ebwo bestellt als erster kommunaler Eigenbetrieb in Rheinland-Pfalz mit Diana Hönig eigene Gleichstellungsbeauftragte
Neue Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen
Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, Jasmine Olbort und Andreas Oberhaus begrüßen Diana Hönig (2. von links) in ihrer neuen Funktion (von links).
Als erster kommunaler Eigenbetrieb in Rheinland-Pfalz macht der Entsorgungs- und Baubetrieb Worms (ebwo) von der neuen gesetzlichen Option Gebrauch, eine betriebliche Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen zu bestellen. Diese Funktion nimmt künftig Diana Hönig wahr, die in ihrer Haupttätigkeit im Rechnungswesen des ebwo arbeitet. Die betriebliche Ansprechpartnerin unterstützt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Worms, Jasmine Olbort, indem sie vor Ort beim ebwo tätig wird. Der zuständige Beigeordnete, Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, begrüßte Diana Hönig im Beisein der Gleichstellungsbeauftragten Jasmine Olbort und dem kaufmännischen Werkleiter des ebwo, Andreas Oberhaus, in ihrer neuen Funktion.
Da die Landesregierung bestrebt ist, die Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst des Landes zu verwirklichen, wurde 2016 ein neues Landesgleichstellungsgesetz verfasst. „Hierbei wurde neben den bekannten Regelungen zum Ausräumen von Benachteiligungen auch die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie als gesetzliches Ziel manifestiert“, erläutert Jasmine Olbort.
Eine sinnvolle Entlastung
Zur Verfolgung dieser Ziele auf betrieblicher Ebene sieht das Gesetz die sogenannte betriebliche Ansprechpartnerin vor. Die für rund 1.500 Beschäftigte zuständige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Worms sieht sich mit einem vollen Terminkalender konfrontiert. Daher stellt die Benennung einer betrieblichen „Vertreterin“ für die rund 440 Beschäftigten des ebwo eine sinnvolle Entlastung dar. „Gerade wenn es um Gleichstellung geht, kommt der öffentlichen Verwaltung eine besondere Vorbildfunktion gegenüber anderen Arbeitgebern zu“, erklärt Bürgermeister Kosubek. „Daher begrüße ich es sehr, dass der ebwo diesen Weg als erster Eigenbetrieb in Rheinland-Pfalz einschlagen hat, zumal er aufgrund seines Aufgabenportfolios in vielen Bereichen als Männerdomäne gilt“, so Kosubek weiter.
Andreas Oberhaus, kaufmännischer Werkleiter des ebwo, ergänzt: „Wir verstehen uns seit Jahren als moderner Dienstleistungsbetrieb, in dem Gleichstellung und familienfreundliches Arbeiten einen wichtige Rolle spielen. Angesichts des demografischen Wandels und des für uns spürbaren Fachkräftemangels wünschen wir uns mehr Frauen in technischen Berufen oder in Handwerksberufen. Frauen sind bei uns in typischen Männerberufen wie auch in Führungspositionen willkommen“.
Jasmine Olbort unterstreicht die bisher gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des ebwo: „Der jetzige Schritt war insofern konsequent und wir haben uns sehr rasch auf ein Konzept geeinigt“. Diana Hönig ist selbst zweifache Mutter und kennt somit die Probleme und Spannungsfelder von berufstätigen Müttern. „Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben und besonders darauf, dass ich mich für die Gleichstellung von Frauen einsetzen kann“.