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09.13 Uhr | 18. September 2019

Mit „Standing Ovations“

MUSIK: Tosender Applaus bei Meet’n’Sing-Konzert in der Bergkirche Hochheim

„In Motion": „JazzAffair" zeigte passend zum Gesang gesten- und bewegungsreiche Choreografien.

„In Motion“: „JazzAffair“ zeigte passend zum Gesang gesten- und bewegungsreiche Choreografien.

Fast alle Hände des Publikums gingen nach oben, als Dr. Frank Schneider, Vorsitzender des GV „Liedertafel“ 1868 Worms-Pfiffligheim am Ende des „Meet’n’Sing“-Konzertes fragte, wer denn „JazzAffair“ weiterempfehlen bzw. das nächste Konzert wieder besuchen würde. Zu Beginn des Konzertes lautete seine Frage, wer denn ein Konzert der Pop-Chorformation aus Worms zum ersten oder wiederholten Mal besucht hat. Da waren es etwas weniger Handzeichen. Demnach haben die talentierten Sängerinnen und Sänger des Ensembles an diesem Konzertabend einiges richtig gemacht. „Meet’n’Sing“ – sich treffen und zu singen – dahinter verbirgt sich die Idee des jungen Chores, gemeinsam mit anderen regionalen und überregionalen Chören und Musikgruppen einzigartige, abwechslungsreiche und für sein Publikum spannende Konzerte zu gestalten, die sowohl einen Blick auf modernen Chorgesang und darüber hinaus in andere Musik-Genres zulassen. Und so traf man sich am vergangenem Sonntag mit dem Posauenenchor Worms-Hochheim/Herrnsheim unter der Leitung von Thomas Busch in der Bergkirche Hochheim, um gemeinsam zu konzertieren.

Breitgefächertes Repertoire

Bereits beim Einzug des Chores, singend mit dem wundervoll harmonisch gesetzten „Take me home“ von Roger Emerson, konnte man schon für Gänsehaut beim Publikum sorgen. Mit den folgenden Titeln „I am his child“, dem Volkslied „Dat du min leevsten büst“ und dem wunderschön gesetzten „Nella Fantasia“ zeigte der Chor eindrucksvoll sein breitgefächertes Repertoire, welches niveauvoll acapella oder mit Klavierbegleitung von Katharina Schuler dargeboten wurde. Besondere Anerkennung verdiente sich Sopranistin Elena Hoch mit ihrer glockenklaren Stimme für den Solopart bei „Thula Sizwe“ zum Abschluss des ersten Gesangblocks. Andächtige Klänge lies der Posaunenchor im ersten Programmteil erschallen. Mit der „Festlichen Eröffnung“ und der „Musik der Konfessionen“ (beide von Dieter Wendel), der „Sinfonia alla Bach“ und den „Venezianischen Miniaturen“ sorgten die Bläser für eine besinnliche Atmosphäre in der Kirche.

Gesten- und bewegungsreiche Choreografien

Beschwingter ging es im zweiten Teil des Programms zu, den die Blechbläser mit dem Titel „Spirit of the Brass“ eröffneten. Für die Titel „Raindrops keep fallin‘ on my head“, „Jesus Christ Superstar“ und besonders dem Filmsong „Gabriellas Song“ aus „Wie im Himmel“ traf man den Geschmack der Zuhörerschaft und erntete dafür tosenden Applaus.
„JazzAffair“ zeigte in ihrem zweiten Block, was es heisst „in motion“ zu sein. Der Chor verfügt über ein eigenes Choreografen-Team unter der Federführung von Melanie Hallebach, die sich für das ein oder andere Lied gesten- und bewegungsreiche Choreografien ausdenkt. So zum Beispiel bei „Don’t stop me now“ (von Queen), mit welchem der Chor das Programm fortführte, oder den Titeln „I believe I can fly“ und „Let it go“ (aus dem Film „Frozen“). Seine ganze Klasse zeigte der Meisterchor des Rheinland-Pfälzischen Chorverbandes, unter der Leitung von Helmut Vorschütz, auch bei den Stücken „Fields of Gold“, bei denen Sopranistin Melanie Hallebach und Bassist Bernd Künstler mit gefühlvollen Stimmen als Solisten überzeugten. Den größten Applaus ernteten die jungen Sängerinnen und Sänger für Ihre Interpretationen von „All of me“, bei dem Tenor Heiko Heck als Solist begeisterte, sowie dem Filmsong „Shallow“, bei dem erneut Heiko Heck und ihm gegenüber Altistin Annika Schreiber als Solisten die Zuhörer auf hohem Klangniveau rührten. Nach dem Schlusstitel „Engel“ (von Rammstein) und einer geforderten Zugabe („Lobet den Herrn“) zollte das Publikum den Sängern und Musikern mit „Standing Ovations“ die höchste Anerkennung für eine beeindruckende Konzertleistung.

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Geschrieben in Worms und Ortsteile

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