

    Soweit, so gut. Die schnellste Verbindung nach Frankfurt ist nach wie vor die via Biblis. Wenig bekannt ist, dass diese Strecke jedoch durch überregionale Verkehre so überlastet zu sein scheint, dass mehr als der Umweg über Mainz zur Zeit wohl nicht drin ist. Das ändert sich erst mit dem Ausbau der Riedtrasse.

  2. A. Horn sagt:

    Wie schade. Die Interessensverbände und vor allem die Lokalpolitik hat sich ein Mittelklasseprodukt andrehen lassen und verkauft dies nun als besondere Leistung an die Verbraucher und Wähler. Wer eine Zugverbindung von Worms nach Frankfurt über Mainz OHNE Halt am Flughafen als Erfolg feiert, der spielt in einer zu kleinen Liga und sollte es qualifizierteren überlassen

  3. Florian Dieckmann sagt:

    Sehr richtig, Herr Horn! Für Berufstätige, Unternehmen und die Politik zur Ansiedlung von Unternehmen wäre die Anbindung an den Flughafen ein sehr wichtiger, wenn nicht der entscheidende Schlüssel. Zudem: Wer die Pendlerströme strategisch nutzen will, um Worms und den Wonnegau zu entwickeln, muss an schnellen und direkten Verbindungen interessiert sein. Das Kainsmal ist und bleibt der Wegfall der IC Verbindung nach Frankfurt. Die Weichen auf Bundesebene bleiben hier zum Nachteil von Worms gestellt.

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