Christina Heimlich ist neue Vorsitzende des Wormser Seniorenbeirats / Klausurtagung soll Arbeit des Gremiums intensivieren
Mit großer Mehrheit gewählt
Hans-Walter Martin, Dieter Horst (hinten, von links), Margarete Gräff-Bens, OB Michael Kissel, Christina Heimlich und Gernot Lahr (vorne, von links).
Christina Heimlich ist die neue Vorsitzende des Seniorenbeirats. In seiner konstituierenden Sitzung wählte der neue Beirat das langjährige Stadtratsmitglied mit großer Mehrheit in das Amt. Ihre Stellvertreter sind Gernot Lahr, Dieter Horst und Margarete Gräff-Bens, Schriftführer ist Hans-Walter Martin.
Zu Beginn der Sitzung hatte Oberbürgermeister Michael Kissel den Mitgliedern nochmals zu ihrer Wahl gratuliert und auf die allgemeine Situation in Worms hingewiesen. „Die Stadt steht vor einer großen Herausforderung, unabhängig von der finanziellen Situation“, erklärte der Stadtchef. Worms sei in einer interessanten „Gelenkfunktion“ zwischen den beiden Metropolregionen Rhein-Neckar und Rhein-Main. Die Stadt sei diesbezüglich bereits gut aufgestellt, doch infrastrukturell gebe es nach wie vor einiges zu tun.
Stadt im demographischen Wandel
Als weitere große Herausforderung für Worms sieht der Oberbürgermeister den demografischen Wandel. „Der immer höher werdende Anteil älterer Menschen ist eine großartige Chance für unsere Stadt“, betonte er. Senioren seien heute gesünder und fitter denn je, die medizinische Versorgung sei hervorragend. „Fakten, die uns von großem Nutzen sein können“, so der OB. Denn: „Ältere Menschen bringen einen enormen Erfahrungsschatz mit, der für die Gesamtgesellschaft von unschätzbarem Wert sein kann“, betonte er. Gleichzeitig erinnerte er die neuen Beiratsmitglieder daran, dass sich nicht jeder ihrer Vorschläge realisieren lasse. „Allerdings haben wir bereits aus unserem vorherigen Seniorenbeirat immer wieder wichtige Impulse erhalten“, unterstrich er. Deshalb hoffe er auch mit den neuen Mitgliedern auf eine konstruktive Zusammenarbeit. „Wichtig ist vor allem, miteinander den Dialog zu suchen und zu pflegen“, so der Stadtchef. Bevor er die Mitglieder einzeln per Handschlag verpflichtete, informierte er über ihre Rechte und Pflichten im Seniorenbeirat.
Busfahrt zu seniorenrelevanten Einrichtungen versprochen
Um sich besser kennenzulernen und Themen noch intensiver bearbeiten zu können, schlug Christina Heimlich als neu gewählte Vorsitzende dem Gremium eine jährliche Klausurtagung des Seniorenbeirats vor. OB Kissel sicherte den Mitgliedern hierfür seine Unterstützung zu und äußerte zugleich die Idee, mit dem Seniorenbeirat eine Busfahrt zu seniorenrelevanten Einrichtungen in Worms zu organisieren, was im Gremium auf große Zustimmung stieß. „Auf diesem Wege können Sie alle bestehenden Einrichtungen vor Ort kennenlernen und sich darüber informieren, dass es in Worms ein dichtes Netz an Einrichtungen und Angeboten für Senioren gibt“, machte der Stadtchef deutlich.