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  • Do., 26. Juni 2014, 23:07 Uhr
    Riesige Freude über den 1: 0 Sieg gegen die USA, auch wenn noch die ganz große Begeisterung fehlte / Gegner im Achtelfinale heißt am Montag Algerien

    Müller, Tor, Sieg, Erleichterung!

    Nach dem 1:0 Sieg gegen die USA jubelten auch im Cafe PInel die Zuschauer des Spiels. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Fußball-Weltmeisterschaft setzt das normale Leben außer Kraft, so auch in Worms und Umgebung. Den ganzen Donnerstag über war das Warten auf den Anpfiff greifbar und viele Arbeitsstellen schienen ab Mittag nur mehr mit dem halben Personal  besetzt. Spätestens ab 17 Uhr lief dann gar nichts mehr. Alles war auf dem Heimweg, keiner ging mehr ans Telefon und alle beruflichen Dinge mussten bis Freitag warten.

    Punkt 18 Uhr ging es dann los, Anpfiff in Brasilien. Die Ausgangssituation war klar, ein Sieg oder ein Unentschieden und Deutschland war im Achtelfinale, bei einer Niederlage musste gerechnet werden, ob es reicht. Deutschland von Beginn an klar überlegen, die US-Boys meist in die Defensive gedrängt und ein Treffer für die in rot-schwarz spielenden Deutschen lag in der Luft. Doch das Tor wollte nicht fallen, auch weil die Männer mit dem Adler auf der Brust nicht zwingend und entschlossen genug waren. Mit dem 0:0 ging es in die Kabinen. Ein gewisse Ernüchterung setzte bei den Fans ein, egal ob beim Public Viewing, in Kneipen oder auf dem Sofa Zuhause. Aber wirklich Angst zu verlieren hatte kaum einer, dazu waren die Deutschen zu dominierend.

    In der zweiten Halbzeit dann der Ex-Lauterer Miroslav Klose für Lukas Podolski. Und gleich wurde es gefährlich vor dem Tor der Amerikaner.  In der 55. Minute ist es dann soweit und Thomas Müller markiert das längst überfällige 1:0 für Deutschland. Jubel auf dem Platz und im ganzen Nibelungenland. Endlich! Was auf dem Rasen folgt ist Ergebnisverwalten bis zum Schlusspfiff. Deutschland gewinnt nicht mit Glanz und Gloria, aber souverän, die US-Boys hatten kaum eine echte Torchance. Erst in der Nachspielzeit brannte es einmal lichterloh im deutschen Strafraum, aber es blieb beim 1:0 Sieg. Letztlich jubeln aber auch die Amerikaner, denn auch sie kommen ins Achtelfinale, da Portugal zeitgleich nur mit 2:1 gegen Ghana gewinnt.

    Nach dem Schlusspfiff herrscht große Freude und Jubel in der Wormser Innenstadt, aber die ganz große Begeisterung fehlt irgendwie (noch). Es ist mehr so ein "Pflichtjubeln" über einen erwarteten, mäßigen Sieg. So hält sich auch der Autokorso in der City in Grenzen. Es wird gehupt, Fahnen werden geschwenkt, aber alles in Maßen. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei und die Leute gehen nach Hause, nicht überschwänglich, aber mit einem zufriedenen Gesicht.

    Alles in allem geht so rasch ein siegreicher, aber ruhiger Fußball-Tag zu Ende.Und endlich ist auch die Punktrunde vorbei und es beginnen die  ko-Spiele, die Leidenschaft versprechen und die Dramen schreiben. Jetzt gibt es nur noch Sieg und Niederlage, rausfliegen oder weiterkommen. Und ganz sicher geht am Montag, wenn die Deutschen das nächste Mal spielen auch die Emotionskurve deutlich und steil nach oben, denn ab jetzt beginnt die WM wirklich. Nun ist das Geplänkel und das Berechnen, wer wie spielen muss, um weiterzukommen,  vorbei

    Der Gegner der deutschen Mannschaft im Achtelfinale heißt am Montagabend Algerien, das gegen Russland am Donnerstagabend 1:1 unentschieden spielte, was zum Weiterkommen reichte.

     

     

     

     

     

     

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