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  • Mo., 07. Februar 2022, 10:39 Uhr
    FUSSBALL: Landesligist SV Gimbsheim unterliegt Oberliga-Elf der TSG Pfeddersheim nach unterhaltsamem Testspiel in letzter Minute mit 2:3

    Munterer „Shootout" der Rechtsaußen

    Vincent Haber (links) und sein Oberliga-Team der TSG Pfeddersheim hatte beim Test gegen den keck aufspielenden SV Gimbsheim viel Arbeit zu leisten. SVG-Stürmer Markus Moh Amar (rechts) markierte den Ausgleich zum 2:2-Zwischenstand, der bis in die Schlussminute Bestand hatte. Foto: Felix Diehl


    VON JÜRGEN JAAP | „Das war ein guter Test, wir haben es richtig gut gemacht“, stellte Gimbsheims Coach Steven Jones zufrieden fest. Und auch Trainer-Kollege Daniel Wilde konnte nicht meckern: „Ein unterhaltsames Fußballspiel gegen ein starkes Team“, zollte der Übungsleiter des Fußball-Oberligisten TSG Pfeddersheim dem zwei Spielklassen tiefer angesiedelten Landesligisten SV Gimbsheim gehörig Respekt für eine couragierte Leistung beim Testspiel-Samstagabend unter Flutlicht auf dem Kunstrasen im wegen Minus-Temperaturen und böigen Windes recht frostigen Gerhard-Oswald-Stadion. Den Zuschauern wurde es allerdings ob eines munteren Kicks schnell warm ums Fußballherz, denn beide Mannschaften waren auf das aus, was ein Fußballspiel so ansehnlich macht – auf Tore und dazu viele schöne Spielzüge.

    Turbulenter Auftakt mit Toren satt

    So dauerte es denn auch nur wenige Sekunden, bis der Oberligist seine Klasse im Angriff aufblitzen ließ. Rechtsaußen Rouven Amos tanzte zwei Gimbsheimer aus, passte auf Mittelstürmer Vllaznim Dautaj, der Enez Aslan im Tor des SVG beim Schuss ins lange linke Eck keine Chance ließ (2.). Gimbsheim schüttelte sich kurz und konterte auch über rechts und den pfeilschnellen Adriano Fragomeli, dessen scharfe Flanke Peter Bähr im Fünfmeterraum der TSG nur noch eindrücken musste (9.). Und wieder rüber auf die andere rechte Seite des Feldes. Dort wiederholte Rouven Amos sein Kunststück im Slalomlauf durch die Abwehr des Landesligisten. Diesmal ist Melchisedec Yeboah, der zweite Pfeddersheimer Stürmer, der Vollstrecker zum 1:2 nach klasse Amos-Zuspiel (11.).

    Starke Rechtsaußen drücken Spiel Stempel auf

    „Die zwei Gegentore haben wir der TSG zu einfach gegeben“, hätte sich Steven Jones schon zu Beginn etwas mehr Biss seiner sonst sehr ordentlich verteidigenden Abwehr gewünscht. Was Daniel Wilde fast genauso für seine Elf heraushob: „Den beiden Gimbsheimer Treffern gingen Ballverluste von uns im Vorwärtsgang voraus. Daran müssen wir bis zum Start der Rückrunde arbeiten.“ Die Fehler im Spielaufbau der TSG allerdings nutzte Gimbsheim über seinen besten Akteur Adriano Fragomeli gekonnt aus. Überhaupt: Wie Rouven Amos auf der anderen Seite drückte Fragomeli dem Spiel seinen Stempel auf, ging dem erneuten Ausgleich zum 2:2 doch fast eine Kopie des ersten SVG-Tores voraus. Wieder setzte sich der Gimbsheimer Rechtsaußen unwiderstehlich durch, flankte nach innen und traf punktgenau den Fuß von Markus Moh Amar (19.).

    TSG Pfeddersheim belohnt sich spät

    Nur logisch, dass beide Teams nach dem turbulenten Auftakt ein wenig den Fuß vom Gaspedal nahmen. Pfeddersheim hatte nun mehr Spielanteile, Gimbsheim verteidigte solide, ließ nur wenig zu und blieb „in eigenem Ballbesitz unaufgeregt“, wie Steven Jones richtig feststellte. Einmal allerdings blitzte die Klasse des Oberligisten noch auf, als Jan-Philipp Schünke einen langen Querpass von Benjamin Himmel technisch brillant aus der Luft pflückte, den er dann im zweiten Anlauf an Enez Aslan vorbei zum späten 3:2-Siegtreffer der TSG verwertete (69.).

    Verstärkung: TSG verpflichtet Mittelfeld-Spieler Aymen Chahloul

    Neben der Freude über den späten Erfolg im prima Test beim SV Gimbsheim konnte TSG-Coach Daniel Wilde noch eine positive Personalie vermelden. Kurz vor Schließung des Transfer-Fensters Ende Januar 2022 verstärkte sich der Oberligist im Kampf um den Klassenerhalt mit einem weiteren zentralen Mittelfeldspieler. Der 19-jährige Deutsch-Tunesier Aymen Chahloul vom direkten Oberliga-Konkurrenten 1. FC Kaiserslautern II soll auf der Zehner-Position für zusätzliche Akzente im offensiven Mittelfeld sorgen. „Ein quirliger Spieler mit toller Technik“, ist Daniel Wilde davon überzeugt, dass der Neuzugang eine Verstärkung des TSG-Kaders darstellt.

    Testspiel

    SV Gimbsheim – TSG Pfeddersheim 2:3 (2:2)
    SV Gimbsheim: Aslan – Wolsiffer, Schwarz, Siebert, Meis (51. Schröher) – Ono (66. Zimmermann), Bähr, Bach, Müller – Fragomeli, Moh Amar.
    TSG Pfeddersheim: Loch – Amos, Lutz, Burkert (40. Kopaliani), Schmidt (62. Bubunaras) – Huth (21. Kaster), Schünke, Himmel, Haber – Dautaj (57. Mörschel), Yeboah (62. Kerth).
    Tore: 0:1 Dautaj (2.), 1:1 Bähr (9.), 1:2 Yeboah (11.), 2:2 Moh Amar (19.), 2:3 Schünke (69.).
    Zuschauer: 70
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