Fr., 09. Juli 2021, 15:16 Uhr
FWG BECHTHEIM: Kindergarten kann beschlossen werden
Neue Entwürfe zur Diskussion
„In der letzten Gemeinderatssitzung wurde deutlich, die Gemeinde Bechtheim hat ein gutes Finanzpolster unter der Bürgermeisterin Jutta Schick aufgebaut", so die FWG Bechtheim. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, ob der geplante Kindergarten überhaupt finanziert werden kann. Daneben wurden wichtige Haushaltsausgaben diskutiert. Aber für die FWG sei nun klar, dass die Planungen des Architekten Deibert umsetzbar und finanzierbar seien. Seit dem Wettbewerb im vergangen Jahr wird in der Gemeinde und im Rat intensiv über die Planung diskutiert. Inzwischen liegen diverse Vorschläge zur Planung vor und der Architekt hat mit Rücksicht auf die markanten Themen aus den Fraktionen neue Pläne erarbeitet. Ziel war jetzt, dass der Außenraum zum Spielen im Freien größer bleibt, die Bäume erhalten werden und der neue Kindergarten möglichst barrierefrei errichtet wird. Durch die Lage im Hang sei dies wahrscheinlich am besten am bisherigen Platz des Kindergartengebäudes möglich. Der im Gemeinderat geäußerte Wunsch, ein kompaktes Gebäude mehrgeschossig zu planen, könne ebenfalls am bisherigen Standort umgesetzt werden. FWG und Architekt haben sich auf einen 5-gruppigen Kindergarten verständigt. „Die fünfte Gruppe ist für Bechtheims Zukunft wichtig und finanzierbar. Die Möglichkeit einer Förderung muss aber gesichert werden.“, erklärt Dr. Christian Lang als Fraktionssprecher der Freien Wähler in Bechtheim.
Entscheidung soll in der nächsten Sitzung fallen
Noch vor einem Jahr wurde vor allem darüber diskutiert, ob der alte Kindergarten in den Neubau integriert werden kann. Inzwischen ist Konsens, dass der neue Kindergarten den Altbau ersetzten soll. Inzwischen ist auch klar, dass bei dem Bau des neuen Kindergartengebäudes am alten Standort die Kinder für fast ein Jahr in Container und die Räume der Gemeindehalle ziehen müssten. Die Kosten dafür können durch Einsparungen bei Erdarbeiten, schnelleren Baufortschritt und Vorteile bei der Gebäudeplanung zu großen Teilen ausgeglichen werden, so die FWG. Die Entscheidung, ob am alten Platz gebaut wird, oder in der bisherigen Freifläche soll nach Meinung der FWG in der kommenden Sitzung am Mittwoch fallen. Ebenso, ob man mehrgeschossig bauen will und wie das Raumklimakonzept aussehen soll. Der Architekt legte in diesen Tagen allen Fraktionen eine Planung vor, die eine Reihe der vorgebrachten Anregungen der verschiedenen Parteien versucht zu berücksichtigen. Dadurch können sich alle Fraktionen auch mit den Ideen des Architekten vor der Sitzung befassen. Außerdem stehe er allen Interessenten bei Fragen zur Verfügung. In der nächsten Sitzung des Gemeinderates ist außerdem noch eine intensive Diskussion und die Vorstellung weiterer Ideen zum Bau vorgesehen.
„Viele gute Ideen"
Dort können dann noch eigene Konzepte der Fraktionen vorgestellt werden. Die FWG hat bereits angekündigt, dass sie einen Kompromiss der verschiedenen Vorschläge erreichen will und vor allem bald mit dem Bau beginnen möchte. „Es gibt viele gute Ideen, aber am Ende muss ein politischer Kompromiss her, damit es für Bechtheim endlich weiter geht“, erklärt Lang. Im letzten halben Jahr habe der Architekt die Planungen so weit gebracht, dass jetzt auch der Startschuss gegeben werden könne. „Es gibt nicht viele Gemeinden in Rheinhessen, die 1,4 Mio. Euro auf der Bank haben und damit sofort ohne Kredit einen Bau beginnen können", sieht Dr. Lang Bechtheim für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Außerdem werde auch in diesem Jahr eine positive Haushaltslage erwartet. Neben dem Kindergarten sollten nach Meinung der FWG auch Spielplätze und Grünanlagen auf Vordermann gebracht werden, da die finanzielle Situation dies erlaube.
Für den neuen Kindergarten will man die fünfte Gruppe so umsetzen, dass auch Fördermittel gesichert werden. Dies sei nach Meinung der FWG auch möglich. Insgesamt sollte man jetzt im Gemeinderat die wichtigsten Eckpunkte beschließen und damit dem Architekten auch die Möglichkeit geben, dass beschleunigt umzusetzen, so die FWG. „Schließlich entwickeln sich die Baukosten nicht zu Gunsten der Gemeinde. Zeit kostet daher im wahrsten Sinne des Wortes auch Geld. Nicht alle Anregungen werden auch umsetzbar sein." Wichtig sei für die FWG, dass man die Interessen der Mitarbeiterinnen im Kindergarten mit einbeziehe, was ebenfalls durch Bürgermeisterin und Architekt erfolgt sei. Jetzt brauche es mutige Beschlüsse und einen klaren Auftrag für die Umsetzung, ist Jutta Schick, Bürgermeisterin von Bechtheim, überzeugt. Selbst mit dem Bau des Kindergartens könne Bechtheim nach heutigem Stand der Dinge mit einem ausgeglichenen Haushalt in den nächsten Jahren rechnen, da der Rest der Investitionssumme günstig finanziert werden könne, so die FWG abschließend.