VERKEHR IN WORMS: Online-Befragung zum Mobilitätskonzept startet ab Montag / Für ausgewählte Bürger, Verbände und Vereine
Mitmachen, mitreden, mitgestalten
Welchen Stellenwert hat eine autofreie Innenstadt für Wormser Bürger, Vereine und Verbände? Aufschluss darüber gibt auch die Online-Befragung im Rahmen der Erstellung eines zukunftsorientierten Mobilitätskonzeptes. Foto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN | Die Stadt arbeitet aktuell an einem neuen Mobilitätskonzept für Worms. In Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro Habermehl & Follmann wurden verschiedene Szenarien entwickelt, wie der Verkehr in Worms gestaltet werden und die Belastung durch den Verkehr für die Wormser Bürger verringert werden kann. Konkrete Maßnahmen betreffen den ÖPNV, den motorisierten Individualverkehr, aber auch den Fahrrad- und Fußgängerverkehr. Besonders der Radverkehr soll gestärkt und attraktiver werden. Um Bürgern, aber auch Verbänden und Vereinen eine Möglichkeit zur Mitsprache hinsichtlich dieser Maßnahmen zu geben, startet jetzt eine Online-Bürgerbefragung.
Ab Montag erhalten 3.830 ausgewählte Bürger mit Hauptwohnsitz in Worms Post von der Verwaltung, um mittels Eingabe eines Codes online an der anonymen Befragung teilzunehmen. „Rund 20 Minuten Zeit nimmt die Befragung in Anspruch, die in verschiedene Bausteine für einzelne Fragebereich aufgeteilt ist“, so Annett Böttner vom Bereich 6. Ab 383 auswertbaren Fragebogen sei die Online-Umfrage, an der nur der ausgewählte Personenkreis, der auch eine proportionale Auswahl an Bürgern aus den Stadtteilen berücksichtige, repräsentativ, wie Daniela Schwartzmann seitens der Verwaltung ergänzt. Bis 23. August läuft der Befragungszeitraum, der Aufschluss für ein anspruchsvolles Thema gibt und nutzerfreundlich auch wieder das Smartphone oder tablet möglich ist.
Vereine und Verbände sind ebenfalls mittels einer kompakteren Fragenstellung in die Befragung involviert. Neben den ausgewählten Interessengruppen sei hier auf Anfrage an die Verwaltung eine nachträgliche Beteiligung möglich, wie Daniela Schwartzmann ausführt. Baudezernent Uwe Franz lobte die hohe Kompetenz mit der die Umsetzung der Befragung durchgeführt werde, um zielorientiert notwendige Maßnahmen ableiten und priorisieren zu können. Erst folge eine grobe Analyse der Eingänge, dann die finale Auswertung, beschreibt Schwartzmann das Prozedere.
Im Anschluss gehen die Ergebnisse zur Aufbereitung und Präsentation in den Mobilitätsausschuss. Dann in weitere Gremien zur Diskussion und je nach Verfügbarkeit von Mitteln, zur Beschlussfassung und in die Realisierungsphase. Ungeachtet der Projekte, die bereits in Planung befänden, sei mit Blick auf die Ausrichtung des Themas unter dem Aspekt, wie sich die Mobilität 2030 darstellen soll, in 10 bis 15 Jahren mit der Realisierung von einzelnen Projekten zur rechnen. Das zu erstellende Konzepte diene zur Orientierung, wie Uwe Franz betonte. Mehr Radwege und Fahrradstraßen, ein autofreies Zentrum in Worms, Geschwindigkeitsreduzierunge auf Tempo 30, die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung, der Lückenschluss der Krankenhaustangente und viele Fragen mehr, zu denen die Bürger Stellung nehmen können.
Bislang sei die verschiedenen Szenarien nur Kaffeesatzleserei, erklärt Annett Böttner. Gegen Ende des Jahres habe man mit dem fertigen Konzept eine Grundlage, um mit den zuständigen Stellen, wie dem Landesbetrieb Mobilität oder der Unteren Straßenbehörde in Dialog zu treten, fügt Uwe Franz an.
Weitere Infos bei Annett Böttner, Telefon 06241/853-6600 oder Daniela Schwartzmann, Telefon 06241/853-7104.