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Mo., 14. März 2022, 15:29 Uhr
Handball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Frauen: TG Osthofen holt nach mäßiger erster Halbzeit wichtigen 29:26-Heimsieg im Abstiegsduell gegen HSV Sobernheim
Nächstes Abstiegsduell, nächster Sieg
Holte mit ihrem Tor zum 17:16 (38.) die erste Führung für die TG Osthofen im Abstiegsduell gegen HSV Sobernheim: Ronja Rogawski überzeugte in der zweiten Halbzeit als Spielmacherin mit Zug zum Tor. Foto: Felix Diehl
VON JÜRGEN JAAP | Kurzfristige Spielabsagen und ein zerstückelter Spielplan ob Corona hin oder her. Die Handball-Frauen der TG Osthofen haben sich mit Siegen gegen SV Zweibrücken, gegen HF Köllertal, beim TV Welling und nun auch noch gegen HSV Sobernheim nach der Winterpause eindrucksvoll im Abstiegskampf der Handball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar der Frauen zurückgemeldet. Mehr noch: Nach dem 29:26-(11:14)-Heimerfolg über den direkten vorderen Tabellennachbarn HSV Sobernheim aus dem Landkreis Bad Kreuznach, dem vierten Volltreffer im vierten Abstiegsduell 2022, hat das Team um Trainer Frank Zimmermann sogar Tuchfühlung zum Mittelfeld aufgenommen. Die TG Osthofen ist nicht mehr „nur“ dabei, sondern mittendrin in der Oberliga-Saison 2021/2022.
Eine Halbzeit zum wegschauen
Einfach fiel der Sieg im Abstiegsthriller freilich nicht in die Hände der Wonnegauerinnen. „Gas geben – von Anfang an“, hatte TGO-Coach Frank Zimmermann seine junge Mannschaft vor dem Anwurf gleich zweifach wachrütteln wollen. Vergeblich. „Das ist nicht anzugucken, ihr seid nicht auf dem Platz“, wetterte der emotionale Coach in der ersten Auszeit. Osthofen startete fahrig, leistete sich Schrittfehler, Fehlpässe und etliche schlecht vorbereitete Würfe. Die Konsequenz einer mäßigen Anfangsphase: Sobernheim ging scheinbar mühelos 3:0 (5.), 8:5 (20.) und 13:9 (28.) in Front. „Den heftigen Anschiss unseres Trainers in der Halbzeitpause haben wir uns redlich verdient – und zu Herzen genommen“, gestand Mona Schmitt nach der Partie mit einem Lächeln um die Lippen ein.
Linkshänderin Marlene Klein überragt auf Rechtsaußen
Ein Lächeln der pfeilschnellen TGO-Powerfrau speziell deshalb, weil sie und ihr Team in der zweiten Hälfte ein völlig verändertes Gesicht zeigte. Mit zwei Gegenstoß-Toren vor dem Wechsel zum 11:14-Halbzeitstand und zwei weiteren erfolgreichen Gegenstößen nach der Pause stellte Mona Schmitt die Partie auf 16:16 (37.). Überhaupt: Vanessa Maluschke mit Anlauf aus dem Rückraum und Rechtsaußen Marlene Klein (Frank Zimmermann: „Eine brillante Vorstellung in der 6:0-Abwehr und im Angriff“) nahmen die Sobernheimer Defensive mächtig in die Zange. Osthofen drehte die Begegnung und führte Mitte der zweiten Hälfte mit drei Treffern Vorsprung 21:18.
TGO-Leistungssteigerung im Quadrat
Sobernheim hielt allerdings in der besten Phase der TG Osthofen über die Kreisläuferinnen Franziska Teuscher und Carolin Schneider gut dagegen. „Wir mussten bis zum Schluss voll konzentriert bleiben“, attestierte Frank Zimmermann seiner Truppe in den zweiten 30 Minuten „eine Leistungssteigerung im Quadrat“. Und weil die erfahrene Kreisläuferin Kristina Graf dem TGO-Mittelblock den nötigen Halt gab, gelang dies auch. Osthofen brachte den Drei-Tore-Vorsprung routiniert über die Runden. „Ein Sieg im Abstiegsduell, den wir uns nach der Pause verdientermaßen erkämpft haben“, befand Mona Schmitt. Und mit dieser Einschätzung traf die quirlige linke TGO-Rückraumspielerin den Nagel aber mal voll auf den Kopf.