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Sa., 21. Oktober 2017, 11:03 Uhr
Tischtennis-Kreis Worms begeht mit vielen innovativen Ideen einen Neustart der ehemals sehr beliebten Tischtennis-Kreismeisterschaften am 4. und 5. November in Horchheim
Neue Halle, neues Konzept, neues Spielsystem
Lothar Bader (Mitte), der Sportwart des Tischtennis-Kreises Worms seit 2005, hier bei der Ehrung mit dem Vereinskollegen Manfred Wurmehl (links) vom ESV Worms durch den RTTV-Präsidenten Markus Baisch (rechts) für 50 Jahre aktiven Tischtennissport, will mit einem völlig neu durchdachten Konzept die in den letzten Jahren völlig außer Mode geratenen Tischtennis-Kreismeisterschaften 2017 wieder neu beleben.
Die Älteren unter den Tischtennisspielern im Kreis Worms werden sich noch daran erinnern können. In den 80er Jahren standen die Kreismeisterschaften in voller Blüte. Es war beinahe „ein Muss“ für jeden aktiven Zelluloidjünger im Kreis, an den in Abenheim, Eich, Flörsheim/Dalsheim, Hochheim oder meist in Horchheim ausgetragenen Turnieren teilzunehmen. „Das war seinerzeit zwischen der Vorrunde und der Rückrunde stets ein Highlight der Saison“, erinnert sich Lothar Bader, der Sportwart im Tischtennis-Kreis Worms seit dem Jahr 2005 gerne an diese „goldenen Zeiten“ des Tischtennissports zurück.
Daran jedoch ist nicht erst seit einigen Jahren keineswegs mehr zu denken. Die Teilnehmerzahlen gingen seit 2005, als immerhin noch 87 Sportler an den Turnieren teilnehmen, nach und nach immer mehr zurück. „2015 und 2016 fanden die Kreismeisterschaften bei den Wormser Aktiven mangels Meldungen überhaupt nicht mehr statt“, zieht Lothar Bader eine niederschmetternde Bilanz. Ein tief nachdenklicher Schnaufer begleitet die ernüchternde Aussage des 68-jährigen Tischtennisfreundes des ESV Worms. Woran es dabei hapert, mag der Wormser Sportwart, Klassenleiter seit 1974 und ebenfalls langjährige Tischtennis-Schiedsrichter nur erahnen: „Es sind ganz sicher mehrere Gründe verantwortlich für den Rückgang des Interesses. Da wäre zum einen der demografische Wandel zu nennen, der auch auf den Tischtennissport einwirkt, sind doch inzwischen mehr als 50 Prozent der etwa 500 Aktiven im Kreis Worms über 40 Jahre alt. Andererseits ist gerade auch bei den Jüngeren eine gewisse Turniermüdigkeit zu erkennen. Kaum jemand möchte sich ob der langatmigen Tischtennis-Turniere gleich ein ganzes Wochenende um die Ohren hauen.“
Tischtennis-Kreis Worms und Wormser Großvereine arbeiten gemeinsam am „Neustart“
Um dieser durchaus nachvollziehbaren Turniermüdigkeit insbesondere ob ewig langer Wartezeiten trotz relativ kleiner Teilnehmerfelder entgegenzuwirken, haben nun der Tischtennis-Kreis Worms, allen voran Tischtennis-Kreisfachwart Alexander Wensing (TuS Dorn-Dürkheim) und Sportwart Lothar Bader, sowie die beiden größten Wormser Tischtennis-Klubs, nämlich der TTC Worms-Horchheim und der TV Leiselheim „ihre Köpfe zusammen gesteckt“. Heraus kam bei diesem „Tischtennis-Brainstorming“ ein völlig neues Konzept und Spielsystem für die Tischtennis-Kreismeisterschaften in der frisch renovierten schmucken Kerschensteiner Sporthalle in Horchheim. „Wichtig war dabei zunächst einmal, dass alle vier Tischtennis-Kreise in Rheinhessen sich künftig auf ein Spiel-Wochenende für die Kreismeisterschaften einigten – nämlich das erste Wochenende im November, an dem fortan keine Meisterschaftsspiele mehr terminiert werden.
Weitere Kernpunkte der „neuen Titelkämpfe“ im Kreis Worms skizzieren sich wie folgt. Sämtliche Wettbewerbe werden in einem Teilnehmerfeld für 2er-Mannschaften (Einzel & Doppel) nach dem Schweizer System ausgetragen. An insgesamt 29 Tischen entstehen so für die Teilnehmer kaum Wartezeiten. Samstags sind die Aktiven und Senioren, sonntags die Jugendlichen und Schüler dran. Man spielt pro Mannschaftsspiel jeweils zwei Einzel der beiden „Einser“ und „Zweier“ im Team gegeneinander und dazu ein gemeinsames Doppel. Der Clou dabei: Die im Turnier der 2er-Mannschaften absolvierten Einzel und Doppel zählen als Basis für die Ermittlung der Kreismeister in allen einzelnen Klassen, wie etwa Herren A, B, C, D oder E. „Der Breitensportgedanke im Tischtennis wird durch die gemeinsame Teilnahme in einem Feld gefördert und in den Vordergrund gestellt“, weist Lothar Bader auf einen wichtigen Aspekt des neuen Konzeptes hin. Und: „Am Ende des Tages werden in allen Klassen gleichzeitig zusätzlich zu den Titelträgern in der 2er-Mannschaft die Kreismeister in den Einzeln und Doppeln ausgespielt.“
Und die neuen Ideen scheinen zu greifen, denn mit Stand von Mitte Oktober ist bereits über die Hälfte der maximal 58 möglichen Duos gemeldet. Eile scheint also bei den weiteren Anmeldungen der Vereine des Kreises Worms durchaus geboten. Die detaillierte Ausschreibung und weitere Informationen zu den Kreismeisterschaften 2017 finden sich unter:
www.rttv.de | www.tvleiselheim.com | www.ttcworms-horchheim.de