Ehemaliges Möbelhaus der Esbella als Gewerbefläche im Gespräch / Wormser SPD-Fraktion vor Ort mit Investor Berkes
Neue Gewerbefläche für Kleingewerbe
Timo Horst (rechts) und Stefan Weißmann begutachten die Pläne von Berkes im Wormser Süden.
„Über Jahre hinweg bestand im Wormser Süden mit dem Gelände des ehemaligen Esbella Möbelhauses beziehungsweise Baumarktes eine brachliegende Rumpelfläche“, freut sich SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst angesichts der Pläne des Investors Karl-Walter Berkes auf eine neue Dynamik im Wormser Süden. Die SPD Worms-Süd hatte die Stadtratsfraktion auf das Gelände aufmerksam gemacht. „Gerade angesichts knapper Gewerbeflächen und des noch unansehnlichen Areals ist das eine gute Entwicklung für den Wormser Süden“, erklärt SPD Ortsvereinsvorsitzender Stefan Weißmann. Rund drei Hektar - eine Fläche von ungefähr 4,2 Fußballfeldern - warten darauf, für Worms endlich wieder wirtschaftlich erschlossen zu werden. Bevor es allerdings soweit ist, gilt es nach Angaben des erfahrenen Investors die ehemalige Brache aufzubereiten, indem zum Beispiel der gesamte Altbestand abgerissen wird.
Kleingewerbe, Baumärkte oder ein Möbelhaus
„Geplant ist, Kleingewerbe, Baumärkte oder etwa ein Möbelhaus anzusiedeln“, erklärte Berkes beim Besuch der SPD-Fraktion vor Ort. Zu den klassischen Angeboten der Innenstadt entstünde aus diesem Grund auch keine Konkurrenz in Form einer sogenannten „Grünen Wiese“. Dass keine Altlasten in Grund und Boden zu sanieren sind, begrüßt Karl-Walter Berkes als Investor ebenso wie die gute Verkehrsanbindung der jahrelang verwaisten Brache. „Für uns bietet die Fläche so viel Potenzial, dass wir sie erwerben mussten“, glaubt Berkes an den hiesigen Wirtschaftsstandort der Nibelungenstadt.
Trifft Wachstum auf Gewerbefläche?
„Sowohl wirtschaftlich als auch städtebaulich hat sich Worms enorm entwickelt“, sieht auch Horst einen positiven Trend: Trotz der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise habe die Zahl der Gewerbebetriebe, der Arbeitsplätze, der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse in den vergangenen Jahren zugenommen. Dank einer aktiven Wirtschaftsförderung unter Oberbürgermeister Michael Kissel weise Worms im Vergleich zu den nahe gelegenen Mittel- und Oberzentren eine überdurchschnittliche hohe Entwicklungsdynamik auf.
Städtebaulich wiederum werde der positive Wandel beispielsweise im Wormser Westen anhand der erfolgreichen Flächenkonversionen des ehemaligen Militärstandortes der „De la Police Kaserne“ zum erweiterten Campusgelände der Hochschule sowie des Brauereiviertels und des Liebenauer Feldes deutlich.
Ungenutzte Flächen erschließen
„Dass ungenutzte Flächen erschlossen werden, ist mit ein Verdienst der Berkes-Gruppe“, lobte Horst explizit das Engagement Karl-Walter Berkes, dessen Gesellschaften sowohl am Brauereiviertel als auch am Liebenauer Feld beteiligt sind. „Nach dem Ende des Gewerbe- und Technologieparks ‚Am Hohen Stein‘ mit dessen nutzbarer Fläche von 75 Hektar müssen wie hier bei der Esbella Alternativen gefunden und umgesetzt werden“, fasst Horst zusammen.
Da das Flächenrecycling in Worms jedoch bereits im vollen Gange sei, sei auch hier ein Ende der Optionen für expansionswillige oder neue Unternehmen abzusehen. „Ein zweites Unternehmen vergleichbar zum neu angesiedelten ROWE Mineralölwerk mit 8,2 Hektar Standortgröße werden wir ohne ausreichende Flächen kaum mehr nach Worms locken können“, bedauert Horst abschließend.