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  • Do., 22. Oktober 2020, 16:11 Uhr
    DIAKONISCHES WERK: Coole, selbstgenähte Masken für den Jugendtreff Herrnsheim

    #Nachhaltigkeit - Selbstgenähter Mundschutz für Jugendliche

    Einsatz für die Nachhaltigkeit im Jugendtreff Herrnsheim. Die Nähmaschine läuft auf Hochtouren …


    Die Sozialarbeiter Jens Fey und Samira Osti vom Diakonischen Werk Rheinhessen nähten aus gespendeten Baumwollstoffen wiederverwendbaren Mund- und Nasenschutz für Jugendliche, um den hohen Verbrauch von Einwegmasken zu vermindern.

    Zu Beginn von Corona konnte noch niemand absehen, wie sich die Einschränkungen und Hygienevorschriften auf unser aller Leben auswirken werden. „Bereits früh zum lockdown haben wir beschlossen, einen bunten und für die Jugendlichen passenden Mund- und Nasenschutz zu nähen“, erklärten die Beiden. Es wurden mehr als 200 Masken in ganz Worms, insbesondere den Vororten, von der Mobilen Jugendarbeit verteilt. Jugendliche konnten sich über die Instagram Seite der MoJa Worms melden und erhielten kostenlos einen selbstdesignten Mundschutz.

    Ständiger Begleiter und Pflicht

    Da mittlerweile Corona und der Mund- und Nasenschutz ein ständiger Begleiter und sogar Pflicht in unserem alltäglichen Leben geworden ist, zeigt sich, dass gerade die Jugendlichen weiterhin einen großen Bedarf an Alltagsmasken haben. „Der eine Mundschutz ist zuhause geblieben, der andere wird gerade gewaschen oder es sind noch nicht mal mehrere Masken im Haushalt verfügbar“ berichtet Jens Fey.

    Nach der Wiederöffnung der Jugendtreffs im Juli stellte die Stadt Worms, als Träger der Einrichtungen, den jugendlichen Besuchern Einwegmasken und Desinfektionsmittel zur Verfügung. Daher ist es nicht erstaunlich, dass der wöchentliche Bedarf an Einwegmasken im Jugendtreff Herrnsheim sehr hoch ist. „Da werden auch mal bis zu 50 Einwegmasken in der Woche verbraucht“, berichtet Samira Osti aus ihrem Treffalltag.

    „Was eine Schande für die Umwelt!“, dachten sich die beiden kreativen Köpfe und warfen daraufhin nochmals die Nähmaschinen an und nähten weitere 200 Masken in drei jugendgerechten Größen, sowohl für den Gebrauch im Jugendtreff Herrnsheim als auch zum Verteilen. Der Mundschutz sollte dabei nicht nur cool aussehen und den Jugendlichen gefallen, sondern weiterhin nachhaltig in seiner Verwendung sein. Mittlerweile gibt es einen festen Bestand an bunten Masken in mehreren Größen, welche nach dem Besuch des Jugendtreffs wieder abgegeben und frisch gewaschen werden, sodass sie beim nächsten Treffbesuch weiterverwendet werden können.

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