
Der Naturschutzbund NABU kritisiert die Pressemeldung der Stadt Worms zur Schaumbildung auf der Pfrimm (der NK berichtete), in der die Schaumbildung auf der Pfrimm verharmlost werde.
Laut NABU fehlt die wesentliche Information, dass die Ursache ihren Ursprung in der Kläranlage Monsheim habe. Dort entstehe die Schaumbildung infolge eines chemisch-biologischen Prozesses. Durch die Formulierung, es handele sich um „harmlosen Schaum“ werde suggeriert, das Phänomen entstehe durch das Gewässer Pfrimm selbst und sei ein ursächlich biologischer Prozess. „Das ist falsch“, berichtigt Vorsitzender Bösl, „denn es ergeben sich übrigens sehr wohl Auswirkungen auf die Natur!“
Bösl nennt dabei ein Beispiel: Dem durch Tauchstöße ins Wasser nach Fischen jagenden Eisvogel werde über einen großen Zeitraum die Möglichkeit der Nahrungssuche verwehrt. Er kann die Nahrung durch die Schaumbildung nicht entdecken. Gerade jetzt seien vermehrt Eisvögel als sogenannte Wintergäste überwinternd an der Pfrimm anzutreffen. Auch die Gebirgsstelze werde in ihrem Lebensraum unzumutbar beeinträchtigt. Zu den Auswirkungen auf den Lebensraum Gewässer werden in der Pressemeldung gar keine Ausführungen gemacht, kritisiert der NABU.
„Der NABU hat in der Vergangenheit mit aller Deutlichkeit auf die unmittelbaren Auswirkungen auf die Gewässerfauna hingewiesen und zusammen mit dem BUND mit der Werksleitung der Kläranlage Monsheim ein Gespräch geführt“, teilt der NABU abschließend mit.