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  • Mo., 16. Oktober 2023, 10:08 Uhr
    OBERLIGA: Pfeddersheim bezwingt RW Koblenz

    Nächster Heimsieg für die TSG

    Beide Torschützen holen sich gemeinsam den Ball. Ryoji Matsumura und Fabio Schmidt erzielten die zwei Tore zum Heimsieg. Foto: Felix Diehl


    Von Marcus Diehl › Drei Heimspiele in Folge gewonnen und alle zu Null. Der letzte Tabellenplatz ist wieder Vergangenheit. Die TSG Pfeddersheim erreichte einen 2:0 Heimsieg gegen Rot-Weiß Koblenz. Vier Tabellenplätze sind in der Oberliga gut gemacht. Der Abstand zum rettenden Ufer ist leider gleich geblieben. Hätte in den letzten Heimsiegen von etwas Glück gesprochen werden können, muss diesmal gesagt werden, völlig verdient. „Eines der besten Spiele, seit dem ich hier bin. Müssen trotzdem weiterhin sehr demütig sein“, war Trainer Mario Cuc sehr erfreut über die Leistung.

    Konstant spielbestimmend

    Von der ersten bis zur letzten Minute war die TSG die spielbestimmende Mannschaft. Nur kurz nach der Pause konnten die Gäste etwas Druck aufbauen und kamen durch Nao Oriyama zu der ersten Chance aus dem Spiel heraus. Ansonsten waren die Gäste, wenn überhaupt, nur über Standards gefährlich. Gästetrainer Fatih Cift war des Lobes für die TSG. Sie hätten mehr Leidenschaft auf den Platz gebracht als seine Mannschaft. Diese These kann unterstrichen werden. Das Team von Trainer Mario Cuc zeigte sein Heimgesicht. Sie starteten sehr druckvoll und hatten viel Zug in Richtung Tor.

    Nach zwei Minuten hatte zuerst Ryoji Matsumura und dann Matthias Tillschneider das Tor auf dem Fuß. Vorausgegangen war eine Eckball-Variante. Sie war zwar nicht mit Erfolg gekrönt, für Trainer Mario Cuc aber eine sinnbildliche Situation für das neu gewonnene Selbstbewusstsein seiner Mannschaft. Was momentan nur für die Heimspiele zählt. „In unserer Situation diesen Mut zu haben, zu Beginn einer Partie gleich etwas neu einstudiertes auszuprobieren, spricht für das Team. Nur diesen Mut brauchen wir über die komplette Spielzeit.“

    Bis zum Ende spannend

    Nach vorne wurde mutig gespielt und in der Defensive greifen die Rädchen immer mehr ineinander. Die Anzahl der Gegentore konnte mittlerweile deutlich reduziert werden. Das einzige Manko war das torlose Remis zur Pause. Wer nicht schießt, kann keine Tore schießen. Manchmal zu umständlich agierte die TSG Offensive. Der Abschluss ätte früher gesucht werden können. Trainer Mario Cuc: „Mit und gegen den Ball war wir heute gut unterwegs und das haben wir durchgezogen. Waren auch kreativer als sonst.“

    In der zweiten Hälfte ist der Führungstreffer zur richtigen Zeit gefallen. In der 53. Minute köpfte Fabio Schmidt einen Abpraller zur verdienten Führung ein. Zuvor scheiterte Rouven Amos an Torhüter Romaric Grenz. In der Folge hätte der Vorsprung mehrmals ausgebaut werden müssen. So blieb das Spiel weiterhin spannend. Reda Chkifa und Ryoji Matsumura haben beste Gelegenheiten ausgelassen. Wobei Ryoji mit einem Lattenkracher auch das Pech auf dem Fuß hatte. So mussten die TSG Fans bis zum Ende zittern.

    Zweites Tor von Matsumara

    Die Gäste schwächten sich noch selber, als Jonas Ercan sich zu einer Tätlichkeit provozieren ließ. Das Umschubsen gegen Matthias Tillschneider ahndete der Schiri mit der roten Karte. In der Nachspielzeit sorgte Ryoji Matsumura für die Erlösung. Ein zu kurz geratener Befreiungsschlag vom Koblenzer Torhüter kam durch Lion Schubach postwendend zurück an Ryoji. Mit einem Schlenzer aus 35 Meter beförderte er den Ball in das leere Tor. Diesen Treffer hatte sich Ryoji Matsumura mehr als verdient. Sein unbedingter Wille und der Einsatz für sein Team wurden diesmal belohnt. Genau diesen Mut und Einsatz muss die TSG jetzt auch auswärts an den Tag legen.

    „Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Gegner uns anders wahrnehmen. Die Art und Weise stimmen. Ich bin positiv eingestellt, was die Spiele in diesem Jahr noch betreffen“, ist Trainer Mario Cuc guten Mutes, dass auch auswärts die Erfolge sich einstellen werden. Am nächsten Sonntag geht es um 14 Uhr zu Cosmos Koblenz. Sie stehen mit einem Punkt mehr zwei Plätze vor der TSG. Sieben Punkte sind es zum ersten möglichen Nichtabstiegsplatz. Von acht Absteigern kann wieder einmal ausgegangen werden. Wenn bedacht wird, dass es von Platz fünf bis Platz dreizehn gerade einmal drei Punkte Unterschied sind, ist in dieser langen Saison noch alles möglich.

    Viel Unterstützung

    Es ist nur eine Momentaufnahme, noch ist alles drin für die TSG. Nur um den Druck herauszunehmen, die Heimspiele immer zu gewinnen müssen, sollte auch in der Fremde endlich einmal gepunktet werden. Sehr gut war die letzte Trainingswoche. Es konnte sehr konzentriert gearbeitet werden. Verschiedene Dinge standen auf dem Plan, die sehr fokussiert und mit einer gewissen Intensität abgearbeitet wurden. Mit sichtbarem Erfolg.

    Unterstützung bekommt Trainer Mario Cuc von breiter Front. Bis der fehlende Co-Trainer einspringen wird, sind viele Helfer mit an Bord. Ob Manuel Müller oder Manuel Wöllner, jeder steht parat, wenn Hilfe gebraucht wird. Auch ein sogenanntes Fördertraining wird angeboten. Talente aus der Jugend, zweiter Mannschaft und nach Verletzungen zurückkommende Spieler, werden von Benjamin Himmel und Jens Blüm auf höhere Aufgaben vorbereitet.
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