Abenheim: Künstler Paul Diestel und Mario Dressino enthüllen die neue Skulptur
„Mohnmännchen“ am Skulpturenweg enthüllt
Mario Dressino und der Künstler Paul Diestel enthüllten das „Mohnmännchen“ auf dem Abenheimer Skulpturenweg.
Am vergangenen Samstagnachmittag war es soweit, denn ein weiterer Höhepunkt des Abenheimer Skulpturenwegs wurde enthüllt: Der Künstler Paul Diestel und der Stifter der Skulptur, Mario Dressino, zogen den schwarzen Stoff herunter und das „Mohnmännchen“ mit seiner patinierten, schimmernden Oberfläche wurde sichtbar.
„Leuchtturmprojekt der Stadt Worms“
Trotz des heißen Sommerwetters hatten sich viele Kunstinteressierte aus Abenheim, Worms und der Umgebung versammelt, um die neue Skulptur zu sehen. Hans-Peter Weiler, der Vorsitzende des Heimatvereins Abenheim, machte auf dessen 70-jähriges Jubiläum und das große Engagement der Aktiven im Verein, überhaupt der Dorfgemeinschaft in Abenheim, aufmerksam. Bürgermeisterin Stephanie Lohr und später auch der Abenheimer Ortsvorsteher Marco Fruci sahen den Skulpturenweg als „Leuchtturmprojekt der Stadt Worms“ welches auch über die Grenzen der Stadt hinaus großen Zuspruch findet. Und das „Mohnmännchen“ wird einen weiteren Beitrag zur Attraktivität des Weges leisten.
Medizin und Heilkräuter
Mario Dressino und vor allem seine Frau Hildegard, der das „Mohnmännchen“ gewidmet ist, standen neben dem Künstler als Stifter im Mittelpunkt der Veranstaltung und ihnen wurde überaus gedankt. Die Beschäftigung mit Heilmedizin, wozu Heilkräuter und auch Mohn gehören, passt zur langjährigen Apothekerin der Klausenbergapotheke in Abenheim, die leider schwer erkrankt ist. Aber nicht nur für Heilmedizin und ihr Engagement in Abenheim war Hildegard Dressino bekannt. Sie war darüber hinaus herausragend mit den Rotariern für die Poliostiftung engagiert und sogar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden, so berichtete Stefanie Lohr, was sicherlich viele zum ersten Mal hörten.
Rede und Antwort
Dagmar Fretter von der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen stellte mit Ilse Kron-Weber, neben Uli Volz die Hauptinitiatorin des Skulpturenwegs, den jungen und schon so erfolgreichen Künstler Paul Diestel vor. Seine Kunstwerke, inspiriert durch die Natur, überzeugen durch ihre klare zeitlose Schönheit. Der sympathische Künstler stand anschließend Rede und Antwort zu Fragen nach seiner Kunst. Dass das Publikum bei starker Hitze so zahlreich erschienen war und ausdauernd und aufmerksam zuhörte, wurde im „gemütlichen Teil“ reichlich belohnt durch die Leckereien von Jürgen Armauer und Mohnkuchen der Konditorei Schmerker. Den dazu gereichten, hervorragenden Riesling hatte das Weingut Alexander Weinmann gespendet, das diesen Wein in einem Wingert direkt neben der Skulptur anbaut. Natürlich stand das „Mohnmännchen“ gleich nach der Enthüllung für Fotoshootings zur Verfügung.