Stadt und Polizei verstärken Präsenz auf Wormser Weihnachtsmarkt und in Innenstadt
Nach Anschlag in Berlin
Foto: Mirco Metzler/Die Knipser
„Der gestrige Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt mit Toten und vielen Verletzten hat uns erneut auf tragische Weise vor Augen geführt, dass der Terrorismus zur unkalkulierbaren Bedrohung für ganz Europa geworden ist und Angst und Schrecken unter den Menschen verbreitet“, blickt Oberbürgermeister Michael Kissel bestürzt auf den jüngsten Vorfall in der Bundeshauptstadt. „Solche Taten fanatischer Krimineller sind ein Angriff auf unsere Demokratie, unsere freiheitliche Kultur und unsere christliche Wertegemeinschaft. Dem müssen wir mit allen in unserer Macht stehenden Mitteln und entschlossener Solidarität entschieden entgegentreten“, betont der Stadtchef. Den Angehörigen der Opfer und der Stadt Berlin übermittle die Stadt Worms ihr tiefes Mitgefühl und ihre aufrichtige Anteilnahme.
Der Anschlag in Berlin hat die Debatte um mehr Sicherheit erneut aufflammen lassen und viele Menschen blicken mit Sorge auf die übrigen Weihnachtsmärkte in Deutschland und auch hier in Worms und der Region. „Nach Rücksprache mit dem Polizeipräsidium in Mainz, der Polizei Worms und unserer Ordnungsbehörde sowie dem Schaustellerverband haben wir uns entschlossen, den Weihnachtsmarkt wie geplant bis zum 23. Dezember aufrecht zu erhalten“, erklären Oberbürgermeister Michael Kissel und sein zuständiger Dezernent, Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek. Für den Weihnachtsmarkt in Worms bestehe weiterhin keine konkrete Sicherheitswarnung. Gleichwohl weisen alle Sicherheitsorgane darauf hin, dass ein Schutz nicht zu hundert Prozent gewährleistet werden kann.
„Wir haben dennoch vereinbart, die Präsenz von Polizei und Ordnungsbehörde auf dem Weihnachtsmarkt und in der Wormser Innenstadt deutlich zu verstärken“, so Kosubek. Neben der uniformierten Polizei und dem Ordnungsamt, die den Bürgerinnen und Bürgern jederzeit auch als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, werden auch Zivilstreifen in der Stadt unterwegs sein. „Nähere Informationen – etwa über Personalstärke, Kontrollzonen etc. - können wir aus einsatztaktischen Gründen jedoch nicht geben“, bittet der Ordnungsdezernent um Verständnis. Zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in Berlin hat der Schaustellerverband auf der Bühne des Weihnachtsmarktes einen Kranz aufgestellt und wird heute (20.12.) um 18 Uhr eine Schweigeminute abhalten.