
In Worms-Abenheim naht das Ende des Geldautomaten, Serviceterminals und Kontoauszugsdruckers von Sparkasse und Volksbank in der Wonnegaustraße. Die ehemalige Sparkasse wird zu einer Arztpraxis umgebaut, so dass die Bankautomaten in der SB-Filiale abgebaut werden müssen.
Ebenso wie die Bürgerinitiative „Lebenswertes Abenheim“ kämpft Alfred Koch, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion und aus Abenheim stammend, mit einem offenen Brief für den Erhalt.
„Sei das Schließen von Vorortfilialen schon Ausdruck von Geringschätzung gegenüber den Kundinnen und Kunden in den Außenregionen, so setze die nun beabsichtigte Wegnahme der Bankautomaten und die Kappung der Bargeldversorgung in Abenheim der fehlenden Bürgernähe, der mangelnden Regionalität beziehungsweise auch dem schwindenden genossenschaftlichen Denken die Krone auf. Soweit mir bekannt ist, wird dies bankenseits zum einen durch die Kündigung bezüglich der bisherigen Standorträumlichkeiten und zum anderen mit Einsparungs- bzw. zurückgehender Rentabilität begründet“, schreibt Koch. Allerdings dürfe hierbei das Wohl gerade der älteren Stammkunden nicht aus den Augen verloren werden - zumal, da Sparkasse und Volksbank ihre je um über zehn Prozent gestiegene Bilanzsumme vermeldet haben.
Darum fordert der Freidemokrat die beiden Banken dazu auf, dafür Sorge zu tragen, dass weiterhin in Abenheim Bankgeschäfte getätigt und Geldbeträge abgehoben werden können.
Volker Rathay, Pressesprecher der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, kennt den Wunsch aus Abenheim. Aber er weiß auch um die wirtschaftlichen Realitäten. SB-Stellen werden immer weniger genutzt. Gleichzeitig steigen die Kosten für den laufenden Betrieb.
„Neben der Volksbank stellen wir unverändert das dichteste Netz an Geschäftsstellen in der Region und für in der Mobilität eingeschränkte Personen bieten wir ein Bargeld-Taxi an“, bedauert Rathay das Dilemma zwischen Wunsch und Wirklichkeit.
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