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  • Do., 07. März 2024, 14:25 Uhr
    WORMS: Örtliche Umweltverbände sprechen sich gegen neue Parkplätze aus

    Neue Buslinie ins Wäldchen

    Die Wormser Umweltverbände BUND und NABU begrüßen die geplante Buslinie ins Wäldchen und das Entstehen einer Bushaltestelle am Tier- und Erlebnisgarten. Eine Absage erteilen sie jedoch der Forderung nach dem Bau von Parkplätzen, die die wegfallenden Plätze an der Bushaltestelle kompensieren sollen.

    „Wir unterstützen ausdrücklich das Nein der Stadtverwaltung zu neuen Parkplätzen im Wäldchen. Jeder Quadratmeter des Naherholungsgebietes ist ökologisch und klimatisch wertvoll. In Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens verbietet sich jede weitere Naturzerstörung und Bodenversiegelung“, betont Michael Leukam, Vorsitzender des BUND Worms. „Die Menschen gehen dort hin, um die Natur zu genießen und frische Luft zu atmen. Da wäre es paradox, würde man genau dies fürs Auto opfern“, so Leukam weiter.

    Umweltrechtliche Bedenken

    Zudem melden die Umweltverbände umweltrechtliche Bedenken an. Das Wäldchen ist Teil des Landschaftsschutzgebietes „Rheinhessisches Rheingebiet“ und damit streng geschützt. Die Rechtsverordnung zum Schutzgebiet verbietet unter anderem, dort Stellplätze oder Parkplätze anzulegen oder zu erweitern.

    Die Bürgerweide ist ein Naherholungsgebiet für Bürger, die Erholung suchend die Natur und Ruhe schätzen. Spaziergänger, Radfahrer, Jogger, sie alle zieht es genau aus diesem Grund dorthin. „Aus den Reihen dieser Besucher wird uns oft die Kritik zugetragen, im Wormser Wäldchen sei zu viel Autoverkehr", so Matthias Bösl, Vorsitzender des NABU Worms-Wonnegau. Man gehe ja wegen des Ruhebedürfnisses gezielt in die Bürgerweide und bewusst nicht in der Stadt spazieren.

    Buslinie als Abhilfe gegen Verkehrschaos

    Beide Verbände betonen, wie wichtig die Anbindung des Wäldchens an den ÖPNV sei. Gerade im Frühling, wenn das Wetter wärmer wird, zu den Festen im Erlebnisgarten oder auch zum überregional bekannten Spektakulum führen viel zu viele Besucher mit ihren Autos über den engen Friedrichsweg in den Wormser Süden. Dabei käme es regelmäßig zu Chaos. Neben Emissionen von Lärm und Abgasen im Wäldchen entstünden hierdurch oft gefährliche Situationen, da Rettungswege durch parkende Autos blockiert seien.

    „Die neue Buslinie kann diesen unhaltbaren Zustand deutlich verbessern. Eine gute, eng getaktete Anbindung des Wäldchens an den ÖPNV macht den Umstieg auf den Bus leicht und wird so zu einer Reduktion des Autoverkehrs führen. Damit gewinnen alle: Mensch, Klima und Natur“, ist Michael Leukam zuversichtlich. Einen Gewinn durch die neue Buslinie sieht Leukam auch für die Parkwirtschaft: „Gäste, die dort mehr als ein Gläschen Wein oder Bier trinken, können künftig sicher mit dem Bus nach Hause fahren.“

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