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Do., 22. Januar 2015, 09:37 Uhr
Eleonoren-Gymnasium in Worms ist Projektschule im Rahmen des Landesprogramms „Medienkompetenz macht Schule“ / Bildungsdezernent Waldemar Herder beeindruckt vom interaktiven Lernen
Modernes Lernen in einem historischen Ambiente
(von links): Thorsten Nelius (erweiterte Schulleitung), Schulleiterin Rita Lodwig, Beigeordneter und Bildungsderzernent Waldemar Herder sowie Martina Junkermann (erweiterte Schulleitung) mit Schülerinnen und Schülern eines Mathematik-Leistungskurses der 11. Klasse.
Sechs Schülerinnen und Schüler eines Mathematik-Leistungskurses der 11. Klasse haben sich vor der großen elektronischen Multimedia-Tafel im Klassenraum versammelt, auf der eine geometrische Formel grafisch dargestellt ist. Mit dem Finger verschieben sie die abgebildeten Kurven auf dem überdimensionalen PC-Bildschirm und diskutieren die Berechnungsergebnisse gemeinsam mit ihrem Lehrer.
Das Eleonoren-Gymnasium in Worms setzt zeitgemäß auf modernes, interaktives Lernen. Von der 5. bis zur 13. Klasse kommen miteinander vernetzte Laptops und sogenannte Smartboards ins Spiel, um den Lehrstoff zu vermitteln. „Und das klappt richtig gut“, stellte Schulleiterin Rita Lodwig bei einem Pressetermin am vergangenen Dienstag mit Bildungsdezernent Waldemar Herder und der erweiterten Schulleitung dem neuen Lernsystem ein positives Zeugnis aus. Im vergangenen Jahr wurde das Elo als Projektschule im Rahmen des Landesprogramms „Medienkompetenz macht Schule“ ausgewählt. Durch die Teilnahme an diesem 3-Jahres-Projekt und dank der beispielhaften Unterstützung durch die Landesregierung konnten weitere Klassenräume mit Smartboards ausgestattet werden, sodass die interaktiven Tafelsysteme nun mittlerweile in insgesamt 13 Unterrichtsräumen täglich im Einsatz sind. Darüber hinaus stehen nun zwei große Koffer mit je 10 Laptops für den mobilen Einsatz im Unterricht zur Verfügung.
Durch die Stadt Worms als Schulträger wird das Projekt ebenfalls unterstützt, indem sie durch die Erweiterung der bestehenden Netzwerkverkabelung den Anschluss der Klassenräume an das ebenfalls neu eingeführte Schulnetzwerk MNS+ ermöglicht. MNS+ ist ein vom Land Rheinland-Pfalz gefördertes Schulnetzwerk, bei dem Schüler/innen und Lehrer/innen von jedem daran angeschlossenen Rechner aus Zugriff auf ihre eigenen Daten haben.
Tafelbilder speichern
„Damit lassen sich einmal abgelegte Inhalte bequem an jedem beliebigen Rechner und auch Smartboard in der Schule aufrufen. So können Tafelbilder abgespeichert und in Folgestunden weiter verwendet werden, um beispielsweise in die Stunde einzusteigen oder um an die Ergebnisse der vorangegangenen Stunde anzuknüpfen“, erläuterte Studiendirektor Thorsten Nelius die Vorzüge des modernen Lernens im Hightech-Zeitalter. Auch die Bildung von virtuellen Lerngruppen sei damit einfach möglich, sodass ein einfacher und sicherer Datenaustausch erreicht werde. „Unter diesen Voraussetzungen ist der Einsatz moderner Medien im Unterricht vielfältig und erstreckt sich über alle Fächer. Beispielsweise lassen sich in Mathematik mithilfe des gut zu bedienenden Programms Geogebra sehr schnell Graphen zu Funktionen zeichnen und verschieben“, ergänzte seine Kollegin, Studiendirektorin Martina Junkermann. Doch nicht nur in der Mathematik oder Informatik punktet das „Medienkompetenz-Netzwerk“ des Eleonoren-Gymnasium.
Auch beispielsweise im modernen Fremdsprachenunterricht bieten sich durch die Kombination aus Smartboards, Laptops, Schulnetzwerk und klassischer grüner oder weißer Tafel abwechslungsreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Von Schülern zuvor digital erstellte Texte können von allen Schülerinnen und Schülern gleichzeitig gelesen und gemeinsam bearbeitet werden. Lehrwerksbegleitend können Filmszenen im Unterricht genutzt werden, um sowohl interkulturelle Kompetenzen als auch das Hör-Sehverstehen zu trainieren. Das ziel- und ergebnisorientierte Recherchieren im Unterricht, die Kooperation der Schüler untereinander, das Aufarbeiten und Präsentieren von Ergebnissen, das Kommunizieren über die jeweiligen Inhalte, die anschließende Analyse und Reflexion sind dabei wesentliche Unterrichtsbestandteile, anhand derer die Schüler Medienkompetenz erwerben.
Auch zur Qualifizierung und Weiterbildung der Lehrkräfte
Aber nicht nur die jüngeren Jahrgänge sind im Rahmen des Projekts „Medienkompetenz macht Schule“ gefordert. „Es geht dabei auch um die nachhaltige Qualifizierung und Weiterbildung unserer Lehrkräfte im Umgang mit digitalen Medien“, verdeutlichte Schulleiterin Rita Lodwig. Nur wenn das System in beide Richtungen funktioniere, sei ein didaktischer und methodischer Lernerfolg garantiert. Im weiteren Verlauf des Landesprogrammes sollen die Arbeitsergebnisse des Eleonoren-Gymnasiums dann in einem landesweiten Netzwerk für den Austausch untereinander und zur Weiterentwicklung bereitgestellt werden.
Beeindruckt zeigte sich Beigeordneter und Bildungsdezernent Waldemar Herder von der topmodernen Ausstattung am Elo und der damit verbundenen Möglichkeiten, die sowohl bei den Lehrkräften als auch bei den Schülerinnen und Schülern großen Anklang finden, wie ihm die anwesenden 11.-Klässler auch unisono bestätigten.
„Es freut mich sehr, dass die Landesregierung das Eleonoren-Gymnasium als Projektschule ausgewählt hat und in diesem beachtlichen Umfang fördert. Mein Dank gilt dabei auch unseren Landtagsabgeordneten, die sich dafür mit großem Engagement eingesetzt haben“, betont der Wormser Bildungsdezernent. Erklärtes Ziel sei es, so Waldemar Herder, den Bildungsstandort Worms up to date zu halten und zukunftsfähig zu machen, um den jungen Menschen bestmögliche Bildungschancen bieten zu können. Die Stadt Worms leiste dazu ihren Beitrag und investiere jährlich hohe Millionenbeträge in die fortlaufende Modernisierung der Schullandschaft.