Chorgemeinschaft Horchheim hatte heute zur 4. „Tatortwanderung“ eingeladen
Mit zahlreichen Anekdoten
An nicht weniger als zehn ehemaligen Gaststätten und unzähligen früheren Geschäften kamen die gut 50 Teilnehmer der vierten „Tatortwanderung“, zu der die Horchheimer Chorgemeinschaft heute eingeladen hatte vorbei.
Dabei, so Ernst Holzmann, der die Wanderung vorbereitet hatte und die Gruppe führte, ging der Weg nur durch das „Unterdorf“ und das „Mitteldorf“ vom Evangelischen Gemeindezentrum in der Höhlchenstraße zum Marktplatz, das sogenannte „Oberdorf“ werde bei der nächsten Tatortwanderung Thema sein.
Unterstützt von zahlreichen Anekdoten, die viele der Mitwanderer beisteuern konnten, erfuhren die Teilnehmer etwas über kuriose Geschäfte, wie etwa die „Mietwaschküche Oswald“ in der Höhlchenstraße, die Leihbücherei Emrich in der Hausmühlstraße, die erste Dampfbäckerei oder über die Landwirtschaft Gottfried Kulzer, der letzte Totenkutscher in Horchheim.
An zahlreichen ehemaligen Konservenfabriken und Gurkeneinlegereien kam man vorbei, um dann beispielweise zu erfahren, dass diese auch gesammelte Schnecken ankauften um diese in Dosen einzulegen. Bei den Gaststätten stach das Haus „Zum Römer“ hervor, hatte diese doch den ersten Fernseher im Ort. Auch dass es einmal einen Festsaal für 1200 Menschen (den „Saalbau Klinger“) gab, der im zweiten Weltkrieg durch einen Flugzeugabsturz am 21. Februar 1945 zerstört wurde, oder vom ehemaligen Kino wusste Holzmann zu berichten, und konnte das ehemalige Geschehen im Ort mit zahlreichen Bildern illustrieren.
Und auch für manchen Teilnehmer wurde das Geheimnis gelüftet, warum der ehemalige Ortsvorsteher Walter Kraft, „De Bodder“ genannt wurde. Kraft pries als Bäckermeister seine Backwaren mit dem Spruch „Meine Ware ist mit bester Bodder gemacht“ an.
Nach gut 90 Minuten endete der Spaziergang in die „Wirtschaftsgeschichte“ bei Kaffee und Kuchen, bei denen noch manche Anekdoten und Erlebnisse ausgetauscht wurden.