
Aus über 950 Bewerbungen hat die nebenan.de Stiftung 80 herausragende Nachbarschaftsprojekte ausgewählt und für den Deutschen Nachbarschaftspreis 2026 nominiert. Auch „Hochheim trifft sich“ ist in der Auswahl und zeigt vorbildhaft, wie lokales Engagement Zusammenhalt stiftet.
Alle zwei Monate findet immer am dritten Mittwoch des Monats an wechselnden Orten und mit unterschiedlichen Inhalten „Hochheim trifft sich“ statt. „Wir wollen damit eine Gelegenheit schaffen, dass Menschen im Ort sich kennen lernen, Nachbarn neben dem flüchtigen Gruß auf der Straße, auch mal ungezwungen und mit Zeit miteinander ins Gespräch kommen und dabei den Ort an dem sie wohnen mit neuen Augen sehen,“ so Eric Niekisch aus dem Organisationsteam.
Damit dies gelingt werden immer wieder neue Räume im Ort erschlossen, oftmals, ohne dass sie zuvor als mögliche Veranstaltungsorte bzw. Treffpunkt wahrgenommen wurden. Beworben werden die Veranstaltungen immer mit einem besonderen Schwerpunkt in der jeweiligen direkten Nachbarschaft des Ortes. So finden neben einem festen Stamm an Personen die regelmäßig dabei sind, auch immer wieder neue Menschen im Stadtteil zusammen.
Über wechselnde Formate werden unterschiedliche Interessen bedient. So kam über die Jahre schon ein eine bunte Vielfalt an Veranstaltungen zustande, wie zum Beispiel: Länderspezifische Abende mit Leckereien und Spielen aus dem jeweiligen Beispielland, Karaoke, Lieblingsbuchvorstellung, Spieleabend, Cocktailabend und viele weitere mehr. Mit Beginn der Werbung, wird kommuniziert welchen Beitrag die Teilnehmenden mitbringen können, so dass die Arbeit auf möglichst viele Schultern verteilt ist und alle einen Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung beitragen und Abwechslung garantiert ist.
Entstanden ist das Format Ende 2022. Nach Corona war es Ziel eine Plattform zu schaffen, in der sich Menschen wieder begegnen, Zusammenhalt und Nachbarschaft gestärkt sowie öffentliche Räume belebt werden. Hinzu kam, dass Vereine, die früher starke Akteure im Ort waren, ums Überleben kämpften und es die klassische Dorfkneipe, als Ort des Dorflebens nicht mehr gab. Hier setzte das Projekt an und zeigt mittlerweile eindrucksvoll, dass es eigentlich nicht viel braucht, außer ein paar Menschen mit guten Ideen und Lust darauf etwas für die Gemeinschaft zu leisten.
„Gerade in Zeiten, in denen immer wieder der Verlust des sozialen Zusammenhalts beklagt wird, möchten wir dazu inspirieren, tätig zu werden und sich aktiv in das Gemeinwesen einzubringen,“ fasst Niekisch die Motivation des Organisationsteams zusammen.
Die Projekte und Initiativen haben nun die Chance, die Expertenjurys zu überzeugen und den Deutschen Nachbarschaftspreis in ihrem Bundesland oder einer der fünf Themenkategorien zu gewinnen. Gewürdigt wird der Einsatz mit einem Preisgeld von bis zu 5.000 Euro. Alle nominierten Projekte und weitere Infos gibt es unter www.nachbarschaftspreis.de
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