Di., 12. März 2019, 16:27 Uhr
Oberbürgermeister antwortet auf offenen Brief / Erste Ergebnisse des Mobilitätskonzeptes am 2. April in städtischen Gremien
Mobilität als Ganzes betrachten
VON FLORIAN HELFERT In einem offenen Brief begrüßen ADFC, BUND und NABU die laufende Diskussion um den Radwegeausbau – allerdings müsse bei dieser Diskussion die Entwicklung der Mobilität als Ganzes betrachtet werden. „Deshalb warten wir mit großer Spannung auf das schon lange angekündigte Stadtentwicklungskonzept Mobilität“, informiert Michael Leukam seitens der BUND-Kreisgruppe aus Worms. Aus Sicht der drei Institutionen ist Mobilität so ein wichtiges Zukunftsthema in Zeiten des Klimawandels, dass die drei Verbände ihre konzeptionelle Mitarbeit anbieten. „Wir sind der Auffassung“, so Leukam weiter, „dass dieses Thema in einem breiten Dialogprozess mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden muss“.
Auf den offenen Brief hin informierte Oberbürgermeister Michael Kissel dankend, dass ein breit angelegter und transparenter Beteiligungsprozess für die interessierte Öffentlichkeit und Verbände geplant sei. Zudem Übrigens habe Baudezernent Uwe Franz dies bereits dem ADFC verbindlich zugesagt.
Als Auftakt des Beteiligungsprozesses werden die ersten Ergebnisse des Stadtentwicklungskonzeptes Mobilität laut dem Stadtoberhaupt am Dienstag, dem 2. April, in einer öffentlichen Sitzung von Haupt- und Finanz- sowie Bauausschuss um 15.30 Uhr im Rathaus vorgestellt. „Seitens der Verwaltung haben wir uns für eine umfassende gutachterliche Betrachtung und ein integriertes Gesamtkonzept entschieden, dass alle Verkehrsarten angemessen und ausgewogen berücksichtigt“, bestätigt Kissel, dass die Nibelungenstadt Mobilität als Ganzes analysiere.
„Dass dabei die Belange von ÖPNV, Radverkehr und Fußgänger künftig ein stärkeres Gewicht bekommen müssen“, so Kissel, „ist unstrittig“. Gleichermaßen müssten dabei aber auch die Belange des Klima-, Natur- und Artenschutzes sowie stadtstrukturelle beziehungsweise städtebauliche Belange beachten werden.