CDU-STADTRATSFRAKTION: Schulen sollen selbst entscheiden können, mit welchem Programm der Unterricht zu Hause laufen soll
„Nach wie vor Chaos beim Homeschooling"
Die CDU-Stadtratsfraktion erreicht viele Beschwerden zum Thema Homeschooling. Stephanie Lohr fordert vom Kultusministerium, dass den Schulen mehr Entscheidungsfreiheit und vertrauen entgegengebracht wird. Foto: pixabay/Muscat_Coach
Seit gut zwei Wochen läuft nun in Rheinland-Pfalz der Schulunterricht im Homeschooling, doch es klemmt und harkt nach wie vor fast überall, so die CDU-Stadtratsfraktion. Lehrer, Eltern und vor allem die Schüler sind genervt und demotiviert, weil nichts geht. Die Beschwerden bei den Mitgliedern der CDU-Stadtratsfraktion nehmen kein Ende.
„Nach dem misslungenen und zum Teil chaotischen Schulstart zu Jahresbeginn wurden Nachbesserungen und Kapazitätsaufrüstungen angekündigt, doch die Plattformen `Moodle`, `Big Blue Button` (BBB) und `Sdui` laufen immer noch nicht zufriedenstellend,“ berichtet die Vorsitzende des Stadt-Schulelternbeirats Jeanine Emans-Heischling. Teilnehmer fielen nach wie vor aus dem System, müssten neu hochladen oder starten, das alles koste Zeit und Energie, die die Schüler wahrlich besser einsetzen könnte. Bei „Sdui“ können sogar nur wenige bis gar keine Konferenzen bzw. Schüler-Lehrertreffen durchgeführt werden. „Was die Landesregierung uns Eltern und auch den Schülern hier zumutet, ist nicht mehr nachvollziehbar,“ fällt Emans-Heischling ein vernichtendes Urteil.
„Endlich verlässliche Systeme"
Für Stephanie Lohr, Wormser Landtagsabgeordnete der CDU, geben sich die Schulen wie auch die Lehrer alle Mühe, das System am Laufen zu halten. Die Leitungsfähigkeit von „Moodle“, „BBB“ und „Sdui“ wird nicht nur von Lohr angezweifelt. „Wie weit kann und muss die Kapazität noch ausgebaut werden und besteht ein sicherer Virenschutz?“, fragt sich die Wormser Landtagsabgeordnete. „Wir brauchen für unsere Schüler und Lehrer endlich verlässliche Systeme, damit man sich wieder auf das Vermitteln von Lernstoff konzentrieren kann“, so Lohr weiter.
„Wertvolle Zeit verloren"
Die Vorsitzende des Schulelternbeirats Emans-Heischling fragt sich, warum man zum Beispiel nicht auf das bewährte System von „MS Teams“ umstellen kann. „`MS Teams` läuft weltweit zuverlässig und wird auch von großen Unternehmen genutzt, weil es eben reibungslos funktioniert." Stephanie Lohr hatte bereits im Dezember in einem Schreiben an das Kultusministerium in Mainz gefordert, dass man den Schulen mehr Entscheidungsfreiheit und mehr Vertrauen entgegen bringen solle, damit diese für Ihre Schule die passende Lösung umsetzen können. „Wenn sich in den nächsten Tagen bei den von der Landesregierung favorisierten Plattformen nichts Entscheidendes tut, sollten wir ganz schnell auf `MS Teams` umsteigen. Wir haben durch dieses Hickhack schon viel zu viel wertvolle Zeit verloren“, sieht Lohr die SPD geführte Landesregierung jetzt eindeutig in der Pflicht, schnell und effektiv zu handeln.