
Die Hochschule Worms bringt frischen Wind in die Mobilität der Weinanbauregionen! Im Fachbereich Touristik/Verkehrswesen startet Prof. Dr. Knut Scherhag, Experte für Markenbildung, Destinationsmanagement und Markforschung im Tourismussektor, mit seiner Schwerpunktprofessur ein Projekt, das die Mobilität in Rheinland-Pfalz nachhaltig verändern soll.
In einer Region, die stolze 70 Prozent des deutschen Weines hervorbringt und von idyllischen, ländlichen Landschaften geprägt ist, steht die klimafreundliche Anreise ganz oben auf der Agenda. Aktuelle Untersuchungen mit Fokus auf den Schwarzwald als Urlaubsregion belegen: Die klassische Anreise per eigenem Kfz. trägt rund 50 Prozent zur CO₂-Belastung bei – mit klimaneutralen Konzepten könnte dieser Anteil auf unter fünf Prozent sinken. Genau hier setzt das Projekt an: Es werden nachhaltige Kriterien und zukunftsweisende Konzepte entwickelt, um sowohl die Anreise als auch die Mobilität vor Ort ökologisch und flexibel zu gestalten.
Ein besonderes iTüpfelchen des Projekts: Gäste der Weinanbauregionen unternehmen oft Rundtouren, um Winzer, Museen, kulinarische Highlights und kulturelle Veranstaltungen zu entdecken – und das trotz eingeschränkter Mobilitätsoptionen. Mit cleveren Lösungen wie Leihrädern, bedarfsgesteuerten Verkehrslinien und klassischem ÖPNV entsteht ein Mobilitätsnetz, das Tradition, Nachhaltigkeit und modernsten Forschungstransfer miteinander vereint.
„Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in praxistaugliche und nachhaltige Mobilitätslösungen zu übersetzen – für einen entspannten, klimaneutralen Aufenthalt in den schönsten Weinanbauregionen Deutschlands“, so Professor Scherhag.
Gefördert wird diese zukunftsweisende Schwerpunktprofessur vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie dem Land Rheinland-Pfalz im Rahmen des „FH-Personal“-Projekts „Prof.In Worms“.