Foto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Der VfR Alsheim ist gut in die Saison hineingekommen. Einige unerwartete Ergebnisse hatte er für sich erspielen können. Besonders mit dem Derbysieg gegen den A-Ligisten SV Gimbsheim II im Kreispokal setzte er ein Ausrufezeichen. Genauso das andere Derby in der Meisterschaft gegen die SG Hamm/Eich konnte er für sich entscheiden. „Wir hatten einen super Start und haben uns in der neuen Klasse schnell zurechtgefunden“, sagte der sportliche Leiter Jan Gimus. Am letzten Spieltag war der unangefochtene Spitzenreiter, die SG Spiesheim/Albig, zu Gast. Vielleicht war der Respekt zu groß in der ersten Hälfte, denn die Teams gingen mit einem verdienten 0:2 in die Pause. Jan Gimus: „In der zweiten Hälfte hatten wir von Anfang an das Zepter in der Hand.“ Mit einem Doppelschlag von Gregor Volker von Ehrlich-Treuenstätt und Ali Bülbül war das Spiel schnell wieder auf offen gestellt.
Der Tabellenführer musste sich danach mehr strecken, als ihm lieb war. Ein Spiel auf Augenhöhe, nur mit dem Unterschied, dass die Gäste vor dem Tor eiskalt agierten und ihre Chancen bestens ausnutzten. Selbst nach dem 3:4-Anschlusstreffer durch Anton Bolotov hatte der VfR die Partie nicht wenden können, darüber hinaus war die Chancenverwertung nicht optimal. Am Ende gab es einen verdienten 3:6-Erfolg für die Gäste. „Das Spiel hätte auch 5:5 ausgehen können. Die Niederlage war ein bisschen zu hoch, aber gerechtfertigt“, analysierte der sportliche Leiter. Damit knüpfte das Team an die momentane sieglose Serie an. Seit sechs Spieltagen läuft es den drei Punkten hinterher. Die Gründe, die dazu führten, sind den Verantwortlichen durchaus bewusst. Wichtige Akteure fehlten aufgrund von Langzeitverletzungen und Langzeitsperren. Es wird auch noch einige Zeit dauern, bis Trainer Hüseyin Erbektas wieder auf seine Stammkräfte zurückgreifen kann. Einige werden hoffentlich in der Winterpause wieder zur Verfügung stehen, andere werden bis zur neuen Saison ausfallen. Jan Gimus: „Wenn du deine Chancen nicht wahrnimmst, bekommst du irgendwann die Quittung.“
Bis zur Winterpause stehen noch schwere Spiele auf dem Plan für den VfR. Diese Zeit muss er noch überbrücken. In der Pause will sich das Team neue Kraft holen. Es hat das Ziel, wieder an den guten Start anzuknüpfen und sich zu beweisen. Denn die Stimmung in der Mannschaft ist nach wie vor positiv. Aus diesem Grund wird sie die restliche Saison nicht anders angehen als bisher. Sie hat das Ziel und den Glauben an sich, in jedem Spiel als Sieger vom Platz zu gehen. Dafür sollte in der vorderen Box der Knoten platzen. In der Vorrunde müssen noch zwei Spiele absolviert werden. Aus der Rückrunde kommen in diesem Jahr noch vier Spiele hinzu. Ein hartes Programm für die B-Ligisten. Drei Punkte beträgt der Vorsprung vor dem ersten möglichen Abstiegsplatz. Die Saison ist noch sehr lang. Kommt der VfR zurück in die Spur, dürfte er mit dem Abstieg nichts zu tun haben.