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  • Mo., 29. Juni 2015, 16:51 Uhr
    Wirtschaftsstandort Worms mobilisiert Flächenreserven

    Möglichkeiten für Neuansiedlungen

    Anlässlich der Beschlüsse zum Jahresabschluss tagte die Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für die Stadt Worms mbH (wfg Worms) im Juni in den Räumlichkeiten der Volksbank Alzey-Worms eG. Oberbürgermeister Michael Kissel, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, nutzte diese Gelegenheit, um über aktuelle Themen der Wirtschaftsförderung zu berichten.


    „Durch die Knappheit an Gewerbeflächen im Stadtgebiet bleiben die Möglichkeiten für Neuansiedlungen trotz der zentralen Lage zwischen den Ballungsgebieten Rhein-Main und Rhein-Neckar gering“, so Oberbürgermeister Kissel. Die Wirtschaftsförderung stehe derzeit mit mehreren Unternehmen in Kontakt, die am Wirtschaftsstandort Worms wachsen und investieren wollten und damit zusätzliche Arbeitsplätze schaffen würden.


    „Die Mobilisierung von Flächen - auch aus Privathand - in bestehenden Gewerbegebieten stellt die Wirtschaftsförderung und alle weiteren Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Planungs- und bodenschutzrechtliche Aspekte müssen dabei mit den wirtschaftlichen Interessen von Grundstückseigentümern und erweiterungswilligen Unternehmen zusammengeführt werden“, erläuterte der OB.  Die Stadt wolle daher die noch vorhandenen Flächen im Rahmen der Bestandspflege in erster Linie für Betriebserweiterungen vorhalten. In diesem Zusammenhang hob der OB die Bedeutung der Standortattraktivität zur Sicherung des Fachkräftebedarfs hervor und gab einen Ausblick auf den kommenden Wirtschaftstag im Juli, an dem die Ergebnisse einer Umfrage zum Fachkräftebedarf, die im März dieses Jahres durch die wfg durchgeführt wurde, vorgestellt werden.


    Besonderes Anliegen der wfg bleibt die Entwicklung der touristischen Infrastruktur. „Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für unsere Stadt. Ein weiteres Hotel dient als Impulsgeber für Wachstum und schafft zusätzliche Nachfrage. Die Rahmenbedingungen im Wettbewerb um Investitionen auf dem Hotelmarkt sind jedoch schwierig“, erläutert der Prokurist der wfg, Oliver Stojiljkovic. Deshalb werden die wfg und die städtische Kultur und Veranstaltungs GmbH selbst in die aktive Vermarktung des Hotelstandortes einsteigen. Erste Maßnahmen diesbezüglich sollen im Juli erfolgen.


    Die wfg ist betriebswirtschaftlich nach wie vor gut aufgestellt. Der Jahresabschluss ist durch Grundstücksveräußerungen, die Unternehmenserweiterungen dienten, maßgeblich geprägt und weist ein positives Ergebnis aus. „Mit einem soliden Liquiditätspolster und einer hohen Eigenkapitalquote steht die Gesellschaft sehr gut dar“, zeigt sich der Oberbürgermeister zufrieden. „Diese Entwicklung bewahrt uns die Handlungsmöglichkeiten bei weiteren investiven Vorhaben zur Förderung des Wirtschaftsstandortes“, ergänzt der Geschäftsführer, Volker Roth.

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