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  • Di., 09. März 2021, 10:21 Uhr
    NABU Worms-Wonnegau: Errichtung eines Wildbienenhotels in Osthofen / Grundstück vor Befahren geschützt

    Neue Flugroute für Wildbienen

    Es gibt bald zusätzlichen Flugverkehr in Osthofen: Ab sofort werden Holzbienen und Co. auf einer neuen Flugroute ein Wildbienenhotel im Roßtal ansteuern. Das steht dort auf einem knapp 3.800 m² großen Grundstück, das vom NABU Worms-Wonnegau seit 12 Jahren gepachtet ist und betreut wird. 

    Bislang mussten die NABU-Aktiven auf die Corona-Einschränkungen Rücksicht nehmen und so hatten sich sowohl der Bau als auch die Aufstellung verzögert. Finanziert wurde die Bienenbehausung durch eine Osthofenerin, die anstelle von Geburtstagsgeschenken um Spenden für ein Artenschutzprojekt gebeten hatte. So kam der Bau des letzten von drei Wildbienenhotels zustande. Die anderen stehen bereits im Wormser Albert-Schulte-Park und in den Rheindürkheimer Rohrwiesen. 

    „Unnützes Material“
    Der NABU will dem Anspruch gerecht werden, ein möglichst funktionierendes Wildbienenhotel anzubieten, denn in Bau- und Gartenmärkten werde leider weiterhin viel wertloses Material verkauft und im Internet sind fehlerhafte Bauanleitungen zu finden. „Die Leute suchen dann bei uns Hilfe, weil bei ihnen keine Wildbiene einzieht“, so Matthias Bösl vom NABU, „und das liegt dann häufig an den verwendeten unnützen Materialien wie Kiefernzapfen oder Rindenmulch und unsauberen Bohrlöchern“.

    Zusätzlich errichteten die NABU-Aktiven noch eine Sperre aus Gehölzschnitt, da das Gelände in den letzten Monaten immer wieder befahren wurde und sich schon entsprechende Fahrspuren gebildet hatten. „Das ist für die Vegetation schädlich und zusätzlich nervend, wenn ständig jemand meint, über anderer Grundstücke fahren zu müssen“, so Bösl weiter. Außerdem wurde durch Unbekannte auf dem Grünland ein Teil der Wiese umgebrochen, was ebenfalls zu Schäden geführt hat.

    Um das Grundstück noch weiter aufzuwerten, werden in Kürze zwei Eichen gepflanzt, die von der letztjährigen Klasse 10 a des Gauß-Gymnasiums gestiftet wurden. Die Schüler mussten nämlich am Ende des Schuljahres ihre Klassenkasse ausleeren und konnten wegen der Corona-Situation nichts gemeinsam unternehmen. So hatten sie sich für die Baumspende entschieden, die nun als langlebige Erinnerung an die gemeinsame Schulzeit bestehen bleibt. 

    Aufgewertet wird das Grundstück bald noch durch die Pflanzung zweier Eichen.


     

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