Schon lange fordert die SPD – Stadtratsfraktion ein Gesamtkonzept zur Nutzung der öffentlichen Plätze in Worms und für die Gestaltung des Wochenmarktes. Zuletzt hatte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Heidi Lammeyer in der Ratssitzung im Januar 2014 nachgefragt, ob „mittlerweile ein Marketingkonzept erstellt worden sei, zur Steigerung der Attraktivität des Wochenmarktes.
Der Antwort war zu entnehmen, dass es laufend Gespräche gebe zwischen dem Bereich 3, der für das Markt- und Messewesen zuständig ist, den Marktbeschickern und dem Stadtmarketing, woraus auch Konzepte und Modelle entwickelt wurden, die aber keinen Bestand hatten, da die Zahl der teilnehmenden Marktbeschicker schnell wieder abnahm, so der zuständige Dezernent Hans- Joachim Kosubek. Dazu gehörten z.B. das monatlich einmal stattfindende Marktfrühstück, mottogebundene Veranstaltungen wie „Erdbeerfest“ oder „Erntedank“ oder auch musikalische Auftritte und anderes mehr. Kosubek versprach jedoch, in der Beantwortung der Anfrage im Winter 2014, dass der Bereich 3 nach Rückkehr des Wochenmarktes auf den Marktplatz „diese Ideen wieder aufgreifen werde“.
Allerdings ist davon bis heute nichts zu spüren. Im Gegenteil: Das kleine Weinständchen von Frau Hoffmann, das gerne als Treffpunkt genutzt wurde – und jetzt sehr vermisst wird – musste schließen, da der Wein nicht mehr aus eigenem Anbau stammte und damit gegen die Gewerbeordnung verstieß. An dieser Stelle hätte Kosubek für Alternativen sorgen müssen, so SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst. Auch als vor mehr als einem Jahr der beliebte Sektstand auf dem Markt mit der gleichen Begründung geschlossen wurde, wäre die Suche nach Alternativen sinnvoll gewesen.
Die SPD – Stadtratsfraktion freut sich deshalb, so Lammeyer, dass der CDU – Innenstadtverband sich ihren Forderungen anschließt, für eine attraktivere Marktgestaltung. Ein Weinstand sei durchaus ein attraktiver Aufhänger für ein neues Marketingkonzept. Denn gerade an den Wochenenden gehen die Menschen eben nicht „nur einkaufen“, wie Kosubek zu dem Vorschlag seiner Parteifreunde Stellung nahm, sondern viele wünschen sich ein entspanntes „Einkaufserlebnis“. Allerdings verwirft Lammeyer die Idee eines fest installierten Weinstandes auf dem Wochenmarkt: „Das passt überhaupt nicht ins Ambiente des Platzes!“ Außerdem werde der Platz noch für verschiedene andere Veranstaltungen genutzt, so Horst. Um die Multifunktionalität zu erhalten, ist lediglich ein Marktstand sinnvoll.
Auch gehört der Markt grundsätzlich auf den Marktplatz und nicht auf den Ludwigsplatz, wie von einem Mitglied des CDU – Verbandes wieder ins Gespräch gebracht, plädiert Lammeyer. „Er soll der attraktive Gegenpol zur Kaiserpassage am anderen Ende der Fußgängerzone bleiben und mit seiner Kundenfrequenz die umliegenden Geschäftsbetriebe stärken“.
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