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  • So., 30. Juni 2013, 09:54 Uhr
    Stadt Worms lädt zu Weiterbildung im Rahmen von EU-Projekt ein

    Neue Impulse für Stadtplanung und Klimaschutz

    „Energiekonzepte für Stadtquartiere“ war der Titel der Veranstaltung, zu der die Stadt Worms kürzlich ins Kultur- und Tagungszentrum „Das Wormser“ eingeladen hatte. Oberbürgermeister Michael Kissel begrüßte rund 30 Vertreter von Kommunalverwaltungen aus Rheinland Pfalz und Baden-Württemberg sowie Mitarbeiter von Planungsbüros und Unternehmen. Ihnen wurde die Gelegenheit geboten, sich zum Thema „Energieversorgung in Quartieren“ fortzubilden und sich miteinander auszutauschen.

    In seiner Begrüßung erläuterte Oberbürgermeister Michael Kissel den Hintergrund des Seminars: „In Deutschland werden immer noch etwa 40 Prozent der Endenergie in Gebäuden verbraucht. Wenn die Energiewende sowie die damit einhergehenden Ziele der Energiepolitik erreicht werden sollen, ist eine Reduzierung des Energieverbrauchs im Gebäudebereich unumgänglich: Einsparmaßnahmen an Gebäuden gehören zu den profitabelsten Klimaschutzmaßnahmen“, so Kissel.

    Die beiden Referenten Astrid Müller (ecofys – sustainable energy for everyone, Köln) und Josef Broll (EGS-plan - Ingenieurgesellschaft für Energie-, Gebäude- und Solartechnik mbH, Stuttgart) machten deutlich, dass bereits erprobte Lösungen existieren - sowohl für Neubauten als auch für die Sanierung von Bestandsgebäuden. Sie zielen auf eine Senkung des Energieverbrauchs und den Einsatz erneuerbarer Energien ab.

    Das Seminar zeigte auf, dass zunehmend die Quartiersebene in den Fokus der Diskussion rückt und dezentrale Energieversorgungssysteme umgesetzt werden. Dabei können Nahwärmenetze, die einzelne Gebäude versorgen, genauso wie solche für Gebäudegruppen, Straßenzüge oder Fernwärmenetze für ganze Quartiere in Frage kommen.

    Die Umsetzung von Energieversorgungskonzepten erfordert vor allem geeignete Rahmenbedingungen, um etwa eine gemeinsame Wärmeversorgung technisch und wirtschaftlich sinnvoll zu gestalten. Aber auch Instrumente der Stadtplanung bei Neubaugebieten, die architektonische Planung von Gebäuden sowie die eingesetzte Technik beeinflussen die Umsetzung von Energiekonzepten. Beispielsweise kann die Ausrichtung von Dächern in Richtung Süden den Einsatz von Photovoltaik- bzw. Solarthermieanlagen fördern.

    Die Teilnehmer des Seminars zeigten sich sehr interessiert und beteiligten sich rege an den Diskussionen im Anschluss an die Vorträge. Auch Dr. Hanno Ehrbeck, Leiter des RENERGY-Projektes, ist zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und erachtet den neu gewonnenen Input sowie den Austausch der Teilnehmer als wichtig, auch für die Umsetzung im Wormser Stadtgebiet.

    Das Seminar fand im Rahmen des INTERREG IV C-Projektes RENERGY statt, an dem die Stadt Worms sich derzeit gemeinsam mit acht weiteren europäischen Kommunen und drei Forschungsinstituten beteiligt. Ziel des Projektes ist der Erfahrungsaustausch und das Voranbringen der Themen „Energieeffizienz“ und „Einsatz erneuerbarer Energien“ auf lokaler Ebene.

    Das RENERGY-Projekt wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung EFRE kofinanziert.

     

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