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  • Di., 26. August 2014, 22:40 Uhr
    Das Liebenauer Feld geht seiner Vollendung entgegen und hat einen neuen, ökologisch orientierten Stadtteil im Herzen der City entstehen lassen

    Nach kurzer Durststrecke zum Erfolgsmodell

    Vom Dach des Ärztehauses hat man einen großen Blick über das Liebenauer Feld bis zu den alten Stadthäusern. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Mit dem Abzug der US-Armee in den Jahren 1998/99 aus Worms stand das Thomas-Jefferson-Village von einem auf den anderen Tag leer. Nachdem das Areal durch die Liebenauer Feld GmbH vom Bund erworben wurde, machte sich die Entwicklungsgesellschaft im Jahr 2001 daran das Gebiet zu sanieren. Dabei wurden zehn Gebäude abgerissen und zwölf auf den neusten Wohnstandard gebracht. Einer der ersten Nutzer war die Westend-Grundschule, die aus dem Gemeinschaftsgebäude mit der Realschule in der Röderstraße auszog und auf dem Liebenauer Feld ein neue Heimat fand.

    Lief die Entwicklung des Liebenauer Feldes am Beginn etwas schleppend an, so kommt die Entwicklungsgesellschaft seit einigen Jahren nun mit Riesenschritten voran. Damit ist die Nutzung des ehemalige Geländes der US-Streitkräfte ein gelungenes Bespiel für die erfolgreiche Konversion in Rheinland-Pfalz, also der Umwandlung von Militärliegenschaften in zivile Projekte.

    Kita und Seniorenheim
    Im Januar 2011 konnte die Kindertagesstätte an der Von-Steuben-Straße mit 115 Plätzen eingeweiht werden. Ein großer Schritt in der Entwicklung des Liebenauer Feldes war die Eröffnung des Seniorenheims CASA REHA Mathildenhof an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße zur Bebelstraße. Der Mathildenhof ist ein Seniorenheim, das Platz für 158 ältere Mitbürger bietet. Integriert in das Gebäude ist ein REWE-Markt, eine Apotheke und eine große Sparkassen-Filiale.

    Ökologische Bauweise
    Ein besonders hervorstechendes Merkmal des Liebenauer Feldes ist die ökologische und energetische Bauweise. So wird etwa die gesamte Wärme für das Areal dezentral aus regenerativen Quellen im eigenen Blockheizkraftwerk (grünes Gebäude) an der Von-Steuben-Straße produziert. Zu erwähnen ist auch die soziale Dimension, die bei der Erschließung des Gebietes berücksichtigt wurde. So ist etwa in der Hegelstraße ein Mehrgenerationenhaus mit 16 Wohnungen entstanden.

    900 Wohnungen
    Insgesamt wird das Wohnangebot des Liebenauer Feldes in den nächsten Jahren seine Abrundung erfahren. Insgesamt werden im Liebenauer Feld nach Abschluss aller Bautätigkeiten 900 Wohnungen erstanden sein. Von dem ursprünglichen, amerikanischen Thomas-Jefferson-Village wurden zwölf Häuser saniert. Dazu kommen an attraktiven Neubauten 27 Reihenhäuser und rund 50 Gebäude mit Eigentums- und Mietwohnungen.

    Lebenszyklushäuser
    Eine Besonderheit bei der Bebauung stellen  die Lebenszyklushäuser dar. Sie sind so konzipiert, dass sie in jeder Lebensphase eines Menschen bzw. einer Familie mit leichten baulichen Veränderungen optimale Wohnbedingungen bieten. Hintergrund ist, dass eine junge Familie mit Kindern andere Bedürfnisse hat als ein allein lebendes älteres Ehepaar.

    Positives Fazit
    Gegenüber dem NK zog Jürgen Beck, Geschäftsführer sowohl der Wohnungsbau GmbH Worms wie auch der der Liebenauer Feld GmbH,  ein positives Fazit über den Entwicklungsstand. Ein Grund für die Beliebtheit des Liebenauer Feldes sei die ruhige und dennoch zentrale Lage. So sei man in nur wenigen Gehminuten am Wormser Hauptbahnhof oder in der City. Eine Kita sowie die Grundschule seien gerade für Eltern mit Kindern interessant. Mit der Eröffnung des REWE-Marktes im Gebäude des Mathildenhofes ist zudem die rasche Nahversorgung gewährleistet.

    Verwaltungsgebäude Wohnungsbau
    Die Wohnungsbau GmbH wird in ihr neues Verwaltungsgebäud ziehen, das auf dem Gelände des Liebenauer Ffeldes gerade am Entstehen ist. Die Fertigstellung ist für Mitte/Ende 2014 projektiert. Gebaut wird das Verwaltungsgebäude direkt neben dem „Green-Office“, in dem das Blockheizkraftwerk integriert ist.

     

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