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  • Di., 30. November 2021, 08:38 Uhr
    Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Trotz frühem Rückstand und Unterzahl unterliegt die TSG Pfeddersheim beim Tabellenzweiten FC Arminia Ludwigshafen nur knapp mit 2:3

    Moral stimmt, Ergebnis stimmt nicht

    Doppelt bestraft: Edonart Leposhtaku (links) musste nach einer halben Stunde vom Platz. Schiedsrichter Justin Joel Hasmann (Neunkirchen) bewertete ein Handspiel des Pfeddersheimers im Strafraum als absichtliche Verhinderung eines Tores. Der folgende Handelfmeter führte zum 2:0 des FC Arminia Ludwigshafen. Foto: Felix Diehl


    VON JÜRGEN JAAP | Jürgen „Kobra“ Wegmann: „Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.“ Andy Brehme: „Hast du Sch… am Schuh, hast du Sch… am Schuh.“ Die TSG Pfeddersheim hält es aktuell mit bekannten Fußball-Persönlichkeiten vergangener Tage. Seit nunmehr elf Spieltagen klebt den Kickern aus dem Wormser Stadtteil in der Südstaffel der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar das Pech an den Fußballstiefeln. Auch im Lokalderby unter Flutlicht Montagabend im Südweststadion Ludwigshafen setzte es für die Truppe von TSG-Trainer Daniel Wilde einmal mehr eine Niederlage. Beim 3:2 (2:1)-Heimsieg des neuen Tabellenzweiten FC Arminia Ludwigshafen präsentierte sich die Wilde-Elf aber trotz einiger Nackenschläge zu Beginn der Partie moralisch völlig in Takt. Pfeddersheim blieb früh in Unterzahl spielend dran, kam nach 0:2-Rückstand zum Ausgleich, um dann doch noch unglücklich als zweiter Sieger vom Platz zu gehen.  

    Daniel Wilde: „Hätten einen Zähler verdient“
    „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben vom Kampf her alles gegeben und hätten am Ende zumindest moralisch einen Zähler verdient“, stellte sich Daniel Wilde vor sein Team, das nun seit über zwei Monaten einem Erfolgserlebnis hinterherläuft. Bei den spielstarken Arminen hielt die TSG in der Anfangsphase prima dagegen. „Eine völlig ausgeglichene Partie“ sah Daniel Wilde gut 20 Minuten. Dann war es wieder einmal – wie so häufig in den Spielen zuvor – ein unnötiger Ballverlust der TSG in der Vorwärtsbewegung, der der Führung der Gastgeber vorausging. Matteo Monetta hatte leichtes Spiel beim 1:0 (25.).

    Doppelte Bestrafung für Pfeddersheim
    Doppelt bitter und irgendwie passend zur momentanen Situation der TSG der nächste Nackenschlag: Ein Schuss aufs Tor sprang Edonart Leposhtaku im Strafraum an den Arm. Schiedsrichter Justin Joel Hasmann aus Neunkirchen bewertete die Szene als absichtliche Verhinderung eines Tores. Leposhtaku sah die Rote Karte (30.), Fabian Herchenhan netzte den Strafstoß sicher ein (31.). „In dieser Situation haben viele mit einem Kantersieg gerechnet, aber wir haben Moral bewiesen“, stellte Daniel Wilde eine Trotzreaktion seiner Elf nach der 1:6-Heimpleite im Hinspiel gegen die Arminen fest. Die TSG zog sich etwas weiter zurück, setzte auf Umschaltmomente und Standards. Einen solchen nutzte Mathias Tillschneider nach Freistoß von Patrick Huth. Im zweiten Anlauf bugsierte der TSG’ler das Leder zum 1:2-Anschluss kurz vor dem Wechsel ins Tor (41.).

    Comeback der TSG bleibt ohne Lohn
    Und mehr noch: Nachdem Ludwigshafen eine hundertprozentige Chance durch Lennart Thum, der eine Flanke von Nico Pantano nicht im leeren TSG-Tor unterbrachte, vergab (48.), durfte Pfeddersheim gar den Ausgleich bejubeln. Rouven Amos veredelte bei einem Konter einen Pass von Tillschneider zum 2:2 (50.). Das TSG-Comeback in Unterzahl war geschafft. Ludwigshafen reagierte mit wütenden Attacken, wurde zwingender – und traf durch den besten Torschützen der Oberliga. Lennart Thum schob einen Steckpass in den Strafraum eiskalt zum 3:2 in die Maschen (76.), bereits Saisontreffer Nummer 17 des ehemaligen Stürmers des VfR Wormatia Worms. „Wir haben das zwar viel besser gemacht als in den letzten Spielen, der Lohn blieb uns aber versagt“, musste Daniel Wilde enttäuscht resümieren. Die Aufstiegsrunde ist mit der Niederlage in Ludwigshafen weit entfernt. In den vier restlichen Spielen der Südstaffel geht es für Pfeddersheim darum, möglichst viele Punkte für den Klassenerhalt einzusammeln.

    Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Staffel Süd:

    FC Arminia Ludwigshafen – TSG Pfeddersheim  3:2 (2:1)

    TSG Pfeddersheim: Stofleth – Lutz (88. Oruc), Haber, Leposhtaku – Burkert (80. Yeboah), Lieberknecht, Tillschneider, Bräuner – Amos, Huth (80. Pollok), Schünke (68. Schmidt).

    Tore: 1:0 Monetta (25.), 2:0 Herchenhan (31. / Handelfmeter), 2:1 Tillschneider (41.), 2:2 Amos (50.), 3:2 Thum (76.).

    Besondere Vorkommnisse: TSG Pfeddersheim – Rot: Leposhtaku (30., absichtliches Handspiel).

    Zuschauer: 227.

     
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