Mo., 11.05.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 17. September 2014, 08:57 Uhr
    Einbürgerung: Landrat Ernst Walter Görisch überreicht Urkunden an 26 Bürger aus dem Kreis Alzey-Worms 

    „Mitwirken, wählen und mitbestimmen“ 

    Einbürgerungsurkunden überreichte Landrat Ernst Walter Görisch  (2.v.r.) an 26 Männer und Frauen aus dem Landkreis.


    „Der Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft ermöglicht Ihnen, sich verantwortungsbewusst in Deutschland einzubringen und mitzubestimmen“, betonte Landrat Ernst Walter Görisch bei der feierlichen Übergabe der Staatsbürgerschafts-Urkunden an 26 Frauen, Männer und Jugendliche im Saal des Kulturzentrums des Landkreises. Insgesamt 201 Bürgerinnen und Bürger konnten im Jahr 2012 im Landkreis Alzey-Worms eingebürgert werden, 153 Personen waren es im vergangenen Jahr. Zur Feierstunde waren neben den neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern auch Familienangehörige gekommen, die beim wichtigen Ereignis mit dabei sein wollten. Mit gekonnt vorgetragenen Werken der Komponisten Carl Philipp Emanuel Bach und Ludwig Stansy umrahmte Nina Groschup, Dozentin der Kreismusikschule, die Einbürgerungsfeier.

    Erfreut und emotional bewegt 
    Erfreut und emotional bewegt nahmen die Männer und Frauen die Urkunden aus den Händen von Landrat Görisch entgegen. „Eingebürgert werden kann, wer seit acht Jahren seinen rechtmäßigen Wohnsitz im Inland hat, sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes bekennt, seinen Lebensunterhalt ohne öffentliche Unterstützung bestreitet, nicht wegen einer Straftat verurteilt wurde und ausreichende Deutschkenntnisse nachgewiesen hat“, so der Kreischef. Ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Staaten der Europäischen Union haben die Möglichkeit, ihre bisherige Staatsangehörigkeit beizubehalten und eine Doppelstaatsangehörigkeit zu erlangen. Gemeinsam gelobten die 26 Männer, Frauen und Jugendlichen, die Rechte und Gesetze der Bundesrepublik Deutschland zu achten und alles zu unterlassen, was ihr schaden könnte.

    Landrat Görisch beglückwünschte die Neueingebürgerten, die unter anderem aus Thailand, der Dominikanischen Republik,  der Türkei und Großbritannien stammen und betonte, dass mit der neuen Staatsangehörigkeit neben vielen Rechten  auch Pflichten - wie die Übernahme von Ehrenämtern - verbunden seien: „Die Annahme der deutschen Staatsangehörigkeit bedeutet zunächst eine rechtliche Integration. Als Landkreis sind wir bemüht, gemeinsam mit Bund und Land sowie den unterschiedlichen Verbänden und Organisationen auch für eine soziale und gesellschaftliche Integration zu sorgen. Unabhängig von Ihrer Herkunft und von ihrem Elternhaus wollen wir Ihnen die gleichen Chancen auf Bildung, Arbeit, Teilhabe und Aufstieg in unserer Gesellschaft gewähren.“

    Land im demografischen Wandel
    Das Land befinde sich im demografischen Wandel und zugleich aber auch im globalen wirtschaftlichen Wettbewerb. Deshalb sei Zuzug immens wichtig, um wettbewerbs- und konkurrenzfähig zu bleiben. Talente und Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund müssten erkannt und gefördert werden. „Auch wir als Landkreis haben es uns zur Aufgabe gemacht, mit allen politischen und gesellschaftlichen Gruppen, Experten und den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam ein Integrationskonzept zu erarbeiten, um damit insbesondere die gleichberechtigte Teilhabe von Migrantinnen und Migranten - 17,4 Prozent der im Landkreis lebenden Menschen haben einen Migrationshintergrund - in allen Lebensbereichen, die Intensivierung des gesellschaftlichen Dialogs und die Teilhabe an politischen Entscheidungen bestmöglich zu gewährleisten.

    Alexandra von Bose als Integrationsbeauftragte
    Zur Unterstützung dieses Prozesses hat vor wenigen Monaten Alexandra von Bose die Aufgabe einer Integrationsbeauftragten für den Landkreis Alzey-Worms übernommen. Zur Förderung der Eingliederung in den jeweiligen Heimatgemeinden ermutigte der Kreischef zur Teilnahme an Vereinsaktivitäten sowie zum Engagement im politischen, kulturellen oder im kirchlichen Bereich. Wesentlicher Schlüssel zur Integration sei jedoch die Sprache. Neben Sprachförderung in Kindertagesstätten biete die Kreisvolkshochschule unterschiedliche Sprach- und Integrationskurse. „Sie alle haben mit der erfolgreichen Teilnahme am Integrationskurs Ihre Motivation bewiesen, Teil unserer Gesellschaft zu werden und sich mit unseren Werten zu identifizieren“, ermunterte Görisch, als Botschafter diesen Willen zur Integration weiter im Familien- und Freundeskreis zu verbreiten, für den Integrationsgedanken zu werben und auf vorhandene Angebote hinzuweisen.

    Positive wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis
    Der Landkreis Alzey-Worms habe sich in den vergangenen Jahren auch in wirtschaftlicher Hinsicht hervorragend entwickelt und nehme im landesweiten Vergleich einen Spitzenplatz ein. Alzey-Worms biete den hier lebenden Bürgerinnen und Bürgern ideale Wohn- und Arbeitsbedingungen. Die bedarfsgerechte Zahl von Kindergartenplätzen, intensive Sprachförderung in Kindergarten und Schule, das gut ausgebaute Angebot der Tagespflege und der flächendeckende Ausbau der Ganztagsschulen sorgten für zukunftsweisende Betreuungs- und Ausbildungsmöglichkeiten. Mit einer weit unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt liegenden Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent und einer jährlich wachsenden Zahl an Arbeitsplätzen eröffne der Landkreis den hier lebenden Menschen sehr gute berufliche Perspektiven.

     

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Aus dem Nibelungenland
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1
    Anzeige 20 Jahre Stadtmarketing WormsAnzeige TicketshopAnzeige Cecil Cycle KN18256
    Anzeige AmtsblattAnzeige 3 Füller 1Anzeige 3 Füller 1