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  • Sa., 27. Oktober 2018, 16:23 Uhr
    Das Netzwerk Worms startet Landesprojekt zur Begeisterung von Schülerinnen und Schülern für Pflegeberufe

    „Nachwuchssicherung in den Pflegeberufen II“

    Um Jugendliche in der Phase der Berufsorientierung nachhaltig für Pflegeberufe zu sensibilisieren, startete Ende 2016 das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) Rheinland-Pfalz das Landesprojekt „Nachwuchssicherung in den Pflegeberufen“. Dabei werden regionale Netzwerke in Kooperation mit Einrichtungen der Pflege, Pflegeschulen und allgemeinbildenden Schulen gebildet, konnte Sina Steffen, Projektleiterin care4future, berichten.

    3 Schulen arbeiten mit 5 Einrichtungen zusammen
    Auch in Worms wurde ein solches Netzwerk gegründet. Es besteht aus den beiden allgemeinbildenden Schulen Pfrimmtal-Realschule plus und Nelly-Sachs-Integrierte-Gesamtschule, der Berufsbildenden Schule Karl-Hofmann-Schule Worms sowie fünf Einrichtungen der Pflege.

    Dazu zählen die Pro Seniore Residenz Amandusstift, das AGAPLESION MARTIN LUTHER HAUS und AGAPLESION SOPHIENSTIFT, die SAWO GmbH & Co. KG Pflegedienst und Tagespflege sowie das AWO Haus der Generationen Remeyerhof. Im Rahmen von drei Netzwerktreffen entstand ein Curriculum, das nun im ersten Anlauf an der Pfrimmtal-Realschule plus umgesetzt wird, freute sich Schulleiterin Simone Gnädig und der Schulleiter der KHSW Jens Leilich. Die Nelly-Sachs-Integrierte-Gesamtschule wird im nächsten Schuljahr aktiv an den Start gehen.

    Authentisches Praxiswissen vermitteln
    Neben theoretischen Einführungen in das Thema Pflege wird den Schülerinnen und Schülern umfassendes und authentisches Praxiswissen vermittelt. In vier Unterrichtseinheiten besuchen sie die beteiligten Einrichtungen und lernen vor Ort vor allem durch Selbsterfahrung. So können sie beispielsweise in Kontakt mit unterschiedlichen Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtungen kommen und sich aktiv mit ihnen austauschen. Neben Elementen der grundpflegerischen Versorgung werden sie auch mit dem Krankheitsbild der Demenz vertraut gemacht und erfahren, was es bedeutet alt zu werden und zunehmend auf Hilfe angewiesen zu sein. Im Anschluss an die Unterrichtseinheiten wird ihnen zudem die Möglichkeit geboten, ein Praktikum zu absolvieren.

    „Peer-Learning“ als Konzeptgrundlage
    Eine weitere besondere Konzeptgrundlage des Projekts ist das „Peer-Learning“, denn die Schülerinnen und Schüler werden von den Auszubildenden der Karl-Hofmann-Schule und der Einrichtungen als Mentorinnen bzw. Mentoren begleitet und unterstützt. Die Pflegeschülerinnen und -schüler geben ihr Wissen auf Augenhöhe weiter und ermöglichen den Jugendlichen einen authentischen Einblick in ihren Arbeitsalltag.

    Abgerundet wird das Projekt durch einen jährlich stattfindenden Tag der offenen Tür an der Pfrimmtal – Realschule plus, bei dem die Schülerinnen und Schüler eine Abschlusspräsentation über das Erlernte und Erlebte vorstellen, so Gnädig.

    Das Projekt stellt damit ein Instrument dar, das Schülerinnen und Schülern nicht nur einen intensiven Einblick in das Berufsfeld Pflege ermöglicht, sondern langfristig und nachhaltig darauf abzielt, dem Fachkräftemangel in Pflegeberufen auf regionaler Ebene entgegenzuwirken, so Leilich abschließend, der auf die Wichtigkeit der Pflegeberufe auch an seiner Schule hinweist.

    Die Projektteilnehmer freuen sich über die neuen Möglichkeiten, die sich aus der Kooperation ergeben.

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