AUS DEM STADTRAT: „Siedler“ zeigen Flagge und weisen auf Verkehrsproblematik hin / Gemeinsam Lösungen erarbeiten
„Nehmen die Sorgen ernst“
Der Schein trügt - nur in den Ferien, abends oder am Wochenende ist der Weg entlang der Schule in der Karl-Marx-Siedlung frei. Archivfoto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN | Ein bekanntes Thema, der NK berichtete, kochte am Mittwoch im Wormser Stadtrat wieder hoch. Im Rahmen der Einwohnerfragestunde nutzten Klaus Trapp, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft in der Karl-Marx-Siedlung, und Rosemarie Schmidt als Anwohnerin die Möglichkeit, auf die Verkehrsproblematik vor Ort hinzuweisen. Die ist aktuell bereits gravierend, könnte sich aber durch den geplanten Ausbau zu einem Förderzentrum Geschwister-Scholl-Schule noch verschlimmern.
Auf Trapps Frage nach dem aktuellen Stand der Dinge entgegnete Uwe Franz, dass man auf das Ergebnis der Bodenuntersuchungen auf dem Kickers-Sportplatz warte. Dieser sei auf einer alten Deponie errichtet. Dass der Platz kontaminiert ist, würde die Siedler nicht wundern. Schließlich weiß man aus den Berichten der Älteren, was auf der Müllhalde alles entsorgt wurde. Als zweiten Kernpunkt nannte Dezernent Franz das Zeitfenster für das Projekt. Dann könne man erst konkrete Aussagen über das weitere Vorgehen treffen.
Die Problematik sei bekannt. Diese sei auch Gegenstand im Innenstadtausschuss (tagt am kommenden Dienstag). „Noch mehr Verkehr machen wir nicht mit“, brachte Rosemarie Schmidt, die Familie wohnt in 3 Generation im Wormser Süden, ihr Empfinden zum Ausdruck. „Einer weiteren Belastung hält die Siedlung nicht stand“, verwies Schmidt auf das überdimensionierte Verkehrsaufkommen, das im Notfall nichtmal Feuerwehr oder Rettungsdienst ein Durchkommen möglich mache. „Was sollen wir noch ertragen“, wandte sich Rosemarie Schmidt an den Rat der Stadt.
„Wir nehmen ihre Sorgen ernst“, betonte Uwe Franz. Im Dialog mit den Siedlern wolle man das weitere Vorgehen abstimmen. „Dann müssen die städtischen Gremien entscheiden“, erklärte Franz, „aber wir wollen gemeinsam Lösungen erarbeiten“.