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Mi., 13. Februar 2019, 14:23 Uhr
Mit ihren Toren sorgten sie für den 24: 22-Sieg gegen den Tabellenzweiten HSG Hunsrück
Mona, Michelle, Kristina und Ann-Katrin sei Dank für die Sensation
Als nach anfänglichen Problemen Mona Schmitt ihren Turbo anwarf, sorgte sie mit 12 Toren maßgeblich mit für den 24:22-Sieg der TGO-Damen gegen den Oberligazweiten HSG Hunsrück. Foto: Felix Diehl
VON KLAUS DIEHL Verneigung vor allen TGO-Spielerinnen, denn vor der Pause hätten wohl die wenigsten Zuschauer und auch der Chronist in der Wonnegauhalle in Osthofen nicht geglaubt, dass am Ende ein 24:22-Sieg gegen den Oberligazweiten HSG Hunsrück nach der 19:36-Klatsche im Hinspiel stehen würde. Besonders in den ersten zehn Minuten leistete man sich viele Ballverluste, Unkonzentriertheiten und Fehlwürfe im Abschluss. Großer Rückhalt war glücklicherweise bereits in dieser Phase Torfrau Antje Haag, die bis zur Pause reihenweise gegen frei vor ihr auflaufenden Hunsrücker Damen klärte und auch zwei Siebenmeter abwehren konnte. Dazu ein Gesamtlob für ihre Abwehr gab.
Dieser Rückhalt rüttelte aber allmählich die Damen von TGO-Trainer Marcus Otterstädter wach und aus einem 1:3-Rückstand wurde bis zur 14. Minute eine 5:3-Führung. Doch schien dies nur Strohfeuer gewesen zu sein, denn die Gäste konterten mit vier Toren in Folge, um auf 7:5 davon zu ziehen. Osthofen konnte beim 9:9 und 10:10 wieder ausgleichen, musste aber mit einem 10:11-Rückstand wieder in die Pause gehen. Auch nach Wiederanpfiff lag Osthofen bei mehrfachem Ausgleich bis zum 15:15 stets mit einem Tor zurück. Da war mehr drin an diesem Sonntagnachmittag, ein Gefühl das sich allmählich auf TGO-Seite auszubreiten schien.
Als man in der 40. Minute gar mit 16:15 und nur eine Minute später mit 17:15 in Führung gehen konnte, schien sich der Einsatz und Kampfgeist allmählich zu lohnen. Als die Gäste zum 17:17 wieder ausgleichen und gar mit 19:17 und 20:18 wieder in Führung gehen konnten, schien letztlich alles wieder vergeblich. Doch Osthofen überwand das kurze Nervenflattern, zumal Ann-Katrin Hauck in der 52. Minute wieder der Ausgleich zum 20:20 gelang. Es sollte aber noch besser kommen, als nach anfänglicher Schwächephase die herausragende Mona Schmitt zweimal und einmal Michelle Köhler eine 23:20-Führung herauswerfen konnten und Hauck abschließend zum 24:22 traf. Wer hätte dies aufgrund der ersten Halbzeit geglaubt? Man muss halt immer 60 Minuten kämpfen …
Die in der Überschrift aufgeführten Damen waren es, die im Quartett den Sieg mit ihren Toren heraus werfen konnten. Dies ging diesmal auch nur gut, weil sich alle übrigen Spielerinnen voll in den Dienst der Mannschaft stellten und am Ende überglücklich Revanche für die 19:36-Klatsche im Hinspiel genommen hatten. Ein nicht unbedingt zu erwartender Sieg, aber deshalb umso wertvoller für die Moral und das endlich gefestigte Selbstvertrauen. Kein Gegner in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist unschlagbar, wenn man alle für den erfolg nötigen Tugenden auf das Parkett bringen kann.
Für die TGO-Damen spielten: Antje Haag, Mona Schmitt (12/0), Michelle Köhler (2). Kirstin Graf (4/3), Ann-Katrin Hauck (6), Ann-Kristin Knierim, Jasmin Bott, Saskia Kleinewächter, Nina Riemann, Tatjana König, Susanna Graf, Christine Fahrnbach, Elena Thurow.