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  • Do., 16. April 2015, 17:45 Uhr
    NK im Gespräch mit Stefan Kaempfert / „Kaempfert plays Kaempfert“ am 24. April im WORMSER

    Mittendrin in der Musik

    Fotos: Herbert Bräutigam

    Von Vera Konersmann Die unvergesslichen Melodien und Evergreens von Bert Kaempfert sind noch heutzutage allgegenwärtig. Seine Musik hat Generationen geprägt und ist für viele untrennbar mit bestimmten Situationen, Orten oder Gefühlen verbunden. Weltstars wie Frank Sinatra, Nat King Cole und Elvis verdanken dem genialen Komponisten, Arrangeur und Bandleader einige ihrer größten Hits.


    In einem Gespräch mit seinem Enkel Stefan, der am Freitag, dem 24. April, im WORMSER sein Publikum mit den beliebtesten Melodien Bert Kaempferts verzaubern wird, erfuhr der NK einiges über dessen Liebe zur Musik, das Leben mit dem weltberühmten Großvater sowie über das eigene Familienleben des  erfahrenen Jazztrompeters und Schützling von Bandleader-Legende Peter Herbolzheimer.


    NK: Herr Kaempfert, wie war es für Sie, mit solch einem berühmten Großvater aufzuwachsen?
    S.K.: Einfach nur toll! Ich glaube ich war neun oder zehn Jahre alt, als ich meine erste Trompete von ihm bekam. Von da an habe ich mit meinem Großvater, der unser Nachbar war, musiziert. Gern erinnere ich mich an diese Zeit und besonders gerne denke ich an einen Angel-Urlaub in den Everglades zurück, wo wir natürlich auch gemeinsam Musik gemacht haben - ich mit der Trompete, er mit dem Akkordeon.


    Beitragsbild


    NK: Wie kam es zu der Idee von „Kaempfert plays Kaempfert“?
    S.K.: Meine Mutter lebte in Großbritannien und hatte dort bereits einige Projekte mit dem ehemaligen ersten Trompeter aus Großvaters Orchester gemacht. Als dieser dann zurück treten wollte, hatte sie die Idee, dass ich die Musik ihres Vaters weiterleben lassen sollte.


    Ich war Feuer und Flamme! Schlussendlich haben wir gemeinsam mit viel Passion die Lieder und Musiker ausgewählt. Das war wie ein Rausch, in dem Zeit nicht mehr existierte.


    NK: Wie ist es für Ihre Mutter, wenn der eigene Sohn die Musik des Vaters weiterträgt?
    Sie findet es auch klasse. Wir haben die Zeit, in der wir in London aufgenommen haben wirklich genossen. Auch, dass ich so eng mit meinem Stiefvater und weltbekannten Jazz-Trompeter Allan Botschinsky zusammenarbeiten konnte, war eine fantastische Erfahrung.


    NK: Was bedeutet es für Sie, das Erbe Ihres Großvaters nun weiterzuführen?
    S.K.: Es ist zunächst einmal eine große Herausforderung gewesen, aber eine, die ich mit großer Leidenschaft angegangen bin. Ich kam als Kind in den Genuss, die Musik meines Großvaters live erleben zu dürfen und möchte dieses „Mitten-in-der-Musik-sein“ an mein Publikum weitergeben. Es ist doch etwas anderes, wenn man Stücke nur aus dem Radio oder von der Platte kennt.


    NK: Was war dabei das Schwierigste für Sie?
    S.K.: Schwierig eigentlich nichts, aber es war tatsächlich eine Gratwanderung. Wir haben drei Stücken eine komplett neue Jacke verpasst, dabei auf heutige Funk- und Reggae-Elemente zurückgegriffen, ohne jedoch das Gefühl, das der ursprüngliche Song meines Großvaters transportieret hat, zu verändern. Wir sind stolz auf das Ergebnis, und ich bin jedes Mal happy, wenn Eltern mit ihren Kindern oder sogar Großeltern mit ihren Enkeln unsere Konzerte verlassen und über Musik sprechen. Die Lieder von Bert Kaempfert haben schon immer Generationen verbunden, und auch die Stücke in neuem, modernen Gewand, gefallen Menschen jeden Alters.


    NK: Haben Sie selbst auch ein Lieblingsstück und wieso?
    S.K.: Ja, „Strangers in the Night“ ist der Hit, der ganz besonders positive Gefühle und Erinnerungen in mir hervorruft. Es ist einfach eine Wahnsinnsmelodie und bringt mir immer Entspannung und Frieden.


    NK: Herr Kaempfert, Sie sind zuhause „allein“ unter Frauen. Sind ihre drei Töchter ebenfalls an Musik interessiert?
    S.K.: Musik spielt bei uns daheim auch schon immer eine große Rolle. Den ganzen Tag lassen wir CDs laufen. Das sind ganz unterschiedliche Musiker von Bach über Till Brönner bis hin zu den Dixie Chicks, ich höre Musik immer eine ganze Zeit lang in Endlos-Schleife, bis ich zu meiner nächsten musikalischen Phase wechsel. So wurden unsere Töchter wohl von Anfang an musikalisch geprägt. Überhaupt finde ich es sehr wichtig, dass Eltern ihre Kinder frühstmöglich an gute Musik heranführen.


    Beitragsbild


    NK: Auf was darf das Wormser Publikum gespannt sein?
    S.K.: „Kaempfert plays Kaempfert“ – das sind die unvergesslichen Klassiker des großen Bert Kaempfert. 18 der stilprägendsten Werke meines Opas von „A Swingin’ Safari“ über „Spanish Eyes“, „Remember When“ und „Danke Schoen“ bis zum unvergesslichen „Strangers In The Night“  werden von mir und dem übrigen elf Musikern des Orchesters dargeboten. Als besondere Überraschung wird meine 22-jährige Tochter Giverny singen. Wer sich dazu schon jetzt einen kleinen Vorgeschmack holen möchte, kann dies unter http://www.stefankaempfert.de/das-video


    Eintrittskarten für diesen Wohlfühlabend am 24. April, um 20 Uhr, im WORMSER Theater kosten 25 Euro im Vorverkauf (Abendkasse 27 Euro)  und sind erhältlich beim Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, TicketService Worms, Rathenaustr. 11 (im WORMSER), Telefon 06241/2000450, bei allen weiteren Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.das-wormser.de.

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