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  • Fr., 16. Juni 2017, 12:04 Uhr
    Neubürger-Bustour führte die Teilnehmer „hinter die Kulissen“ verschiedener Einrichtungen

    Mit Michael Kissel die „neue Stadt“ erkundet

    Einen Blick hinter die Kulissen verschiedener Einrichtungen ermöglichte OB Michael Kissel (stehend) den Wormser Neubürgern bei einer Bustour.

    Wer seinen Wohnort in eine andere Stadt verlegt, ist anfangs noch fremd und braucht eine Zeit lang, um sich in seiner neuen Umgebung zurechtzufinden und zu orientieren. Dies gilt auch für all jene Menschen, die sich für die Stadt Worms entschieden haben. „Unsere vielen Sehenswürdigkeiten werden Sie gewiss noch selbst erkunden. Heute möchte ich Ihnen einen Blick hinter die Kulissen verschiedener Einrichtungen ermöglichen, die ansonsten nicht alltäglich für die Öffentlichkeit geöffnet sind“, begrüßte Oberbürgermeister Michael Kissel 58 Neubürgerinnen und Neubürger am vergangenen Freitagnachmittag um 15 Uhr vor dem Wormser Rathaus und hieß sie als neue Wormserinnen und Wormser herzlich willkommen.


    „Entgegen dem allgemeinen Trend wächst unsere Stadt Jahr für Jahr und dies ist auch gut so, da wir in Deutschland vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auf Zuwanderung angewiesen sind“, verdeutlichte der OB seiner Reisegruppe mit deutschen und ausländischen Wurzeln. „Unserer Stadt ging es immer dann am besten, wenn Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe und Religion friedlich miteinander zusammenlebten“, hob Michael Kissel hervor. Nachdem alle im Bus ihren Platz eingenommen hatten, ging es vom Neumarkt zur ersten Station der rund vierstündigen Tour durch Worms: dem Besuch der Wormser Hauptfeuerwache an der Kyffhäuserstraße. Dort wartete bereits der stellvertretende Stadtfeuerwehrinspekteur Michael Hetzel mit seinen Feuerwehrleuten auf die Ankunft der Besuchergruppe. Die Verantwortlichen hatten sich viel Mühe gegeben, um den Neubürgern etwas Besonderes zu bieten. Neben Erklärungen zu Fahrzeugen und Aufgaben der Wormser Feuerwehr durften sich die Gäste zunächst mit Kaltgetränken und frischem Obst stärken, bevor sie zur Mutprobe herausgefordert wurden. „Wer hat Lust, mit der Feuerwehrleiter nach oben zu fahren und über die Dächer von Worms zu schauen?“, fragte Michael Hetzel in die Runde und blickte auf einige Mutige und in die Höhe gegangene Hände.


    „Das bekommt man auch nicht alle Tage geboten“, schwärmte ein Neubürger nach seiner Ankunft am Boden. Nachdem die Feuerwehrleiter im Hof mehrmals nach oben ausgefahren war und wieder sicher am Boden stoppte, verabschiedete sich die Neubürgerrunde mit einem kräftigen Applaus. Weniger mit Löschwasser, aber dafür mit der Güte des Rheinwassers zu tun hat es die von den drei Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen gemeinsam betriebene Rheingütestation unterhalb der beiden Rheinbrücken, in der das Gewässer über drei vorgelagerte Messstationen Tag und Nacht überwacht wird. Wie wichtig diese Einrichtung für die Umwelt und Wasserwirtschaft, aber auch als außerschulischer Lernort für die heranwachsende Generation ist, verdeutlichte deren Chef Dr. Peter Diehl den Bustour-Teilnehmern, die auch Gelegenheit bekamen, die Rheingütestation zu erforschen. Mit Blick auf die Uhr ging es auf direktem Wege zum Tierheim im Wormser Wäldchen, in dem treue Vierbeiner, Schmusetiger auf vier Samtpfoten sowie Kleintiere und Vögel sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen und ein liebevolles neues Zuhause warten. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Christiane Gumpert, der Vorsitzenden des Tierschutzvereins Worms Stadt und Land e. V., kamen Mensch und Tier bei der Zwinger-Stippvisite in Kontakt und so mancher treuer Hundeblick verleitete den ein und anderen aus der Besuchergruppe, sich über eine ehrenamtliche Tätigkeit im Tierheim oder eine Mitgliedschaft im Tierschutzverein zu informieren.


    Zu guter Letzt ging es vom Tierheim über die Brücke zum nur wenige Meter entfernten Tiergarten, wo Beigeordneter Uwe Franz als zuständiger Dezernent über die regional beliebte Naherholungseinrichtung informierte,  die jährlich über 250.000 Besucherinnen und Besucher in ihren Bann zieht. Nach einigen Blicken hinter die Kulissen erlebten die Neubürger als besondere Attraktion die Wolfsfütterung hautnah mit und konnten sich vor der Rückfahrt noch bei einem kleinen Imbiss und Kaltgetränken miteinander austauschen und im Gespräch auch gerne näher kennenlernen. Mit einem Dankeschön an Oberbürgermeister Michael Kissel für die Bustour und die persönliche Begegnung endete das Programm an diesem Freitagabend. Organisiert wurde die Tour von der städtischen Pressestelle, die auch eine kleine Broschüre mit Erklärungen zu den einzelnen Stationen erstellt hatte. Eine Bildergalerie zur Veranstaltung veröffentlicht die Stadt in den nächsten Tagen auf ihrer Homepage unter www.worms.de.

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