
Von Vera Beiersdörfer | Er ist schon optisch ein Phänomen: Der Schlagerbarde Dieter Thomas Kuhn mit seinem zur Schau gestellten Brusthaar und den eloquenten Anzügen. Doch auch musikalisch kann der Mann mit einem ganzen Koffer voll gecoverten deutschen Schlager-Hits überzeugen.
Bereits 2014 sorgte er in Worms für einen ausverkauften Mozartsaal; nun wollen Kuhn und seine Band es noch einmal wissen: Am Freitag, dem 22. April, hält die knallbunte Schlagerparade erneut Einzug im WORMSER. Mit im Gepäck hat die singende Föhnwelle ein unvergleichliches Schlager-Programm sowie eine mitreißende Show!
Karten für das Konzert im Rahmen der „Im Auftrag der Liebe“-Tour sind für 33,90 Euro im Vorverkauf beim Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, 67547 Worms, sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen von Ticket-Regional erhältlich. Der NK hat im Vorfeld seines zweiten Gastspiels in der Nibelungenstadt mit Dieter Thomas Kuhn gesprochen.
NK: Wie kamen Sie zur Musik?
DTK: Ursprünglich durch meinen älteren Bruder und meine Schwester. Mit ihnen hörte ich Pink Floyd und Led Zeppelin. Mit meinen Jungs habe ich zunächst auch Rocksongs gecovert.
NK: Und woher kommt dann Ihre Faszination für Schlager?
DTK: Der Gastwirt unserer Lieblingskneipe hat einen italienischen Abend veranstaltet und selbst Italo-Hits von Adriano Celentano usw. gesungen – wir fungierten dabei als seine Begleitband. Nach zwei Auftritten trennten sich unsere Wege jedoch wieder und ich übernahm das Mikrofon. Wir haben dann angefangen, auch deutsche Schlager in einer etwas schnelleren und schrägeren Art und Weise zu covern und hatten direkt Riesenspaß. Aber eine Verarsche ist das beileibe nicht! Wir spielen Schlager, weil uns genau das Freude bereitet.
NK: Und die Kostümauswahl war von Anfang auffällig, verrückt und knallig?
DTK: Na klar, die Optik war gewollt und gehört zum Gesamtpaket. Wir wollen gute Laune verbreiten und da sind die schrillen Outfits unbedingt ein Teil von.
NK: Was denken Sie, wieso das Publikum so dermaßen auf die Schlager der 70er abfährt?
DTK: Ich denke, eine zeitlang war der Schlager sogar fast vergessen. Dann kam das wilde Schlager-Revival in den späten 90er Jahren, da gab es an allen Ecken und Enden ausgelassene Schlagerpartys. Heute gibt es dafür Helene Fischer, mit der ich aber absolut nichts gemeinsam habe. Sie treibt den Schlager auf eine ganz andere Art und Weise auf die Spitze.
NK: Warum kommen so viele Menschen immer und immer wieder gern auf Ihre Konzerte?
DTK: Unsere Fans sind Menschen, die gern Party machen. Nach einem Coldplay-Konzert geht man andächtig nach Hause, bei uns glücklich,weil man einen richtig geilen Abend hatte und mal aus dem Alltag ausbrechen konnte.
NK: Man sagt, Sie seien ein absolut heimatverbundener Mensch?
DTK: Das stimmt auch. Ich bin nie aus meiner Geburtsstadt Tübingen weggezogen. Ich finde es schön da und da bleibe ich. Wahrscheinlich muss man mich eines Tages in der Waagerechten aus der Stadt tragen.
NK: Sie waren bereits einmal in Worms, was haben Sie von Ihrem Gig in der Nibelungenstadt in Erinnerung behalten?
DTK: Ich erinnere mich an eine gelungene Premiere in Worms. Es hat echt Spaß gemacht und es war auch wirklich eine tolle Location und ein fröhliches Publikum. Schön, nach knapp anderthalb Jahren wieder dort zu sein!
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