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  • Sa., 17. März 2018, 16:50 Uhr
    Preise für Grund und Boden steigen weiter im Stadtgebiet von Worms bis auf wenige Ausnahmen

    Neue Bodenrichtwerte für Worms liegen vor

    Der Gutachterausschuss Worms hat in seiner Sitzung am 25. Januar die Bodenrichtwerte zum Stichtag 1. Januar 2018 für das gesamte Wormser Stadtgebiet und alle Grundstücksarten neu ermittelt und beschlossen.

    Der durchschnittliche Preisanstieg liegt bei +10 Prozent für baureifes Wohnbauland, +6 Prozent für Ackerland und +4 Prozent für Weingarten seit dem 1. Januar 2016. Preise für reine Gewerbegrundstücke sind nur leicht (+5 Euro/m²) gestiegen. Dagegen sinken die Preise in der Geschäftslage von Worms um -10 Prozent.

    Das Preisniveau für Wohnbauland in Worms ist sehr inhomogen verteilt. In den nördlichen Stadtteilen Ibersheim und Rheindürkheim werden Flächen für 80 Euro/m² bis 130 Euro/m² verkauft. Dagegen liegt der durchschnittliche Preis in Worms-West (Westend, zwischen Alzeyer Straße und Karl-Bittel-Park) bei 480 Euro/m².

    Auch sind die Preise für gemischtgenutzte Grundstücke in Ibersheim und Rheindürkheim mit 80 Euro/m² bis 100 Euro/m² am niedrigsten. Obwohl die Preisentwicklung Worms-Zentrum (Wilhelm-Leuschner-Straße, Obermarkt, Hardtgasse, Am Römischen Kaiser sowie Kämmererstraße bis Ludwigsplatz) seit mehreren Jahren aufgrund sinkender Gewerbemieten und hoher Fluktuation rückläufig ist, werden hier immer noch die höchsten Preise für Grund und Boden von 800 Euro/m² (-12 Prozent gegenüber 01.01.2016) im gesamten Stadtgebiet erzielt.

    Verhalten ist die Preisentwicklung für reine Gewerbegrundstücke in Worms mit durchschnittlich +5 Euro/m² Fläche. Hier bewegen sich die Preise von 60 Euro/m² in Abenheim und Rheindürkheim bis zu 110 Euro/m² in Worms-Nord (Am Gallborn). Höchstpreise von 130 Euro/m² werden für Flächen entlang der Klosterstraße erzielt.

    Der Markt in Worms präsentiert sich laut der neuesten Erhebung hinhomogen.


    Neben neuen Bodenrichtwerten für Bauflächen wurden auch Richtwerte für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen ermittelt und beschlossen. Die niedrigsten Preise für Ackerland von 2,70 Euro/m² werden um Ibersheim und Rheindürkheim gezahlt. In Richtung Pfalz, im Süden des Stadtgebietes, in den Gemarkungen Heppenheim, Horchheim, Weinsheim und Wiesoppenheim sind es 3,40 Euro/m² bis 3,60 Euro/m². Worms mit seinen Stadtteilen ist stark geprägt vom Weinanbau. Die Preise liegen zwischen 5,00 Euro/m² bis 7,50 Euro/m², in Richtung Abenheim ansteigend. In der ausgewählten Weinlage um die Liebfrauenkirche sind es 15 Euro/m². Eine sehr große Preisspanne gibt es für Kleingärten von 7 Euro/m² bis 23 Euro/m². Die Preise steigen in Richtung Stadtzentrum. Neu sind in der Bodenrichtwertkarte 2018 Richtwerte für Abbauland, die mit 11 Euro/m² ausgewiesen sind. Diese Flächen findet man in Abenheim sowie in Ibersheim, an der Grenze zur Gemeinde Hamm. Polder und Vorlandflächen entlang des Rheins werden gehandelt mit 1,20 Euro/m² und Waldflächen ohne Bestockung mit 1,00 Euro/m².

    Jahresbericht 2017 zum Grundstücksmarkt in Worms
    Insgesamt erfasste die Geschäftsstelle im Jahr 2017 1.014 Urkunden bezüglich 1.116 verkaufter Objekte im Gebiet der Stadt Worms, damit erfolgte etwa die gleiche Anzahl von Eigentumsübergängen wie im Vorjahr. In diesem Zeitraum wechselten in Worms Immobilien in einem Gesamtwert von rd. 253,8 Mio. Euro ihre Eigentümer.

    Diese enorme Steigerung im Vergleich zu 2016 (rd. 180,2 Mio. Euro) beruht auf einer deutlichen Zunahme von Umsätzen von Gewerbe- bzw. Industriegrundstücken (hier gab es drei Großumsätze). Der Schwerpunkt der Verkäufe lag wie schon in den zurückliegenden Jahren im Bereich der Teilmärkte „Wohnhäuser“ mit rd. 90,1 Mio. Euro (+1 Prozent) und „Wohnungseigentum“ mit rd. 48,2 Mio. Euro (-3 Prozent). Der Gesamtflächen-umsatz lag bei rd. 119,8 ha und mit rd. 20 Prozent deutlich über dem Niveau des Jahres 2016 (rd. 99,6 ha), was aber durch die starke Zunahme der Verkäufe von bebauten Industrie- und Gewerbeobjekten begründet ist. Um diese Flächen bereinigt ergibt sich ein Rückgang der verkauften Fläche von rd. 11 Prozent.

    Bauplätze
    Im Jahr 2017 nahm die Anzahl der verkauften Bauplätze für freistehende 1–2 Familienhäuser deutlich zu, von 18 im Jahr 2016 auf 68 im Jahr 2017. Die Verkäufe konzentrierten sich im Wesentlichen auf ein Neubaugebiet im Stadtteil Pfeddersheim. Die Zahl der verkauften Bauplätze für Doppelhaushälften liegt mit 4 verkauften Plätzen leicht unter dem Niveau des Jahres 2016 mit 5 Plätzen. Weiterhin wurden 4 Bauplätze für Mehrfamilienwohnhäuser und gemischt genutzte Objekte verkauft. Der Geldumsatz aller Bauplätze belief sich auf rd. 13,7 Mio. Euro (+1,1 Mio. Euro). Als Bauplätze werden auch bebaute Grundstücke erfasst, deren bauliche Anlagen durch Neubauten ersetzt werden.

    Bebaute Grundstücke (Wohnnutzung)
    Im Jahr 2017 wurden im Teilmarkt „bebaute Grundstücke“ (inkl. Wohnungseigentum) wie im Vorjahr rd. 136,0 Mio. Euro umgesetzt. Der Geldumsatz für bebaute Grundstücke erhöhte sich leicht um rd. 1,3 Mio. Euro auf rd. 90,1 Mio. Euro, der Umsatz für Wohnungseigentum verringerte sich von rd. 47,2 Mio. Euro im Jahr 2016 auf rd. 45,6 Mio. Euro im Jahr 2017. Bei Einfamilienhäusern bietet sich ein uneinheitliches Bild: Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenendhäuser verbilligten sich im Durchschnitt um rd. 6 Prozent, dagegen verteuerten sich Reihenmittelhäuser um +11 Prozent.

    Bei Eigentumswohnungen haben die Verkäufe von neuen Wohnungen von 73 im Jahr 2016 auf 48 in 2017 abgenommen. Auch die Anzahl der Weiterverkäufe von Wohnungen im Bestand hat abgenommen, von 316 auf 290 Fälle. Im Weiterverkauf verteuerten sie sich um +18 Prozent und kosteten jetzt im Durchschnitt 95.800 Euro (Median 84.500 Euro) für eine durchschnittliche Wohnfläche von rd. 64 m² (+1 m²). Der Preis für eine neue Eigentumswohnung lag bei rd. 309.000 Euro (+22 Prozent) bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von rd. 95 m² (+5 m² gegenüber 2016).

    Bebaute Grundstücke (gewerbliche Nutzung)
    Im Jahr 2017 wurden im gewerblichen Teilmarkt (inkl. Teileigentum) rd. 86,1 Mio. Euro umgesetzt, was etwa dem 4,6-fachen von 2016 entspricht. Der Flächenumsatz hat sich auf 33,2 ha fast verzehnfacht.

    Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft
    Der Geldumsatz im Teilmarkt der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke liegt mit rd. 2,3 Mio. Euro (-4 Prozent) auf dem Niveau des Vorjahres. Die Anzahl der Verkaufsfälle erhöhte sich von 116 auf 129. Die Umsätze der verkauften Gärten erhöhten sich von 17 auf jetzt 27. Im Jahr 2017 wechselten deutlich weniger Ackergrundstücke den Eigentümer (-30 Prozent), dagegen steigerte sich die Anzahl der Verkäufe für Weingärten auf 38 (+90 Prozent). Der Trend der steigenden Preise setzte sich im Jahr 2017 nur für Ackerland fort, von 3,00 Euro/m² auf 3,20 Euro/m², das sind + rd. 7 Prozent. Dagegen veränderte sich der Durchschnittspreis für Weingärten nicht und liegt bei rd. 6,50 Euro/m².

    Der Durchschnittspreis für Weingärten liegt unverändert bei rd. 6,50 Euro/m².


    Dienstleitungen/Öffnungszeiten
    Der Gutachterausschuss:

    • erstattet auf Antrag Gutachten über den Verkehrswert von bebauten und unbebauten Grundstücken sowie Rechten an Grundstücken,

    • erteilt Auskünfte aus der Kaufpreissammlung und aus der Bodenrichtwertkarte und

    • veröffentlicht die zur Wertermittlung erforderlichen Daten und stellt die Aktivitäten des Grundstücksmarktes in seinem Grundstücks-marktbericht dar

    • u.a.


    Gutachten beim Gutachterausschuss können beantragen:Eigentümer von Grundstücken und Inhaber von Rechten an Grundstücken u.a.

    Sämtliche Bodenrichtwerte können ab sofort während der Dienststunden (Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 12 Uhr) bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, im Rathaus in Worms, Marktplatz 2, 1. OG, Zimmer 163, eingesehen oder über das Geoportal der Stadt Worms unter (www.geoportal-worms.de) abgerufen werden.

    Telefonische und kostenlose Auskünfte sind auf die Angabe des Bodenrichtwertes selbst, also ohne die Eigenschaften des Bodenrichtwertgrundstückes bzw. auf Angaben aus der „Übersicht der generalisierten Bodenrichtwerte“ beschränkt. Objektbezogene Auskünfte mit der Beschreibung des Richtwertgrundstückes werden nur in schriftlicher Form gegeben. Die Gebühr ist gestaffelt und beträgt mindestens 22 Euro zzgl. Porto.

    Die Postanschrift lautet:
    Gutachterausschuss für Grundstückswerte für den Bereich der Stadt Worms
    c/o Stadtverwaltung
    Marktplatz 2
    67547 Worms

    Anfragen können telefonisch unter 06241/853-6214 oder per E-Mail an gutachterausschuss@worms.de gerichtet werden. Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.gutachterausschuss.worms.de zu finden.

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