Von Rudolf Uhrig › Aus der Renaissance, dem Barockzeitalter, aber auch von der Neuzeit her kennt man sie, die Sockel und Säulen, die die griechische und römische Antike hervorbrachte. Und auf solch einem Podest hat er Platz genommen. Es ist eher ein schlichter Stein, nicht verziert nach dorischen, ionischen, toskanischen oder korinthischen Anordnungen, aber eben erhöht, wie es wohl einem der größten Popstars unserer Zeit gebührt. Muskulös und nackt, die Scham verhüllend, fast so wie Auguste Rodins‘ Meisterwerk „Der Denker“, ist er da zu sehen. Und wie man weiß, hat der Franzose, damals vor 120 Jahren, mit vielen Traditionen gebrochen, worüber sich das Publikum stark