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Di., 26. November 2019, 14:59 Uhr
HSG WORMS: Wormser Drachen feiern 35:25 Heimerfolg gegen den favorisierten TV Mülheim
Mit Wille und spielerischer Leichtigkeit
Wiedergutmachung gelungen: Nach dem desaströsen Auftritt bei der HSG Eckbachtal haben die Handballer der HSG Worms vor heimischem Publikum gezeigt, dass es auch anders beziehungsweise deutlich besser geht. Gegen den favorisierten TV Mülheim gelang den Wormser Drachen ein beeindruckender Start-Ziel-Sieg. Mit Wille, Einstellung und spielerischer Leichtigkeit erarbeitete sich die junge Mannschaft von Trainer Marco Tremmel einen verdienten 35:25 (16:13)-Heimerfolg gegen die Rheinländer. „Wir haben die richtige Antwort auf den Auftritt in Eckbachtal gegeben. Alle Spieler im Kader haben meine Vorgaben in Angriff und Abwehr umgesetzt, jeder hat sich in jeder Situation für das Team und für den Verein zerrissen. Und schlussendlich haben wir uns mit einem Sieg, der auch in der Höhe absolut verdient ist, endlich wieder selbst belohnt“, bilanzierte HSG-Trainer Marco Tremmel nach Spielende.
Gelungener Start
Im Vergleich zur Vorwoche und vielen anderen Spielen im bisherigen Saisonverlauf legte die HSG gegen Mülheim einen gelungenen Start in eine Partie hin. Über 3:0 marschierte die HSG zu einer 8:4-Führung nach 15 gespielten Minuten. In der Verteidigung gingen die HSGler, wie von Trainer Marco Tremmel gefordert, zu Werke. Die Mülheimer Rückraum-Asse Julian Vogt und Jan Hommen wurden clever verteidigt, auch die Achse zwischen Rückraum und dem Kreisläufer beziehungsweise den beiden Kreisläufern beackerten die Drachen beherzt. Darüber hinaus zeigte HSG-Torwart Adrian Taday vom Anpfiff weg eine klasse Leistung und parierte immer wieder stark. Im Angriff präsentierten sich die Hausherren dynamisch und variabel. Und mit Youngster Tim Knobel hatte HSG-Coach Marco Tremmel ein Ass im Ärmel, auf das Mülheim nicht vorbereitet war. Der Rechtshänder kam auf der rechten Rückraumseite immer wieder zu Torchancen, die er auch zu nutzen wusste. Trotzdem kam Mülheim in der 21. Spielminute zum Ausgleich, da die HSG in einer kurzen Schwächephase zu viele Torchancen liegen ließ. Doch an diesem Tag war das kein Problem, denn auch die Bankspieler funktionierten von der ersten Sekunde an. So sorgten die beiden Rückraumspieler Moritz Happersberger und Janis Hafer nach ihrer Einwechslung für frischen Wind, erzielten wichtige Tore und hatten maßgeblichen Anteil an der 16:13-Pausenführung. „Heute hat jeder seine Hausaufgaben gemacht, alle Spieler haben ihre Spielanteile genutzt“, freute sich Marco Tremmel, dessen Team auch im zweiten Durchgang nicht nachließ.
Formation knacken
Nach dem Seitenwechsel versuchte Mülheim die Wormser Drachen in einer offensiveren 5:1 zu verteidigen. Doch die HSG war vorbereitet auf diese taktische Umstellung und wusste genau, wie auch diese Formation zu knacken ist. Beim Spielstand von 19:17 legten die Gastgeber einen blitzsauberen Zwischenspurt hin und zogen auf 23:17 davon. Mühleim wirkte angeschlagen und leistete unter dem Druck der Hausherren ungewohnt viele technische Fehler. „Der Gegner ist immer nur so gut, wie man selbst. Wir waren heute gut. Das gilt für alle Spieler auf dem Feld, das gilt aber genauso für unsere Fans auf der Tribüne. Und das gilt auch für die Schiedsrichter, die das faire Spiel jederzeit im Griff hatten“, sagte Marco Tremmel, für dessen Team es jetzt zum ungeschlagenen Tabellenführer SV 64 geht. Vor dem schweren Auswärtsspiel bei den hochfavorisierten Zweibrückern, wo die HSG maximal eine kleine Außenseiterchance hat, sagen die beiden sportlicher Leiter Maximilian Noss (Herren gesamt) und Marco Palzer (Herren 1): „Das Spiel in Zweibrücken ist für uns eine Art Vorbereitung auf die beiden letzten Heimspiele des Jahres gegen Kastellaun/Simmern und Dansenberg. Es wäre vermessen beim Tabellenführer von Punkten auszugehen, aber wir möchten uns zumindest ordentlich präsentieren und kein Ergebnis wie gegen Eckbachtal kassieren. In den beiden darauffolgenden Heimspielen gilt es dann aber gegen die direkte Konkurrenz.“