Mo., 26. Oktober 2026, 16:42 Uhr
RHEINLAND-PFALZ: Die SchulKinoWoche startet am 19. November
Mit Filmen lernen

Grafik: NK
Filme verbinden, bilden und fordern zum Nachdenken auf. Das können Schulklassen aller Altersstufen ab Donnerstag, dem 19. November, erleben, wenn landesweit 40 Kinos im Rahmen der SchulKinoWoche ihre Türen öffnen und ein breit gefächertes Programm mit Filmen für junge Leute zeigen. Unter dem Motto „Filme verbinden: Gemeinsam erinnern, Demokratie leben, Visionen gestalten“ bietet die diesjährige SchulKinoWoche aktuelle Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme, Sonderreihen zu gesellschaftlich relevanten Themen und zahlreiche filmpädagogische Angebote wie Fortbildungen für Lehrkräfte und Kinoseminare für Schulklassen. Damit bietet das Projekt sowohl einen Beitrag zur Medienbildung, zur kulturellen und auch zur demokratischen Bildung.
Veranstaltungsprogramm online
Organisiert wird die SchulKinoWoche Rheinland-Pfalz vom Filmbüro im Pädagogischen Landesinstitut. Das aktuelle Programm für Worms sowie alle Veranstaltungen des Rahmenprogramms sind auf den Seiten des Pädagogischen Landesinstituts online unter
www.schulkinowoche.bildung-rp.de/schulkinowoche
In vielen Kinos des Landes sind Filme aus Sonderreihen zu sehen. „Neve paramisija – Neue Erzählungen“ vermittelt Wissen über den NS-Völkermord an den Sinti und Roma sowie Antiziganismus in der Gegenwart und schafft ein Bewusstsein für Diskriminierung und den Wert von Vielfalt in einer Demokratie. Die Reihe „17 Ziele – Kino für eine bessere Welt“ rückt Aspekte der UN-Agenda 2030 wie Frieden, Demokratie, Armutsbekämpfung und Klimaschutz in den Fokus. Das Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“ stellt Filme zu Gesundheit und Forschung vor, und die bpb-Sonderreihe „250 Jahre Freiheit für alle? Filmische Perspektiven auf die USA“ bietet Anlass, demokratische Ideale und gesellschaftliche Realität zu hinterfragen.
Medienkompetenzförderung
Film als Unterrichtsgegenstand und Methode kann die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern stärken: Sie lernen Bild- und Filmsprache zu entschlüsseln, Inszenierungsformen zu erkennen, Medienwirkungen zu hinterfragen und sicher mit digitalen Medien umzugehen, erhalten Anregungen für eigene Foto- und Videoprojekte und Impulse für die Auseinandersetzung mit Themen wie z.B. Demokratie, Vielfalt, Erinnerung und Verantwortung.
Filmbildung konkret
Es werden Online-Fortbildungen u.a. zu Fake News, Dokumentarfilm im Unterricht oder Themen wie Vorurteile und Antisemitismus angeboten. Zu allen Filmen des Programms stehen pädagogische Begleitmaterialien zur Verfügung. Außerdem können Lehrkräfte den Kinobesuch an den MedienkomP@ss anbinden und die erworbenen medialen Kompetenzen unmittelbar auch dokumentieren. Dieser bietet Anknüpfungspunkte in den Bereichen „Analysieren und Reflektieren“ sowie „Produzieren und Präsentieren“. Praktische Unterstützung bietet der neue MedienkomP@ss-Chatbot, der Vorschläge für Unterrichtseinheiten zu den Kompetenzbereichen erstellt und an die heterogenen Bedürfnisse der individuellen Lehrkräfte anpasst.
Ein Format für Schülerinnen und Schüler sind die Filmgespräche. Hier besprechen Experten und Filmpädagogen den Film nach der Sichtung mit den Schulklassen. Einen Überblick aller Veranstaltungen bietet die Projekthomepage.
Die Arkaden Lichtspiele in Worms zeigen:
• Tafiti – Ab durch die Wüste, für 1.–4. Klasse
• Kommissar Gordon & Buffy, für 1.–3. Klasse
• Pumuckl und das große Missverständnis, für 1.–4. Klasse
• Mission Mäusejagd, ab 2. Klasse
• Das fliegende Klassenzimmer (2023), ab 3. Klasse
• Sieger sein, ab 4. Klasse
• FUTURE COUNCIL – Komm an Bord, ab 6. Klasse
• Almanya – Willkommen in Deutschland, ab 6. Klasse
• Je suis Karl, ab 9. Klasse
• Schindlers Liste, ab 9. Klasse
• The Cowboy, ab 9. Klasse
• Wunschfilm